RPP West
Regionale Pensionisten-Plattform Tirol und Vorarlberg

Archiv 2010 - 2025
2010
2011
2012
2013
2014
2015
2016
2017
2025
Der Ruhestand wird oft als die Zeit des Genusses und der Entspannung gefeiert. Nach jahrzehntelanger harter Arbeit haben viele Menschen das Gefühl, sich endlich zurücklehnen und die Früchte ihrer Arbeit genießen zu können. Doch während einige den Ruhestand als Gelegenheit sehen, Neues zu entdecken und aktiv zu bleiben, gibt es auch die Kehrseite: die Bequemlichkeit. Nach einem langen Berufsleben ist es verlockend, die Füße hochzulegen und die Tage mit Fernsehen, Lesen oder einfach nur Nichtstun zu verbringen. Diese Phase der Entspannung ist für viele eine willkommene Abwechslung vom stressigen Arbeitsalltag. Doch zu viel Untätigkeit kann negative Auswirkungen auf die körperliche und geistige Gesundheit haben. Studien zeigen, dass ein Mangel an Bewegung und geistiger Aktivität das Risiko für verschiedene gesundheitliche Probleme erhöhen kann, darunter Herzkrankheiten, Depressionen und Demenz.

Es ist wichtig, eine Balance zwischen Entspannung und Aktivität zu finden. Der Ruhestand sollte nicht nur eine Zeit der Faulheit sein, sondern auch eine Gelegenheit, neue Interessen zu entwickeln und soziale Kontakte zu pflegen. Aktivitäten wie Spaziergänge, Gartenarbeit, das Erlernen eines Instruments oder das Engagement in ehrenamtlichen Tätigkeiten können nicht nur die körperliche Fitness fördern, sondern auch das geistige Wohlbefinden steigern. Eine gewisse Routine kann helfen, den inneren Schweinehund im Ruhestand zu überlisten. Indem man feste Zeiten für Aktivitäten einplant, sei es für Sport, Hobbys oder soziale Treffen, bleibt man aktiv und motiviert. Es kann auch hilfreich sein, sich Ziele zu setzen, sei es das Erlernen einer neuen Fähigkeit oder das Reisen an Orte, die man schon immer besuchen wollte.

Fazit: Nichtstun im Ruhestand ist ein natürliches Phänomen, das viele Menschen erleben. Es ist jedoch wichtig, sich bewusst zu machen, dass ein aktives und erfülltes Leben auch in dieser Lebensphase möglich ist. Indem man die richtige Balance zwischen Entspannung und Aktivität findet, kann man die goldenen Jahre in vollen Zügen genießen und gleichzeitig die eigene Gesundheit und Lebensqualität fördern. Der Ruhestand sollte eine Zeit des Wachstums und der Entfaltung sein – um die Chance zu ergreifen, nicht in Bequemlichkeit und Langeweile zu verharren.

RPP 01-2025 - Rodelausflug Maria Waldrast bei Matrei am Brenner

Eigentlich haben die Jänner-RPP’s seit Jahren erfahrungsgemäß dieselben Problemstellungen. Im November und Dezember gibt es meistens eine Kälteperiode mit etwas Schneefall und ab den Weihnachtsfeiertagen sehr oft frühlingshafte Verhältnisse. In diesem Jahr sind im Jänner auch noch Föhnstürme sowie zweistellige Plusgrade dazugekommen. Für die Rodelstrecke sind das freilich nicht gerade die idealen Voraussetzungen für eine Schneefahrbahn. Der Wettergott hatte jedoch zwei Tage vor der RPP-Veranstaltung mit einer Kaltfront und ergiebigem Schneefall ein Einsehen. Damit konnten sich sowohl die Rodelbahn bestens präpariert, als auch die Landschaft in einem märchenhaften "Winterkleid" präsentieren.

Insgesamt 30 Teilnehmer bewältigten in unterschiedlichen Varianten den Hin- und Rückweg zum Klostergasthof Maria Waldrast. Dort trafen sie sich, um gemeinsam zu tratschen, Meinungen auszutauschen und schließlich ein ausgezeichnetes, üppiges Mittagessen einzunehmen. Zum vereinbarten Zeitpunkt versammelten sich alle vor der Gaststätte für ein Gruppenfoto, um anschließend den Rückweg ins Tal anzutreten. Für die Rodelpartie entschieden sich 19 RPP’ler, obwohl diesmal wegen kurzfristigem Personalmangel kein Rennen mit Zeitnehmung möglich war. Trotzdem genossen die Sportler auf der knapp 3,7 km langen Abfahrt die perfekten Bedingungen der Naturbahn. Am Ende wurde diese "Mutprobe" mit einem Stamperl Tiroler "Hochprozentigem" belohnt.

Da kein Rodel-Wettrennen stattgefunden hat, wurden die drei "Sieger" mittels Losentscheids festgelegt und mit den Ehrenpreisen ausgezeichnet. "Gewonnen" haben hier Nairz Wilfried, Föger Erich und Schöpf Peter. Um trotzdem eine Wettkampfatmosphäre aufkommen zu lassen, lieferten sich die passionierten RPP-Kartenspieler im "Ladinisch"-Watten beinharte Gefechte bis in den Abend hinein. Die Ergebnisse dafür müssen erst noch eruiert werden ... Übrigens, die Geldspenden der Jänner-Geburtstagskinder Salchner Christian und Sonnweber Josef werden bei späteren RPP-Treffen zur allfälligen Unterstützung von Unkostenbeiträgen herangezogen.

Organisation: Hörtnagl Georg

RPP 02-2025 - Besuch des Liechtensteinischen Landesmuseum in Vaduz

Der "unsinnige" Donnerstag zählt bei den meisten Faschingsnarren zu den höchsten "Feiertagen" in dieser Zeit. Unbeeindruckt davon haben 29 RPP'ler an der Exkursion nach Vaduz teilgenommen. Der Treffpunkt war zuerst in Feldkirch im Restaurant "Flax", wo gemeinsam zu Mittag gespeist wurde. Nach der Mahlzeit ging es mit dem Linienbus von Feldkirch ins benachbarte Liechtenstein. Im Museum angekommen, gab es eine freundliche Begrüßung und eine Aufteilung in zwei Besuchergruppen.

Das Liechtensteinische Landesmuseum (Eigenschreibweise: LandesMuseum) ist eine öffentlich-rechtliche Stiftung des Fürstentums, die die Geschichte sowie die Landes- und Naturkunde von Liechtenstein präsentiert. Angegliedert an des Landesmuseum in Vaduz ist außerdem das Postmuseum und die Schatzkammer Liechtenstein, sowie ein in der Gemeinde Schellenberg gelegenes bäuerliches Wohnmuseum.

Das Museumsgebäude zeigt eine bewegte Geschichte, denn die Ursprünge der Grundsubstanz gehen auf das Jahr 1438 zurück. Heute zusammengebaut mit dem ehemaligen Verweserhaus, war es herrschaftliche Taverne, Zollstation und Sitz der Regierung. Von 1998 bis 2003 wurde das Gebäude saniert und mit einem Erweiterungsbau versehen. Das LandesMuseum präsentiert eine thematisch aufgebaute Dauerausstellung zur Geschichte und Landeskunde des Fürstentums Liechtenstein. Unter den sechs Leitbegriffen «siedeln» (Schwerpunkt Archäologie), «schützen» (Mittelalter), «herrschen» (Neuzeit), «feiern» (Volkskunde), «schaffen» (19. bis 21. Jahrhundert) und «nutzen» (Naturgeschichte) werden diese Tätigkeiten anhand der Sammlungsobjekte dargestellt und über den zeitlich-inhaltlichen Schwerpunkt hinaus in einen übergreifenden Zusammenhang gebracht.

Die Führung durchs Museum hat alle Teilnehmer beeindruckt und da insbesonders das 6,3 x 4,7 Meter große Fasten- oder Hungertuch aus der Pfarrkirche Bendern. Darauf sind 24 Szenen aus dem Alten und dem Neuen Testament aufgemalt, wahrscheinlich vom Feldkircher Meister Johann Georg Clesin im Jahr 1612. Danach wurde die Wartezeit auf den Bus zurück nach Feldkirch noch in einer Gaststätte mit einer "Durstlöschung" überbrückt. Zurück in Feldkirch fuhren einige mit dem nächstmöglichen Zug nach Hause und der Großteil der RPP’ler gönnte sich jedoch vor der Heimfahrt wiederum im Restaurant "Flax" noch das eine oder andere Abschlussgetränk zum Veranstaltungsausklang. Mit den Geldspenden von den Februar-Geburtstagskindern Fritz Franz, Sauermoser Kurt und Zangerl Ernst sowie aus dem RPP-Rücklagenfond wurden diesmal die gesamten Führungskosten und auch ein Gutteil der Eintrittskarten bezahlt.

Organisation: Ehrbach Manfred

RPP 03-2025 - Besuch des Matschgerermuseums und des Gemeindemuseums in Absam


Für die Organisation der März-Veranstaltung konnte RPP-Kollege Guggenbichler Arno gewonnen werden. Als jahrzehntelanger Vize- und Bürgermeister von Absam nutzte er natürlich seine Kontakte, um den 35 Teilnehmern ein ansprechendes Programm bieten zu können. Am Vormittag gab es den Besuch des Gemeindemuseums, das im alten Gasthof "Kirchenwirt" im Dorfzentrum des Wallfahrtsortes untergebracht ist. Es erzählt die lokale Geschichte, vor allem über den Salzbergbau im nahen Halltal und widmet sich dem berühmten Absamer Geigenbauer Jakob Stainer (1619 - 1683), dessen Geigen auf der ganzen Welt bekannt sind.

Museumsleiter Mathias Breit führte durch "sein" Museum und referierte anschließend in seinem hochinteressanten Vortrag über den ehemaligen Salzbergbau und dieEisenbahn als Zulieferer bzw. Transportmittel. Danach gab es eine kleine Stärkung inklusive einer Spontanpräsentation zur Entstehung eines Geigeninstruments sowie einen kurzen Exkurs über Jakob Stainer.

Das Mittagessen wurde gemeinsam im gegenüberliegenden Landgasthaus "Bogner" eingenommen und hat allen ausgezeichnet gemundet. Am Nachmittag ging es zu einer weiteren Sehenswürdigkeit Absams, nämlich zum in der Nähe gelegenen Matschgerer-Museum. Dieses ist den Figuren der Absamer Fasnacht gewidmet, wie Hexen, Zottler, Klötzler, Fleckler, Flitscheler, Tschaggeler und Tuxer. Es werden neben den Gewändern auch 200 Holzlarven gezeigt, wobei die älteste an die 200 Jahre alt ist. Ebenfalls dabei das Fasserrössl, eine Figur mit einem Pferd, die den Beruf der Fassbinder darstellt. Auch Fotos, Bilder und der Film "Fasnachtsfieber in Absam" dokumentieren die Geschichte der Matschgerer und die alte Tradition der "Martha"-Dörfer. Der Umzug findet alle vier Jahre statt, das nächste Mal im Jahr 2028. Nach der Führung durch das kleine Museum - untergebracht im ehemaligen Feuerwehrhaus der Gemeinde - konnte die RPP-Truppe im angeschlossenen Vereinslokal die obligatorische Nachbesprechung durchführen.
Das Fazit: Ein überaus lehrreiches RPP-Treffen mit einem sehr gemütlichen Abschluss. Mit dem Viertelstunden-Takt der Buslinien zum Innsbrucker Hbf. konnte jeder einen Heimfahrzug problemlos erreichen. Von den ( Ex-) Geburtstagkindern wurde wieder in den RPP-Rücklagenfond gespendet: Ing. Linger Peter, Pregenzer Kurt und Sonnweber Alois. Diese werden bei späteren RPP-Treffen zur allfälligen Unterstützung von Unkostenbeiträgen herangezogen.

Organisation: Guggenbichler Arno
RPP 04-2025 - Besichtigung der Festung Nauders

Laut Programm wäre der Besuch von Schloss Naudersberg vorgesehen gewesen. Mit dem Ende der Wintersaison sperren hier jedoch alle Tourismusbetrieb bereits Mitte April zu. Deshalb wurde anstelle dessen die Besichtigung der Festung Nauders organisiert. Sowohl ein Schienenersatzverkehr zwischen Ötztal und Bludenz (Arlberg-Bahnsperre) als auch eine Umleitung über das schweizerische Martinsbruck (Bausperre B 180 Reschenstraße) konnte die 33 RPP-Teilnehmer von dem Museumsbesuch nicht abhalten. Also trafen sie sich am Bahnhof Landeck, um mit dem angemieteten Auderer-Reisebus nach Nauders und fürs Mittagessen zum Reschenpass auf rund 1.500 m Seehöhe zu fahren. Dort wurde in der direkt an der Staatsgrenze gelegenen Pizzeria "Hans" sehr gut gespeist. Anschließend fuhr die Truppe - ausgestattet mit einer behördlichen Fahrgenehmigung - die ab dem Ortsende gesperrte Bundesstraße zurück bis zur Festung Nauders (1.186 m).

Das Sperrfort Nauders wurde 1834 bis 1840 an der Passstraße über den Reschen nahe der mittelalterlichen Niklasmauer erbaut. Es ist ein mächtiger, fünfgeschossiger Steinquaderbau mit Schießscharten und wurde als Straßensperre errichtet, um das Inntal vor möglichen Truppeninvasionen aus der Lombardei oder dem Engadin zu schützen. Es ist die einzige noch vollständig erhaltene Befestigungsanlage aus dieser Zeit und dient heute als Militärmuseum. Das Gebäude verfügt über 70 Räume, wobei einige davon teilweise 20 m tief in den Felsen hinein gebaut sind. Genutzt wurden sie als Bereitschaftsräume, Aufenthaltsräume für die Besatzung, Kommandanten- und Offizierskasematten, Sanitätsräume, Küchen mit Vorratsräumen (für Proviant und Brennmaterial), Depoträume für Waffen und Ausrüstung sowie Munitionsmagazine. Zudem gab es einen großen Versammlungsraum und eine Gruft. Das Museum zeigt unter anderem Waffen, Ausrüstung und Uniformen aller Armeen, die in der Festung Nauders stationiert waren. Zudem wurde eine Ausstellung zum "Verkehr über den Reschenpass" eingerichtet.

Nach der fast zweistündigen, beindruckenden Führung durch die Festung wurden die RPP‘ler mit dem Bus denselben Weg wieder nach Landeck zurückgebracht. Einige Teilnehmer nahmen gleich die nächste Heimfahrmöglichkeit wahr. Der sogenannte "harte Kern" setzte sich noch einmal zur Nachbesprechung in der Bahnhofsbäckerei "Ruetz" zusammen und fuhr mit etwas späteren Schienenersatzverkehr-Bussen nach Hause.

Diesmal wurde von einigen Geburtstagkindern ebenfalls in den RPP-Rücklagenfond gespendet: Dimai-Pauritsch Franz, Gunsam Ernst, Habicher Alois, Jeller Herbert und Radis Wilhelm. Daraus wurde ein Gutteil der hier angefallenen Buskosten bezahlt.

Organisation: Zöhrer Erwin
RPP 05-2025 -Führung durch die Bregenzer Oberstadt

Im Mai haben sich 24 RPP’ler entschlossen, die historische Bregenzer Oberstadt zu erkunden. Auch der an diesem Tag anhaltende Dauerregen hatte sie nicht davon abhalten können. Gestartet wurde im Restaurant "Kornmesser" mit einem ausgezeichneten Mittagessen. Im Anschluss daran holte die "Fremdenführerin" die Truppe direkt bei der Gastwirtschaft ab und begann mit dem Rundgang durch die Altstadt.

Nur wenige Minuten vom neuen Stadtzentrum entfernt erhebt sich die Oberstadt und gibt einem ein Gefühl für die Geschichte des Ortes. Als mittelalterliche Stadt wird sie 1250 von den Grafen von Montfort gegründet - geschützt durch eine Stadtmauer, die großteils noch erhalten ist. Über die malerische "Meißnerstiege" gelangten die Teilnehmer von der Galluskirche zu einem der bekanntesten Bauten - zum "Deuringschlösschen". Ursprünglich mittelalterlich wird daraus um 1660 ein barockes Schmuckkästchen, heute ist es ein bekannter Gourmettempel. Am zentralen "Ehregutaplatz" steht der "Montfortbrunnen" mit einer Plastik des Minnesängers Hugo XII. von Montfort. Der Platz selber ist benannt nach einer mutigen alten Frau, die durch einen glücklichen Zufall die Stadt im Appenzeller Krieg vor dem Angriff der Schweizer warnt und damit rettet. Im hinteren Teil der Oberstadt finden Sie auch das alte Rathaus von Bregenz - ein Fachwerkbau von 1662 - und das ehemalige Gefangenenhaus. An derselben Stelle stand zuvor die Burg der Montforter, heute befindet sich in dem Bauwerk das Bundesdenkmalamt. Wenn man den alten Gassen zurück Richtung "Ehregutaplatz" folgt, gelangt man im nordöstlichen Eck der Stadtmauer zum "Martinsturm". Er prägt schon von weitem das Stadtbild und gilt als Wahrzeichen der Stadt Bregenz. Seine Kuppel ist die größte Zwiebelhaube in Mitteleuropa und der 1601 aufgestockte Turm der erste barocke Bau in der Bodenseeregion. Der mumifizierte Haifisch im Torbogen soll die Stadt vor Bösem schützen. Die Wappen sind die der Grafen von Bregenz und von Montfort - die alten Herrscher der Stadt. Von hier ging es schließlich durch den unteren Toreingang über den Stadtsteig in die ehemalige Vorstadt wieder hinunter.

Nach der rund neunzigminütigen, beindruckenden Führung durch das alte Bregenz wurde noch in der am Weg liegenden, geschichtsträchtigen Gaststätte "Zum goldenen Hirschen" eingekehrt, um die traditionelle Nachbesprechung durchführen und den aufgestauten Durst löschen zu können. Die Teilnehmer erreichten trotzdem problemlos ihre vorgesehenen Heimfahrzüge. Mit den Spenden der Mai-Geburtstagkinder Depaoli Heinz und Hanika Dietmar sowie einem Beitrag aus dem RPP-Rücklagenfond wurden hier die Kosten der Stadtführung bezahlt.

Organisation: Ehrbach Manfred, Depaoli Heinz
RPP 06-2025 - Wanderung zum Jakobskreuz Buchsteinwand

Für die Juni-Veranstaltung musste laut Wetterprognose ab Mittag mit Gewittern, Sturmböen und Hagel gerechnet werden. Die 19 Teilnehmer ließen sich jedoch von diesen Aussichten nicht abschrecken und trafen sich im Zug nach Fieberbrunn. Von hier ging es mit dem Linienbus weiter nach St. Ulrich am Pillersee zur Talstation der Buchensteinwandbahn und mit dem Vierer-Sessellift zum Ausflugsziel. Auf der Bergstation angekommen, labte sich die Truppe im Bergrestaurant "Das Weitblick" zuerst mit Speis und Trank. Danach gab es vor der Sehenswürdigkeit ein Gruppenfoto mit nachfolgender Erkundung derselben.

Das Jakobskreuz auf dem Gipfel der Buchensteinwand ermöglicht die schönsten Ausblicke im Pillerseetal. Mit seinen 1.456 m ragt er mitten im Tal in die Höhe und bietet ein unvergessliches Panorama und spektakuläre Aussichten auf die umliegende Berglandschaft der Kitzbüheler Alpen, den Wilden Kaiser, Hohe Tauern, Waidringer Steinplatte sowie die Loferer und Leoganger Steinberge. Zudem ist bei guter Fernsicht der höchste Berg Österreichs - der "Großglockner" - mit seinen 3.798 m Seehöhe mit freiem Auge sichtbar. Die RPP’ler waren sich einig, oben am 30 m hohen Jakobskreuz - dem größten begehbaren Gipfelkreuz der Welt - ist man dem Himmel ein Stück näher als woanders. Und so wurden auch die anrückenden Gewitterwolken wahrgenommen, die die anschließende kleine Wanderung, entlang eines angelegten "Blumenweges", in Form eines Rundganges im Gipfelbereich beschleunigte und die nachfolgende, sofortige Seilbahn-Talfahrt auslöste. Die Wartezeit auf den Linienbus wurde im gemütlichen Gastgarten des Restaurants "Das Bergblick" verkürzt. Knapp vor der Abfahrtszeit begann es zu gewittern mit Sturmböen, Hagel und Starkregen. Die Teilnehmer kamen trotzdem "trocken" am Bahnhof Fieberbrunn an, weil anstelle eines Umsteigens, der Busfahrer - nach Intervention von Nairz Wilfried - ausnahmsweise eine zusätzliche Haltestelle angefahren ist. Bei der Heimfahrt mit dem Zug ging es von einer Gewitterzelle in die nächste. Die Teilnehmer waren unisono von dem Ausflug beeindruckt und einige haben sich auch vorgenommen, das Pillerseetal sowie das imposanten Jakobskreuz wieder einmal zu besuchen.

Die Juni-Geburtstagkinder Gremer Karl, Pittracher Hubert, Schabus Helmut und Strobl Johann haben in den RPP-Rücklagenfond gespendet. Diese werden bei späteren RPP-Treffen zur allfälligen Unterstützung von Unkostenbeiträgen herangezogen.

Organisation: Nairz Wilfried
RPP 07-2025 - Entlang des Piller Moorlehrpfades

Um dem Titel "Entlang des Piller Moorlehrpfades" auch gerecht werden zu können, wurde mit Bazzanella Reinhard ein Bergwander- und Naturführer aus Fließ und ehemaliger ÖBB-Arbeitskollege für die Wissensvermittlung engagiert. Insgesamt 33 Teilnehmer trafen sich hierfür am Bf. Landeck, um mit dem Sonderbus der Fa. Auderer zum Ausgangspunkt der Wanderung auf rund 1500 m Seehöhe inmitten des schönen Bergwaldes am Piller Sattel gebracht zu werden.

Entlang des eindrucksvollen Rundwanderweges gab es Informationen zur Entstehung von Mooren, zur Moorvegetation, wie "fleischfressender" Pflanzen und besonderer Tierarten, sowie dem Torfabbau am Piller Moor. Vom "Moorturm" hatte die Truppe einen grandiosen Ausblick auf das etwa 1,5 Hektar große Latschen-Hochmoor. Von hier ging es weiter in den nördlichen Teil des Naturdenkmals, dem sogenannten "Putzenmoos". Dort wurde zwischen 1949 und 1971 von Hand Torf abgebaut und dadurch das ehemals intakte Moor großflächig zerstört. Trotzdem übte gerade dieser Bereich des Lehrpfades eine besondere Faszination auf die RPP’ler aus - gibt er doch einen Einblick in die langsame Entstehung dieser interessanten und selten gewordenen Lebensräume. Anschließend wanderte die Truppe durch den Wald zum Naturparkhaus Kaunergrat weiter, um gemütlich das verdiente Mittagessen einzunehmen.

Danach besichtigten die Teilnehmer den vom Naturparkhaus nur einen "Steinwurf" entfernt liegenden bronzezeitlichen Kultplatz, der über 2000 Jahre - bis zum Ende des römischen Reiches - für rituelle Opferungen genutzt wurde. Ebenfalls nicht fehlen durfte der "Gache Blick", denn von hier hat man nicht nur einen fantastischen Ausblick auf das Obere Inntal, sondern auch auf die umliegenden, imposanten Berggipfel. Weil bis zur vorgesehenen Bus-Rückfahrt etwas Zeit übrigblieb, konnten sich die RPP’ler noch mit einem Nachschlag, wie Kaffee und Kuchen oder einem Getränk verwöhnen.

In Landeck angekommen, verabschiedete sich der Großteil zur Heimfahrt mit den nächstmöglichen Zügen. Der verbliebene Rest hielt davor in der ESV-Kegelbahn noch die obligate Nachbesprechung ab. Damit war es den passionierten Kartenspielern außerdem möglich, die Watterpartie mit der Ermittlung der "Nockenprinzen" zu beenden. Die Geburtstagkinder Feichtner Robert, Habicher Otto und Zöhrer Erwin, sowie die Unterstützer Haslinger Alfred mit Kollegen, Mühlegger Otto sowie Weber Karl haben in den RPP-Rücklagenfond gespendet, aus dem die gesamten Buskosten für dieses Treffen bezahlt wurden.

Organisation: Zöhrer Erwin
RPP 08-2025 - Besuch des "Nenzinger Himmels" im Gamperdonatal

In den "Nenzinger Himmel" (1.370 m) kommt nicht jeder, sagt man. Denn erstens liegt die idyllische Alpsiedlung versteckt am Ende eines Tales. Und zweitens kann man nur mit einem Zubringerbus oder Taxi hinfahren. Dementsprechend ruhig und naturbelassen ist es im "Himmel". Trotz regnerischem Wetter wollten so viele wie noch nie in diesem Jahr unbedingt das irdische "Pardies" sehen. Also trafen sie sich am Bf. Bludenz und funren mit zwei 20-sitzigen Sonderbussen und einem PKW (mit Berechtigung) diesem entgegen.

Die Straße ist abenteuerlich und kurvig. Links felsige Wände. Rechts die Schlucht, die der Fluss Meng im Laufe der Jahrtausende gegraben hat. Nach rund 16 Kilometern öffnet sich das Tal. Die Alpsiedlung mit dem klingenden Namen "Nenzinger Himmel" zeigt sich. Gut 180 Ferien- und Alphütten stehen in lockerem Verbund, die meisten sind aus Holz gebaut. Dazwischen Wiesen und Weiden, ringsherum Wälder und imposant ansteigende Berge. Wanderwege führen zu kleinen Seen, munteren Wildwässern, Wasserfällen und zur Sennerei. Wer höher hinauf will, erklimmt einen der Gipfel und überblickt von oben die Bergwelt von Vorarlberg, dem Fürstentum Liechtenstein und der Schweiz. Zum Einkehren und zum Mittagessen lud der urige Alpengasthof "Gamperdona" ein. Dort mundete den Teilnehmern sowohl Speis als auch Trank ausgezeichnet.

Im Anschluss nutzten die meisten RPP’ler die Gelegenheit, die Umgebung mit einer kleinen Wanderung zu erkunden. Aufgrund des regnerischen Wetters galt hier das Motto "Barfuß im Regen" … (Michael Holm, 1970) oder "Singing in the rain" … (Frank Sinatra, 1966). Vor der Rückfahrt trafen sich alle wieder im Alpengasthof zu einem gemeinsamen, gemütlichen Meinungsaustausch im "Nenzinger Himmel" … In Bludenz angekommen, verabschiedete sich ein Teil zur Heimfahrt mit den nächstmöglichen Zügen. Der verbliebene Rest hielt im Restaurant "Kohldampf" (ehemals Gasthaus Fohrenburg) noch die obligatorische Nachbesprechung ab und fuhr danach mit den geplanten "Öffis" nachhause zurück. Die (Ex-) Geburtstagkinder Perkhofer Hans, Riemer Herbert und Trescher Walter haben in den RPP-Rücklagenfond gespendet, aus dem ein Teil der Buskosten für dieses Treffen bezahlt wurden.

Organisation: Wlcek Franz

Sonder-RPP 2025 "Abstecher in die Grüne Mark"

Unser "Vorarlberger" Kollege aus Kärnten - Drolle Gerd - hatte bereits vier der bisherigen dreizehn Sonder-RPP-Veranstaltungen (2013/16/20/23) selbst oder mit Team erfolgreich organisiert. Auch in diesem Jahr übernahm er mit Habicher Alois wiederum die Gesamtorganisation für den mehrtägigen Ausflug in die Steiermark. Untergebracht wurde die 35 Mann starke RPP-Truppe im Bahnhofsnahen Hotel Radisson Graz, von wo sie aus dann die Sehenswürdigkeiten von Graz und Stainz erkunden und ebenso einige interessante "Schmankerln" erfahren konnten.

Mittwoch, 24.09.2025
Im Einladungsschreiben Anfang März wurde für die Anreise aus Vorarlberg RJX 765 und aus Wien RJ 73 angeführt. Beim aktuellen "Lagebericht" an die Teilnehmer musste auf eine überraschende Änderung der Reiseinformationen im ÖBB-Fahrplantool hingewiesen werden, denn auf einmal gab es einen Schienenersatzverkehr zwischen Bischofshofen und Stainach-Irdning. Also reisten die West-RPP'ler unterschiedlich nach Graz an. Der Großteil blieb auf der Stammstrecke mit vorgegebenen Schienenersatzverkehr, ein Teil fuhr mit dem Railjet bis Linz und die Phyrstrecke sowie einzelne über Wien und die Südbahn nach Graz. Für die Ost-Kollegen ergab sich dadurch eine etwas spätere Anreise in die Steirische Landeshauptstadt. Die Zugankünfte erfolgten pünktlich in einem Zeitfenster von zirka einer halben Stunde. Alle trafen sich an der Hotelrezeption für die Zimmerzuteilung und die Schlüsselausgabe. Danach warteten bereits die Stadtführer mit den Straßenbahnfahrscheinen auf die Teilnehmer - in zwei Gruppen aufgeteilt - zur Fahrt in die Altstadt zu einem Rundgang mit einer Besichtigung der vielen Sehenswürdigkeiten.
Graz ist mit rund 305.000 Einwohnern (Stand 01-2025) die zweitgrößte Stadt Österreichs und genießt zahlreiche Titel: Die steirische Hauptstadt ist nicht nur Kulturhauptstadt, sondern auch Genusshauptstadt und City of Design. Mit vier Universitäten und vier Fachhochschulen gilt Graz als absolutes Studierendenmekka und ist daher dementsprechend bunt, vielseitig und kreativ. Der Spaziergang durch die Grazer Altstadt ist wie eine Reise durch die Jahrhunderte - kein Wunder, dass das historische Zentrum seit 1999 zum UNESCO-Welterbe zählt. Es ist ein Eintauchen in den harmonischen Mix aus mittelalterlichen Gassen, italienischer Renaissance und futuristischer Architektur. Der klassische Rundgang beginnt am Grazer Hauptplatz, dem pulsierenden Herz der Stadt. Er wird dominiert vom imposanten Rathaus und dem Erzherzog-Johann-Brunnen, der dem "steirischen Prinzen" gewidmet ist.
Von hier aus verzweigen sich die charmanten Gassen der Altstadt. In der Herrengasse, der Haupteinkaufsstraße, steht das Grazer Landhaus. Der von Domenico dell'Allio im 16. Jahrhundert entworfene Arkadenhof gilt als einer der bedeutendsten Renaissancebauten Mitteleuropas. Direkt daneben beherbergt das zwischen 1642 und 1645 erbaute Landeszeughaus die weltweit größte historische Waffenkammer. Diese wurde von den Sonder-RPP'lern natürlich erkundet. Im Inneren lagern auf vier Stockwerken rund 32.000 Exponate. Es fungierte Im 16. und 17. Jahrhundert als zentrales Logistikzentrum und war damals kein Museum, sondern ein Depot, das im Falle eines Angriffs tausende Soldaten innerhalb kürzester Zeit ausrüsten konnte. Die Waffen sind nicht in modernen Vitrinen ausgestellt, sondern lagern in den originalen, dunklen Holzregalen und an Wänden, fast so, als stünden sie für den nächsten Einsatz bereit. Hier gibt es hunderte von Harnischen, Helmen und Schilden. Bemerkenswert sind die prunkvollen Ritterrüstungen für den Adel sowie die funktionalen "Halbharnische" für das einfache Fußvolk. Eine riesige Auswahl von Blankwaffen wie Schwerter, Säbeln, Dolchen und Hellebarden füllt ganze Säle. Die Sammlung von Feuerwaffen umfasst historische Musketen, Pistolen und Kanonen sowie das dazugehörige Equipment wie Pulverhörner. Ein seltenes Glanzstück ist der komplett erhaltene Rossharnisch aus dem 16. Jahrhundert. Kaiser Joseph II. hatte im 18. Jahrhundert viele Zeughäuser im Reich auflösen lassen, das Grazer Arsenal blieb dank der Intervention der steirischen Landstände als "Denkmal der Landesgeschichte" erhalten. Anschließend ging es durch den imponierenden Landhaus-Innenhof weiter durch die engen Gassen mit vielen eindrucksvollen Gebäudefassaden, versteckten Innenhöfen und auch mit etlichen Geschichten und Anekdoten dazu, erläutert von den Stadtführern. Zwischenstationen gab es unter anderem noch bei der Grazer "Burg" mit der gotischen Doppelwendeltreppe, der Katharinenkirche mit dem Mausoleum (Ruhestätten von Ferdinand II. und seiner Familie), dem Opernhaus und dem Glockenspielplatz, um hier nur einige weitere Sehenswürdigkeiten zu nennen. Den krönenden Abschluss dieser Stadterkundung gab es im historischen Wirtshaus "Glöckl Bräu" mit einem gemütlichen und ausgiebigen Abendessen. Danach konnten die Teilnehmer die Freizeit nach ihren Vorstellungen gestalten, wie sie wollten. Die meisten trafen sich schließlich noch zu einem Abschlussgetränk an der Hotelbar.

Donnerstag, 25.09.2025
Nach einem guten und ausreichenden Frühstück wartete um 09:00 Uhr bereits der Reiseleiter und der Bus vor dem Hotel. Pünktlich startet die RPP-Truppe die Fahrt in die knapp 31 km entfernte Marktgemeinde Stainz, dem Ausgangspunkt der rund 11 km langen historischen 1892 eröffneten Schmalspurbahn. Mit dem legendären "Stainzer Flascherlzug" - benannt nach dem berühmten Wunderheiler "Höllerhansl" - fuhr man vom Bahnhof Stainz entlang der steirischen "Ölspur" durch das weststeirische Schilcher- und Kernölland nach Preding-Wieselsdorf und zurück, mit Zwischenhalten in Herbersdorf, Neudorf und Kraubath. Sowohl im Zug als auch auf den Haltestationen wurden die Fahrgäste nicht nur mit Kulinarik und mit Getränken verwöhnt, sondern ebenso mit humoristischen sowie musikalischen Schmankerln unterhalten. Die meisten der Teilnehmer kosteten das ein oder andere Glas "Sturm" und waren begeistert vom teilvergorenen, herbstzeitlichen Traubensaft. Natürlich wurde von allen Fahrgästen die aufgelegte Petition gegen die Einstellung dieser Fremdenverkehrsattraktion unterschrieben. Nach etwas mehr als zwei Stunden endete die gemütliche, nostalgische Eisenbahnfahrt wieder im Bahnhof Stainz.
Weiter ging es anschließend zum nur wenige Minuten entfernten und mit einer Falstaff-Haube prämierten Hotel-Restaurant "Stainzerhof" zum Mittagessen. Die servierten Speisen und Getränke mundeten ausgezeichnet. Im Anschluss stand der Museumsbesuch im ebenfalls nur wenige Minuten entfernten Schloss Stainz am Programm. Dieses beherbergt drei bedeutende Sammlungen des Universalmuseums Joanneum: das Jagdmuseum, das Landwirtschaftsmuseum und das Erzherzog Johann Museum. Die RPP'ler entschieden sich nach einer kurzen Diskussion für die Besichtigung des Landwirtschaftsmuseums und des Erzherzog Johann Museums. In zwei Gruppen aufgeteilt wurde nun jeweils eine Ausstellung angeschaut. Im Landwirtschaftsmuseum wird die Vielfalt der land- und forstwirtschaftlichen Arbeits- und Lebensbereiche ausführlich dargestellt und spannt einen weiten Bogen von der vorindustriellen Zeit bis hin zu den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Historische Objekte und aktuelle Erkenntnisse rund um das Thema Ernährung sind hier aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der bäuerlichen Arbeit spannend präsentiert. Das Erzherzog Johann Museum setzt sich mit dem Leben und Wirken seines Stifters auseinandersetzt. Es zeigt mit vielen Originalobjekten eine Darstellung der Ideen, Modelle, Institutionen, aber auch Schwierigkeiten im Leben von Erzherzog Johann. So erhält der Mythos rund um diese Persönlichkeit mit Blick auf das Leben im 19. Jahrhundert neue Gesichtspunkte. Wer sich noch nicht sattgesehen hatte, konnte ebenfalls das Jagdmuseum durchstreifen. Dieses zeigt Jagdkultur in all ihren Facetten und widmet sich neben einem ausführlichen kulturhistorischen Überblick auch dem Zusammenspiel von Mensch und Natur. Nach so viel Kultur hatten die meisten Durst und suchten daher das Museumscafé auf.
Nur wenige Minuten vor der vereinbarten Abfahrtszeit brach die Truppe etwas verfrüht zum Besuch der "Bäuerlichen Ölmühle Farmer-Rabensteiner" im zirka 6,4 km entfernten Bad Gams auf. Leider wurde dabei auf Weiss Wilfried zum Mitnehmen vergessen. Nachdem die Gruppe bei der Ölmühle abgeliefert worden war, fuhr der Busfahrer noch einmal zum Schloss zurück und brachte ihn ebenfalls hierher. Im Betrieb gab es fachkundige Erläuterungen vom Anbau des Steirischen Ölkürbis bis zum fertigen Erzeugnis, sowie eine praktische Vorführung an der Ölpresse, wo man den Weg vom Steirischen Kürbiskern bis zum frisch gepressten Kürbiskernöl ansehen konnte. Bei der Produktpräsentation gab es von der Veredelung der hofeigenen Produkte bis hin zur Kernölkosmetik, verschiedener Essig- und Weinsorten und noch einiges mehr zum Verkosten und zum Kaufen. Viele nutzten die Gelegenheit und deckten sich da mit den unterschiedlichsten Dingen ein. Die Rückfahrt mit dem Bus endete im noblen Waltendorf beim Schloss Lustbühel, einem bekannten "Heurigen" mitten im 9. Grazer Stadtbezirk. Zum Tagesabschluss gab es dort für alle eine sehr üppige Jause als Abendbrot und natürlich ausreichend Getränke für den Durst. Die Rückkehr ins ca. 8 km entfernte Hotel erfolgte einzeln oder in Kleingruppen mit einem Taxi oder mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln. Die meisten RPP'ler ließen auch diesmal wieder den Abend an der Hotelbar ausklingen.


Freitag, 26.09.2025
Vor der Rückreise trafen sich die Teilnehmer im Hotel noch einmal bei einem ausreichenden Frühstück, bevor sie sich auf den Heimweg machten. Grundsätzlich fuhren sie die Strecken so nach Hause, wie sie nach Graz angereist sind. Um sich ein Umsteigen zu ersparen, nahmen jedoch einige den um etwa eine Stunde vorverlegten und über Villach umgeleiteten Stammzug nach Vorarlberg. Zusammenfassend haben aber alle ihren vorgesehenen Zielbahnhof mehr oder weniger pünktlich erreicht.

Organisation: Drolle Gerd,Habicher Alois

RPP 09-2025 - Barockbaumeister-Museum Au-Schoppernau im Bregenzerwald

Die September-Veranstaltung wurde aufgrund des Sonder-RPP's 2025 auf Anfang Oktober verlegt. Das Ausflugsziel war das Barockbaumeister-Museum in Au im Bregenzerwald. Die meisten der 22 Teilnehmer hatten eigentlich keine Vorstellung, was es hier zu entdecken gab. Nach dem Museumsbesuch waren sich alle einig, dass sich die Fahrt in den schönen Bregenzerwald auf jeden Fall gelohnt hat. Aber der Reihe nach:

Die RPP-Truppe traf sich am Bf. Bludenz, um bei wolkenlosem Himmel mit dem gemieteten Reisebus der Fa. Haueis über das Faschinajoch nach Au-Schoppernau in den Bregenzerwald zu fahren. Das Tal begeisterte mit den vielen schönen Ausblicken und der imposanten Bergwelt. Am Zielort angekommen, gab es im historischen Gasthaus "Löwen" ein traditionelles und üppiges Mittagessen mit "Käsknöpfle", gebackenen Hühnerschnitzeln und Salat. Ein abschließendes Schnapserl sorgte dafür, dass die Verdauung entsprechend angeregt wurde. Anschließend ging es über die Straße zum gegenüberliegenden Museum.

Das Barockbaumeister Museum wurde im September 2021 eröffnet und beschäftigt sich mit der Gründungsgeschichte der "Auer Zunft", dem Wirken der Barockbaumeister und der zeitgenössischen Gestaltungskompetenz der Handwerkerzunft. Das Museum befindet sich im renovierten "Kurathus". Die Ausstellung reflektiert die Verbindung von Land und Stil, Identität und Qualität. Mehr als 800 Kirchen, Klöster und Profanbauten errichteten die Bregenzerwälder Barockbaumeister in Süddeutschland, der Schweiz und im Elsass. Darunter die Klosterkirche und die Stiftsbibliothek St. Gallen, das Kloster Einsiedeln, die Kirche von Birnau oder Ebersmünster im Elsass. Der Museumsführerin gelang es mit ihren Ausführungen, die RPP’ler zu fesseln und dadurch auch viele Fragen auszulösen. Eine Geschichtsstunde der Extraklasse.

Danach trat die RPP-Truppe wieder die Rückfahrt nach Bludenz an, aber diesmal führte die Strecke über den Schröcken, Hochtannbergpass und Flexenpass. Die sogenannte Nachbesprechung zum Treffen wurde vor der Heimfahrt noch im Restaurant "Kohldampf" (ehemals Gasthaus Fohrenburg) in Bludenz durchgeführt. Die (Ex-) Geburtstagkinder Fuchs Sebastian und Ganahl Norbert haben in den RPP-Rücklagenfond gespendet, aus dem ein Gutteil der Buskosten für dieses Treffen bezahlt wurden.

Organisation: Ehrbach Manfred
RPP 10-2025 - Besuch der Tiroler Glashütte Fa. Riedel in Kufstein

Im Oktober trafen sich 29 RPP'ler am Bahnhof Kufstein, um der bekannten Tiroler Glashütte Fa. Riedel einen Besuch abzustatten. Zuvor wurde jedoch im Griechischen Restaurant "Cavos" das leibliche Wohlbefinden mit einem Begrüßungs-Ouzo (Schnapserl) und einem guten Mittagessen zufriedengestellt. Anschließend fuhr die Gruppe gemeinsam mit dem Linienbus direkt zur Glashütte.

Schenkt man sich Trinkgläser aus Tirol, dann gibt es nur eine Adresse: Glashütte "Riedel" in Kufstein, gegründet im Jahr 1756 in Böhmen. Gestartet wurde im firmeneigenen Museum und seiner umfangreichen Sammlung an Glasobjekten von selbstproduzierten Waren, anschließend ging es in die Produktionshalle zu den Schmelzöfen. Dort konnten die Teilnehmer erleben wie ein Glas entsteht, mit welcher Sorgfalt es geblasen und von Hand gefertigt wird. Seit 4000 Jahren hat sich an der Zusammensetzung des Glases nichts geändert. Es sind die natürlich vorkommenden Grundstoffe Quarz, Kalk undAlkalien, die bei einer Tempe­ra­tur von 1000 Grad Celsius flüssig und somit formbar werden. Es sind "nur" 2000 Jahre vergangen, seitdem die Glasmacherpfeife im alten Rom zum ersten Mal verwendet wurde. Damit war es möglich, Glas in Formen zu blasen. In der Manufaktur in Kufstein stellen die Glasmacher noch heute nach dieser antiken Methode mit großer Sorgfalt und Präzision die weltberühmten Riedel Gläser mundge­blasen und von Hand her. Claus J. Riedel war der erste in der langen Geschichte des Glases, der in den späten 1950er Jahren die Formgebung dem Charakter des Weines untergeordnet hat. Er ist damit der ­Erfinder des funktionalen Weinglases. Das und noch vieles mehr hat die RPP-Truppe bei der hochinteressanten, neunzigminütigen Führung dabei gesehen und erfahren.

Danach fuhr die Gruppe mit dem Linienbus wieder in Richtung Bahnhof zurück. Der überwiegende Teil stieg aber schon früher aus, um im Gasthaus "Goldener Löwe" die Exkursion reflektieren und auch die "Neuigkeiten" seit dem letzten Treffen austauschen zu können. Außerdem wurde so nebenbei der aufgestaute Flüssigkeitsmangel behoben. Diese Teilnehmer kamen mit ihren Heimfahrzügen ebenfalls - wie geplant - zeitgerecht zuhause an. Die Kollegen DI Musyl Georg und Usel Werner haben jeweils eine Geburtstagsgabe in den RPP-Rücklagenfond gespendet, aus dem diesmal eine Anerkennung für die tolle Führung und die Tickets für den Linienbus in Kufstein bezahlt wurden.

Organisation: Nairz Wilfried

RPP 11-2025 - Besuch des Heimat- und Krippenmuseums Zirl

Seit dem 17. Jahrhundert ist Zierl neben Thaur eines der Zentren des Tiroler Krippenbaus. Diesem Thema ist auch das Heimat- und Krippenmuseum Zirl gewidmet, das eine exklusive Sammlung an Zierler Weihnachts- und Fastenkrippen zeigt. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten im Ort zählen die Pfarrkirche zum Heiligen Kreuz mit Fresken des Kirchenmalers Franz Plattner und die Ruine Fragenstein, die hoch oben über dem Dorf thront. 1209 wurde dieses Schloss erbaut, aber dann Anfang des 18. Jahrhunderts im Zuge des Spanischen Erbfolgekriegs zerstört.

Also trafen sich 25 RPP’ler im November am Bahnhof Zirl, um das kleine Museum in Zirl zu erkunden. Aber davor gab es in dem gegenüberliegenden italienischen Restaurant "Sapori" ein hervorragendes Mittagessen, das mit einer Getränkerunde der "Geburtstagskinder" Hörtnagl Georg und Mairhofer Peter abgerundet wurde. Danach wanderten die Teilnehmer knapp 1,4 km gemütlich zum alten Gemeindeamt, wo das Museum im ersten Stock untergebracht ist. Seine einzigartige Sammlung an Fasten- bzw. Oster- und Weihnachtskrippen umfasst sowohl seltene Papierkrippen und mehrere Fastenkrippen als auch prunkvolle Barockkrippen. Der Querschnitt durch die Tiroler Krippenkunst wird ergänzt durch die Dokumentation der Gemeindegeschichte Zirls. Dazu gehören Funde aus der Zeit um 1000 v. Chr., Gegenstände aus alten Dorfkapellen und Bauernhöfen und eine eigene Dorfbildchronik. Teil der Sammlung sind auch die Skizzen und Zeichnungen des Kirchenmalers Franz Plattner (1826-1887) und die fast vollständig zerstörten Labrumfahnen von Franz Seelos, die wiederhergestellt wurden. Mit viel Kompetenz und Fachwissen präsentierte die engagierte Museumsleiterin Mag. Neuner Sabine den RPP‘lern die wertvollen Schätze "ihrer" Sammlung. Schade ist jedoch, dass die Gemeindeführung für die vielen interessanten Exponate nur so wenig an Räumlichkeiten zur Verfügung hat. Trotzdem waren alle von den Ausführungen sowie dem Gesehenen begeistert und verabschiedeten sich hier mit dem von Zöhrer Erwin mitgebrachten und für "Krippeler" wichtigen "Gloria-Wasser" (= Schnapserl).

In Ermangelung von offenen Gastlokalen in Zirl fuhren die meisten der Teilnehmer entweder mit dem Bus oder der Bahn sofort wieder nach Hause. Ein kleiner Teil davon verkürzte aber mit den Vorarlberger Kollegen die Wartezeit für deren Heimfahrzüge in einem Lokal am Innsbrucker Hbf. Die RPP‘ler Marignoni Alfred, Raneburger Martin und Schöpf Peter haben jeweils einen Beitrag oder eine Geburtstagsgabe in den RPP-Rücklagenfond gespendet, aus dem diesmal ein Anerkennungsbeitrag als freiwillige Spende für das Museum bezahlt wurden.

Organisation: Habicher Alois
RPP 12-2025 - Jahresausklang im Gasthaus Stern in Mittenwald

Zum Jahresende noch einmal die vergangenen zwölf Monate Revue passieren lassen - das zeigt uns in Kurzversion, wie vielfältig das RPP-Veranstaltungsjahr 2025 doch war. Tatsächlich vergisst man viele kleine Dinge oder schöne Erlebnisse. Helfen wir unserer Erinnerung auf die Sprünge, indem wir den RPP-Kalender, den Fotolink auf der Homepage oder dann das RPP-Jahrbuch zu Hilfe nehmen. So werden Ereignisse und einzelne Tage wieder lebendig: Erinnern wir uns z.B. noch an das Gemeinde- und an das Matschgerermuseum in Absam im März? Oder auch an die Juni-Wanderung am Jakobskreuz Buchensteinwand in Sankt Jakob in Haus am Pillersee? Oder vielleicht an den Sonder-RPP im September unter dem Titel "Ein Abstecher in die grüne Mark" nach Graz und Stainz in der Steiermark? Schöne Erlebnisse machen außerdem rückwirkend noch glücklich. Und nun zum Jahresende ist es Zeit, die kleinen und großen Glücksmomente der vergangenen Monate zu feiern. Auch solche Kleinigkeiten verdienen Anerkennung. Das Organisationsteam darf daher sicherlich stolz darauf sein und sich auch über den großen Anklang und über die vielen Teilnahmen freuen. Natürlich tragen die positiven Rückmeldungen zum Jahresprogramm 2026 ebenfalls zur weiteren Motivation der RPP-Organisatoren bei, im Sinne der Kollegenschaft weiterzumachen. Somit kann das neue Jahr getrost kommen.

Beim Jahresausklang im Gasthof Stern in Mittenwald wurde von den 39 Teilnehmern allen Verantwortlichen der (14) Veranstaltungen sowie den Homepage-Betreuern für ihre gelungenen Anstrengungen ein ganz großes Dankeschön ausgesprochen. Gleiches gilt natürlich für die Fotografen, die mit ihrem umfangreichen Fotomaterial (3.352 Fotos) alle Zusammenkünfte immer bestens dokumentiert haben. Schlussendlich ist ebenso den (100) RPP’lern für die zahlreichen Teilnahmen (398) an unseren gemeinsamen Treffen ein besonders herzlicher Dank geschuldet. Die RPP‘ler Prugg Walter, Rath Eduard und Waldner Werner haben jeweils eine Geburtstagsgabe in den RPP-Rücklagenfond gespendet, der bei den kommenden, diversen RPP-Veranstaltungen für allfällige Unkostenbeiträge herangezogen wird.

Organisation: Habicher Alois
2024
Die frühere "wilde" Zeit ist wohl vorbei, wir haben das Wilde gegen das Milde getauscht. Altersmilde kommt von selbst - doch nicht jeder findet sie. Mancher ist ja so viel g'scheiter, weiß alles, kann alles und das auch noch viel besser. Dem Weisen bleibt ein mildes Lächeln. Eine Studie aus Cambridge hat einen bemerkenswerten Zusammenhang angedeutet: die Strukturen des Gehirns, die sich im Alter verändern, sorgen auch für eine Veränderung des Charakters. So könne es durchaus sein, dass Menschen im Alter in ihren Urteilen milder, in ihrem Mitfühlen aufmerksamer werden. Dann wären wir fein raus – und bräuchten nur noch auf ein gewisses Alter zu warten, bis sich unser Charakter von selbst aufräumt. Leider sagt die Studie nicht, ab welchem Alter man mit diesem schönen Ergebnis rechnen darf. Allerdings gibt es eine Spur, der man auch folgen kann, wenn man sich noch jung fühlt: die Altersmilde. Vielleicht kommt sie irgendwann von selbst, vielleicht kann man auch ein bisschen davon schon vorwegnehmen und den manchmal bewusst ungenauen Blick und die Güte, die aus vielen bedachten Erfahrungen besteht, im täglichen Alltag leben.

RPP 01-2024 - Besuch der Kunstschlosserei und Kunstgalerie Amort in Matrei am Brenner

War das eine Vorfreude, als Organisator und Rennleiter Hörtnagl Georg zwei Tage vor dem RPP-Treffen meldete, dass ausreichend Schnee auf der Rodelbahn sowie an den Seitenbegrenbzungen vorhanden ist und die Strecke sich in einem Topzustand präsentiert. Die Wetterprognose war leider nicht so erfreulich, denn am Vortag und am "Renntag" selbst war Regen bis in die Höhenlagen von 1500 m angesagt. Der sogrnannte "Kälteeinbruch" entpuppte sich als wärmster Tag des Winters mit sage un schreibe +18° Celsius. Dann die Hiobsbotschaft am frühen Morgen des Ausflugstages mit der Sperre der gesamten Rodelbahn, Glatteis auf dem Weg zur Waldrast und auch auf der Bahn selbst.


Aber nicht verzagen, denn im Wipptal gibt es immer eine Alternative bzw. ein „aus dem Hut gezaubertes“ kurzfristiges Ersatzprogramm. Hörtnagl Georg aktivierte in Matrei am Brenner seine Kollegen der Künstlerfamilie Amort mit einem Besuch in der Kunstschlosserei und einer kleinen praktischen Handwerkspräsentation. Innerhalb kürzester Zeit schmiedeten die Brüder Georg und Paul einen kleinen Pinguin und ein Seepferdchen aus glühendem Eisen. Danach schauten die 17 „wetterfesten“ RPP’ler auch noch beim international bekannten Künstler Anton vorbei, der sein Atelier und seine Kunstgalerie zur Besichtigung öffnete. Seine Arbeiten - Schleifbilder mit der Flex als Malutensil, Akt- und Landschaftsmalerei, Stahl- und Steinskulpturen, usw. - zeugten von seinem außerordentlichen Talent.

Im nahegelegenen "Tenniscafe" wurde anschließend das Mittagessen eingenommen und danach noch die traditionelle Nachbesprechung gemeinsam durchgeführt. Dazu gab es von den (Ex-)Geburtstagskindern Mairhofer Peter, Sonnweber Josef und Weiss Wilfried zwei gesponserte Getränkerunden zur Durstbekämpfung. Die Spende von Rath Eduard wird bei späteren RPP-Treffen zur allfälligen Unterstützung von Unkostenbeträgen herangezogen. Da kein Rodelrennen stattfinden konnte wurden die Tagessieger durch das Los ermittelt und mit den "verderblichen" Ehrenpreisen in Form einer Brettljause ausgezeichnet. Gewonnen haben Weiss Wilfried, Radis Wilhelm und Hanika Dietmar. Wie das obligatorische "Ladinisch"-Watten der passionierten RPP-Kartenspieler ausgegangen ist, bedarf noch einer intensiveren Recherchearbeit ... Ein herzliches DANKESCHÖN an unseren RPP-Koll. Hörtnagl Georg für die schnelle Ersatzorganisation mit dem " Besuch der Kunstschlosserei und der Kunstgalerie Amort " in Matrei am Brenner anstelle unseres wegen Föhn, Regen und Warmwettereinbruchs kurzfristig abgesagten Rodelevents vom Kloster Maria Waldrast!

Organisation: Hörtnagl Georg
RPP 02-2024 - Besuch des Vorarlberger Militärmuseums in Bregenz

Im Februar stand in Bregenz der Besuch des Voralrberger Militärmuseums auf dem RPP-Jahresprogramm. Der rund 160 Jahre alte Gebäusekomplex der Bilgeri-Kaserne befindet sich am Nordrand der Stadt und ist schon von weitem sichtbar. Es ist die Heimstatt des Militärkommandos Vorarlberg und auch der Räumlichkeiten des Museums. Vom Bahnhof spazierten die 32 Teilnehmer nur wenige Minuten bis zum Gasthaus "Kornmesser", um vor dem Museumsbesuch noch den Hunger mit einem guten Mittagessen zu stillen. Anschließend ging es zur nur wenige Minuten entfernten Kaserne weiter. Am Eingang empfing Museumsleiter Oberst i.R. Fitz Erwin die interessierte RPP-"Truppe".

Vor dem Eintritt in die Ausstellungsräume befindet sich ein historischer Freskenzyklus sowie die sehenswerten Wandmalereien zur Landesverteidigungsgeschichte des bedeutenden Vorarlberger Malers Martin Häusle. Im Freskenzyklus sind folgende Ereignisse dargestellt: der Entsatz von Bregenz 1408, der Bauernkrieg von 1525, der Dreißigjährige Krieg von 1618 bis 1648, der Österreichische Erbfolgekrieg von 1740 bis 1748, die Koalitionskriege von 1792 bis 1805, die Volkserhebung von 1809 sowie die Kaiserjäger von 1820 bis 1866. Prof. Fitzgeht in seinem historischen Streifzug besonders auf das Geschehen in Vorarlberg während der dargestellten Zeiträume ein. Bei näherer Befassung gibt es zu den Bildern Sagenhaftes und Reales zu erläutern sowie zu bemerken. Die Ausstellungsstücke der "Vorarlberger Militärgeschichtlichen Sammlung" zeigen beispielsweise die Zeiträume von der römischen Okkupation um 15 v.Chr. bis zum Schwabenkrieg 1499 oder die Zeit der Kriegshandwerker und Landesverteidiger. Hier erfährt man unter anderem, wie sich die hiesigen Erbfolgekriege auf die Region Vorarlberg auswirkten oder wie bedeutungsträchtig die Koalitionskriege für das gesamte Gebiet waren. Auch die Abwehrkämpfe bei Feldkirch aus dem Jahr 1799 werden thematisiert und geben somit auch militärhistorische Einblicke in die problembehaftete Verteidigungsgeschichte der Bodenseeregion. Nach dem fast zweistündigen, spannenden "Geschichtsunterricht" entließ Prof. Fitz die RPP’ler wieder am Kasernentor ins zivile Leben. Einige Teilnehmer gingen sofort in Richtung Bahnhof zu den Heimfahrzügen und der Rest wollte im Gasthaus "Kornmesser" die Eindrücke zum Abschluss noch einmal reflektieren und diskutieren. Dabei wurde so nebenbei der Durst mit einer von Weber Karl gesponserten Getränkerunde gemildert. Übrigens, diegroßzügigen Geldspenden der Februar-Geburtstagskinder Fritz Franz und Zangerl Ernst werden bei RPP-Veranstaltungen zur Bezahlung für diverse Eintritte, Führungen, Sonderbus-Kosten, Trinkgelder, oder dergleichen verwendet.

Organisation: Ehrbach Manfred

RPP 03-2024 - Besuch des Zillertaler Regionalmuseums in Zell am Ziller

Insgesamt 28 Teilnehmer trafen sich im März in Jenbach, um mit der Zillertalbahn nach Zell am Ziller zur Haltestelle "Laimach Regionalmuseum" zu fahren, denn dort stand ein Museumsbesuch auf dem Programm. Bevor jedoch die Besichtigungstour gestartet wurde, ging es über die Ziller zum gegenüberliegenden Restaurant "Metzgerwirt" zu einem guten Mittagessen. Dieses schmeckte den RPP’lern gleich um einiges besser, da die März-Geburtstagskinder Jeller Herbert, Ing. Linger Peter und Mühlegger Otto eine Getränkerunde dazu beisteuerten. Anschließend stand der Stippvisite im Museum nichts mehr im Wege.

Für die RPP-Truppe gab es eine Sonderführung vom Obmann des Museumsvereins, weil die planmäßigen Öffnungszeiten erst im Juni beginnen. Er berichtete, dass es im Zillertal wohl einzigartig gewesen war, als der 1713 in Schwendau erbaute Hof "Entoal" im Jahr 1991 abgetragen und mit einer Sicherung der kulturell wertvollen Bausubstanz ab Herbst 1994 in Zell wieder originalgetreu aufgebaut wurde. Dem historischen Objekt folgten eine Hauskapelle, ein Wirtschaftsgebäude in Form des aus dem Tuxertal stammenden "Löber-Stalles", ein exakt nachgebauter Backofen und eine Brennhütte. Ergänzt wurde das Ensemble schließlich noch um einen Kornkasten, einen Brunnen, eine "Schupfe" (Unterstand) und den in der Vergangenheit bei jedem Gehöft üblichen Hausgarten. Im Keller des Regionalmuseums wurde zudem die "Wimpisinger-STube" eingebaut, die gegen Ende des 19. Jahrhunderts entstanden ist und deren Stil landläufig als "Bauern-Barock" bezeichnet wird. Anhand einer Vielzahl an unterschiedlichen Exponaten und Alltagsgegenständen ist hier das einst bäuerliche Leben und Arbeiten sehr anschulich dargestellt. Einige Teilnehmer blieben in der gemütlichen Museumsstube sitzen, um nach der aufschlussreichen Führung die obligatorische Nachbesprechung durchzuführen. Der überwiegende Teil der Gruppe fuhr jedoch mit dem nächstmöglichen Zug nach Jenbach zurück und hielt diese im "Achenseebahnstüberl" ab. Jedenfalls trafen sich danach fast alle RPP’ler wieder in Jenbach am Bahnsteig, um in ihre vorgesehenen Heimfahrzüge einzusteigen.

Organisation: Nairz Wilfried
RPP 04-2024 - Besuch des Anich-Hueber-Museums in Oberperfuss

Für die April-Veranstaltung war in Oberperfuss der Besuch des kleinen, aber interessanten Peter-Anich-Hauses und mit über 100 Jahren, das älteste Dorfmuseum Tirols vorgesehen. Die 28 Teilnehmer trafen sich zuvor in Innsbruck, um sich im Restaurant "Insieme" mit einem guten Mittagessen darauf vorzubereiten. Es gab dazu natürlich eine gesponserte Getränkerunde und auch weitere Spenden von den (Ex-) Geburtstagskindern Ganahl Norbert, Habicher Alois, Hanika Dietmar, Pregenzer Kurt, Radis Wilhelm, Riemer Herbert und Sonnweber Alois. Diese Beiträge werden in weiterer Folge für diverse Eintritte, Führungen, Buskosten, etc. Verwendung finden. Danach fuhr die RPP-Truppe mit dem Linienbus nach Oberperfuss zur Museumsführung.

Die Kustodin und Bürgermeisterin Mag. Johanna Obojes Rubatscher führte mit viel Herzblut und Wissen durch "ihr" Museum und verschaffte den RPP’lern einen umfassenden Einblick in das Werk und Schaffen der großen Oberperfer Söhne. Es ist dem bekannten Kartografen, Astronom und Konstrukteur von Sonnenuhren und Globen, Peter Anich (1723-1766), und seinem Helfer, dem Kartografen und Landvermesser Blasius Hueber (1735-1814), gewidmet. Beide stammen aus dem Ort. Peter Anich, der "Bauernkartograf" aufgrund seiner bäuerlichen Abstammung, konstruierte bereits in jungen Jahren Sonnenuhren, gefördert und unterstützt vom Jesuitenpater und Universitätsprofessor Ignaz von Weinhart. Später erhielt Peter Anich das Patent zur alleinigen Herstellung von Globen, die damals als "neuartige Weltkugeln" bekannt waren. Heute sind noch ungefähr 30 davon erhalten. Bekannt für ihre Genauigkeit waren Anich und Hueber aber auch im Bereich der Landvermessung.

Im einzigen Ausstellungsraum des Museums sind einige ganz besondere Schätze zu finden. Zu den Höhepunkten zählen drei Himmels- und zwei Erdgloben von Peter Anich. Ein weiteres Prunkstück ist der "Atlas Tyrolensis", der zu den genauesten Landkarten der damaligen Zeit zählt. Ebenso sind einige große Vermessungsgeräte, verschiedene Maßstäbe und schriftliche Aufzeichnungen in den Vitrinen ausgestellt. Auch die großen Meister aus der Orgelbauerfamilie Weber Mathias (1777 - 1848) und Franz (1825 - 1914) werden gewürdigt und sind im Museum mit Werkstücken vertreten.

Bevor es mit dem Linienbus wieder zurück nach Innsbruck ging, zeigte die Bürgermeisterin den Teilnehmern auch noch die beeindruckende, um 1729 erbaute und der heiligen Margareta geweihte Pfarrkirche. Die abschließende Nachbesprechung fand in Innsbruck wieder im Bahnhofsnahen Restaurant "Insieme" statt. Die geplanten Heimfahrzüge waren für alle leicht erreichbar.

Organisation: Habicher Alois

RPP 05-2024 - Besuch des Museums für Urgeschichte in Koblach

Im Mai ging es für die meisten der 17 Teilnehmer mit dem Zug bis nach Götzis und anschließend mit dem Bus weiter nach Koblach in Vorarlberg. Treffpunkt war diesmal des Restaurant "DorfMitte", wo die Veranstaltung mit einem guten Mittagessen gestartet wurde. Damit die Mahlzeit auch richtig mundete, spendierte Geburtstagskind Müller Herbert eine Getränkerunde dazu. Danach wechselten die RPP'ler das Lokal und spazierten in den ersten Stock, um die Anfänge für die älteste menschliche Besiedelung im Lande Vorarlberg zu erkunden.

In Koblach kann man im kleinen, gemeindeeigenen Museum, das 2010 ins neu eröffnete Gemeindezentrum integriert wurde, die Urzeit erleben und kennenlernen. Von der Arbeitsweise der Archäologie bis zu Objekten aus der Jungsteinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit und zur Lebensweise der prähistorischen Menschen wird den Teilnehmern die scheinbar dunkle Vorzeit nähergebracht. Es können hier Repliken von über 8000 Jahre alten Funden bestaunt werden. Neben Tonscherben von Gefäßen sind in zahlreichen Vitrinen auch Knochen- und Steinwerkzeuge wie Pfeilspitzen ausgestellt. Das wahrscheinlich bedeutendste Exponat ist eine Nachbildung einer Lochaxt, die ein Landwirt im Jahr 1929 im Bereich des heutigen Naturdenkmals "Nellabürgle" gefunden hat.

Laut Archäologen war auch die Anhöhe auf dem Kadel (westlicher Ausläufer des Kummenbergs) - aufgrund des guten Ausblicks über das Rheintal - wohl eine geeignete Siedlungsstätte für die steinzeitlichen Menschen. Weitere Fundstätten im Gemeindegebiet sind die Glitz-, die Rhein- und die Krinna-Balme (= überhängende Felswand). Modelle, Bilder und Skizzen ergänzen die Fundstücke vom Kummenberg und aus ganz Vorarlberg. Nach der sehr interessanten Führung durch die verschiedenen Epochen der prähistorischen Zeit wechselte die RPP-Truppe die Örtlichkeit für ihre traditionelle Nachbesprechung. Im straßenseitig gegenüberliegenden Gasthaus "Harmonie" trafen sie den RPP-Kollegen Amann Gerhard, der für das Wiedersehen zu einer Getränkerunde einlud. Je nach Zeitbudget verabschiedeten sich die RPP’ler dann in Richtung Heimat.

Organisation: Ehrbach Manfred

RPP 06-2024 - Wandermöglichkeiten Brentenjochalm - Gamskogel - Steinberg bei Kufstein

Geplant war die RPP-Wanderung bereits vor einem Jahr. Aufgrund eines kurzfristigen Terminangebots für seine Hüft-OP, musste damals Nairz Wilfried als Organisator die Durchführung des Treffens absagen. Aber nun war es endlich soweit. 21 "Wanderer" wollten die Bergwelt zwischen "Wildem" und "Zahmem Kaiser"mit Brentenhjochalm (1.256 m) - Gamskogel (1.449 m) - Steinbergalm (1.318 m) bei Kufstein erkunden.

Treff- und Ausgangspunkt war der Bf. Kufstein, denn von hier aus ging es mit dem Stadtbus und einem kurzen Fußmarsch zur Talstation Kaiserlift. Der 2014 technisch komplett erneuerte Lift beförderte die RPP‘ler bei der 30-minütigen Auffahrt von der naturnahen Festungsstadt mit einer einzigartigen Geschwindigkeit von beruhigenden 2,25 Meter pro Sekunde zur Bergstation in das Naturerlebnis Kaisergebirge. Es gibt auf diesem Hochplateau viele Wanderwege zu urige Almwirtschaften, Schutzhütten oder Berggasthäusern. Deshalb muss niemand im Naturschutzgebiet verhungern oder verdursten.

Nach der Ankunft auf der Bergstation Brentenjoch (Jahnhügel) wurde nach kurzer Wanderung das Berggasthaus "Weinbergerhaus" erreicht, wo die Teilnehmer auf einer schönen Aussichtsterrasse das hervorragende Mittagessen einnahmen. Die Speisen mundeten um einiges besser, da die Juni-Geburtstagskinder Gremer Karl, Schabus Helmut, Schröter Werner und Strobl Johann zu einer Getränkerunde einluden. Danach stand "Sport" auf dem Programm, der unterschiedlich interpretiert wurde. Eine Gruppe widmete sich dem "Watter-Sport“ auf der Weinbergerhaus-Terrasse, die zweite einer leichten Kurzwanderung über einen Waldweg zur Brentenhjochalm und die dritte mit einer rund zweistündigen Wanderung zur Kaindlhütte und zurück zum Ausgangspunkt. Alle waren begeistert von den traumhaften Ausblicken auf die wunderschöne Naturkulisse des Kaisergebirges und der Bergwelt Tirols sowie der Fernsicht bis nach Rosenheim und dem Chiemsee in Bayern.

Zum vereinbarten Zeitpunkt wurde gemeinsam der Rückweg angetreten - Talfahrt mit dem Kaiserlift, Fußweg zur Bushaltestelle und Fahrt mit dem Stadtbus in Richtung Bf. Kufstein. Der Großteil stieg davor am "Unteren Stadtplatz" aus, um im "Purlepaus" bei einem Abschlussgetränk den Tagesausflug noch einmal reflektieren zu können. Demzufolge ist das Monatstreffen bei den RPP-Teilnehmern wiederum sehr gut angekommen und hat allen gefallen.

Organisation: Nairz Wilfried
RPP 07-2024 - Top Mountain Crosspoint in Hochgurgl

Im Juli trafen sich die RPP-Teilnehmer am Bahnhof Ötztal, um mit dem angemieteten Reisebus der Fa. Auderer nach Hochgurgl zu fahren. In der knappen Stunde konnte die vorbeiziehende Landschaft und die hohen Berge des wunderschönen Ötztals bewundert werden. Am Zielpunkt angekommen, gab es als erstes ein schnell serviertes und ausgezeichnetes Mittagessen. Anschließend wurde zur Einstimmung auf den Besuch mit einer Einführung in diese Attraktion gestartet. Das Motorradmuseum - von den Zwillingsbrüdern Alban und Attila Scheiber im April 2016 eröffnet - ist im Jänner 2021 durch einen Großbrand völlig vernichtet worden und die Privatsammlung den Flammen zum Opfer gefallen. Durch den Wiederaufbau wurde nicht nur die Sammlung, sondern auch das gesamte Konzept erneuert und erweitert. Das Museum am "Top Mountain Crosspoint" in Hochgurgl auf 2.175 m gelegen, ist ein klarer Fall von "Muss man gesehen haben". Während draußen Motorradfans sich anschicken die Traumroute über das Timmelsjoch zu erobern, entführt die Ausstellung in die Welt der historischen Zweiräder. Auch wer damit sonst nichts am Hut hat, wird von den Exponaten begeistert sein.

Über 500 historische Motorräder von mehr als 150 verschiedenen Herstellern sowie einige automobile Raritäten erzählen auf rund 4.500 m² ihre Geschichte. Neben Motorrädern aus aller Welt, wird den Besuchern auch die Motor-Experience spürbar nähergebracht. Das 4D-Kino lässt einen den "Fahrtwind" durch die Haare wehen und durch die "Sound of Motorbikes" fühlt man sich wie ein Rennfahrer im Vollgas auf der Zielgeraden. Um nur zwei der vielen neuen Besonderheiten zu nennen. Als wäre eine der umfangreichsten und kostbarsten Sammlungen Österreichs und die vielen Erlebnisstationen noch nicht genug, werden regelmäßig themenverwandte Sonderausstellungen (Forschungsreisen Max Reisch, Pistenraupen, etc.) präsentiert.

Zum vereinbarten Zeitpunkt wurde wieder gemeinsam die Rückfahrt mit dem Reisebus nach Ötztal Bahnhof angetreten. Ein Teil der RPP’ler fuhr gleich mit dem nächstmöglichen Zug nach Hause weiter. Die restlichen Teilnehmer ließen hier jedoch in einer Bahnhofnahen Gaststätte das interessante Treffen mit einem (?) Abschlussgetränk gemütlich ausklingen. Auch sie erreichten zeitgerecht ihre Heimfahrzüge. Übrigens, mit den bereits angesparten "Geburtstagsgaben" sowie mit den Spenden der aktuellen (Ex-) Geburtstagskinder Feichtner Robert, Gatt Walter, Habicher Otto, Nairz Wilfried, Scheuchenstuhl Rudolf, Wlcek Franz und Zöhrer Erwin konnten die gesamten Buskosten und auch ein Teil des Museumseintritts abgedeckt werden.

Organisation: Zöhrer Erwin
RPP 08-2024 - Besuch des Rosenheimer Herbstfestes

Was waren das noch für Zeiten, als sich doch eine erkleckliche Anzahl an RPP’lern für das Herbstfest im nahen Rosenheim begeisterte. Es sieht nun fast schon so aus, dass sich die Kollegenschaft mit dem Älterwerden immer mehr in die Komfortzone zurückzieht und auch mit der "Feierei" nicht mehr so viel am Hut hat. Obwohl im letzten Jahr mit dreizehn Teilnehmern bereits die geringste Anzahl aller bisherigen RPP-Herbstfestbesuche zu verzeichnen war, wurde dies heuer mit nur elf Anmeldungen und sieben tatsächlichen Festwiesen-Besuchern nochmals massiv unterboten.

Die kleine RPP-Abordnung wurde in der Auerbräu-Festhalle von den bekannten Kellnerinnen bereits erwartet und in die "Logenplätze" eingewiesen. Sie bedienen nach wie vor sehr freundlich und überaus schnell. Nach dem Mittagessen haben auch diesmal einige Teilnehmer ihre "Magenstabilität" an Karussell, Achterbahn oder anderen technischen "Vergnügungsgerätschaften" ausgetestet oder ein Mitbringsel für zuhause eingekauft. Danach wurde nicht nur der Durst mit dem einen oder anderen Maßkrug gelöscht, über alles mögliche diskutiert, sondern zwischendurch ebenfalls der bemühten Musikkapelle zugehört. Alle RPP’ler sind gemeinsam zu Fuß von der Festwiese aufgebrochen, um zeitgerecht am Bahnhof für den geplanten Heimfahrzug zu sein. Den Rückmeldungen zufolge hat der Tagesausflug nach Rosenheim den Teilnehmern wieder sehr gut gefallen.

Übrigens, gegenüber dem Vorjahr waren auf dem Festgelände beim diesjährigen 163. Rosenheimer Herbstfest am Tag wesentlich mehr Besucher, ein größerer Andrang an den Schaubuden und Fahrgeschäften sowie in den Festhallen der hiesigen Brauereien (Flötzinger, Auer) festzustellen. Es ist trotzdem ein bayerisches Volksfest geblieben, das den Besuchern nach wie vor ein gemütliches und leistbares Vergnügen bietet. Ganz im Gegensatz dazu hat sich das traditionelle Münchner Oktoberfest immer mehr zu einer "Schickimicki"-Veranstaltung mit viel "Promillenz" und zu einem teuren Spaß entwickelt.

Organisation: Nairz Wilfried

RPP 09-2024 Besuch des Goldschaubergwerks Hainzenberg im Zillertal

Im September trafen sich 24 RPP‘ler am Bahnhof Jenbach, um gemeinsam mit der Zillertalbahn nach Zell am Ziller zu fahren. Dort wurde im Gasthof "Kirchenwirt" ein ausgezeichnetes Mittagessen eingenommen. Zum vereinbarten Zeitpunkt stand vor dem Lokal der "Zillertaler Goldexpress" (= Bummelzug) zur Abholung der Teilnehmer bereit. Nach nur wenigen Fahrminuten, hieß es wieder aussteigen, den die letzten Meter bis zur "Knappenstube" wurden zu Fuß gegangen. Nachdem alle bergmännisch ausgestattet waren, ging es beim Erbstollen in das Bergwerk hinein.

Die in Tirol am häufigsten abgebauten Erze waren Silber und Kupfer, aber auch nach Eisen, Blei und Zink schürfte man landesweit. Die bedeutendsten Bergbauorte waren Schwaz, Rattenberg, Kitzbühel, Imst, Hall (Salz), Gossenass, Prettau, Lienz, Matrei in Osttirol, Klausen, Terlan, Laas und mehrere Orte im Trentino. Relativ wenig bekannt sind die Goldbergwerke des Zillertals. Rohrberg, Hainzenberg, Gerlosberg und Zellerberg - dies waren die einzig ausbeutbaren Goldlagerstätten Tirols. Oberhalb von Zell am Ziller wurde 1506 ein Goldbergwerk in Hainzenberg erstmals erwähnt. Allerdings wird erst nach den Wirren des Dreißigjährigen Krieges ab 1648 von einem regelmäßigen und geordneten Betrieb ausgegangen. Auch das Vermittlungskonzept des Goldschaubergwerks setzt um diese Zeit an und erzählt die Arbeitsbedingungen, den Alltag und das Umfeld der Bergleute zwischen 1648 und dem Ende des Goldabbaus im Jahr 1917. In den ersten 250 Jahren seines Bestehens wurden 300.000 Tonnen Gestein gefördert und daraus konnte nur eine Tonne Feingold gewonnen werden. Geliefert wurde das gewonnene Gold an das Hauptmünzamt in Wien und die "Schlicke" (bei der Erzaufbereitung zurückbleibende feinste Erzstücke) in das Hüttenamt nach Brixlegg, dem die Verwaltung des Hainzenberger Bergwerks übertragen war. Nach dem Besichtigungsende des Bergwerks standen die Teilnehmer wieder direkt in der "Knappenstube".

Danach wurde der Kulturausflug mit dem Bummelzug fortgesetzt, wo es bei der kleinen, von außen eher unscheinbaren Wallfahrtskirche "Maria Rast" einen Zwischenstopp gab und diese mit einem Rundgang erkundet wurde. Das Kleinod beeindruckte im Innenraum mit der Pracht des Barocks und Rokoko. Den Abschluss der Exkursion gab es schließlich bei der "Hochzeller Käsealm" am Hainzenberg mit einer Führung durch die Käserei und Verkostung der Käsespezialitäten. Nach einer "Durstminimierung" fuhr der Bummelzug die RPP-Truppe wieder zum Bahnhof Zell am Ziller, von wo es zurück nach Jenbach ging und der Großteil von hier sofort die Heimreise antrat. Der restliche Teil der Teilnehmer wollte jedoch noch dem "Achenseebahn-Stüberl" einen Besuch abstatten und den sehr lehrreichen Tagesausflug mit einer gemütlichen Nachbesprechung ausklingen lassen. Auch sie kamen - wie alle anderen - rechtzeitig nach Hause.

Organisation: Nairz Wilfried
Sonder-RPP 2024 Lokpark Ampfelwang in Oberösterreich

Aufgrund des großen Anklangs der bisher durchgeführten zwölf Sonder-RPP‘s wurde im Jahr 2024 ebenfalls wieder ein Dreitagesausflug geplant. Für die gesamte Veranstaltung übernahm unser Kufsteiner RPP-Kollege Nairz Wilfried dankenswerter Weise die Organisationsarbeit. Gemeinsam mit seinem oberösterreichischen Freund DI Dr. Lueginger Stefan hatte er dafür ein sehr interessantes, eisenbahnaffines Programm zusammengestellt, bei dem 40 Teilnehmer unbedingt dabei sein wollten.

Donnerstag, 03.10.2024
In Ostösterreich gab es eine Woche vor der Sonder-RPP gewaltige Unwetter mit massiven Überschwemmungen, die erhebliche Auswirkungen auf den gesamten Schienen- und Straßenverkehr in Österreich zur Folge hatten. Alle Fernverkehrszüge aus Ost und West endeten bzw. wendeten in Salzburg Hbf. Das bedeutete ein Umsteigen auf den Regionalverkehr in Salzburg und auch eine längere Wartezeit auf den Anschlusszug. Trotzdem konnte rechtzeitig zur Mittagszeit das Bahnhofsnahe Hotel "Lindner" in Vöcklabruck erreicht werden. Dort folgte ein rascher Zimmerbezug und anschließend ein ausgezeichnetes Mittagessen vom Buffet.

Nach dieser Stärkung stand gleich die erste Aktivität mit dem Besuch des Freilichtmuseums "Stehrerhof" auf dem Programm. Ein angemieteter Sonderbus der Fa. Kaltenbrunner brachte die Truppe vom Hotel zum rund 13 km entfernten Neukirchen an der Vöckla, wo das denkmalgeschützte Gebäudeensemble beheimatet ist. Die Führung durch die 1978 eröffnete Museumsanlage präsentiert einen typischen und über 400 Jahre alten Hausruck-Bauernhof, dessen originale Ausgestaltung dem Besucher einen sehr guten Eindruck vom bäuerlichen Leben im 19. Jahrhundert vermittelt. Im Handwerkerhaus werden über 70 alte Handwerke funktionsfähig dargestellt und das Dreschmaschinenmuseum zeigt eine Erntegeräteschau der Österreichischen Bundesländer. Nach der knapp zweistündigen, witterungsbedingten "kühlen" Führung konnten sich die RPP’ler in der Museumseigenen Gaststube bei Glühwein und Krapfen wieder kurz aufwärmen, denn Reiseleiter Nairz drängte zur Weiterfahrt nach Gampern.

Während der Busfahrt erklärte Reisebegleiter DI Dr. Lueginger Stefan die historischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten des Hausruck-Viertels. In der ca. 11 km entfernten Ortschaft stand nun die geführte Besichtigung der schönen spätgotischen Pfarrkirche mit einem der drei berühmtesten gotischen Flügelaltäre Oberösterreichs an. Der wunderschön geschnitzte Hochaltar ist wohl ein Frühwerk des Meisters Lienhart Astl, entstanden um 1490 bis 1500. Auf der Rückseite des Altares ist eine Seltenheit zu sehen: die Darstellung des "Jüngsten Gerichts", als "Gamperner Hölle" bekannt. Hier erscheint Christus auf dem Regenbogen thronend als Weltenrichter. Auf der linken Seite steigen die Geretteten aus den Gräbern auf und werden von Petrus empfangen. Rechts werfen Teufel die Verdammten in den Höllenrachen hinein. Die Teilnehmer waren nicht nur von der Kirche und den Kunstwerken schwer beeindruckt, sondern auch geschafft. Gottseidank befand sich das Brauhaus "Zum Gugg" nur wenige Schritte auf der gegenüberliegenden Straßenseite des Gotteshauses. Hier gab es für alle ein ausgezeichnetes Abendessen, zu dem die (Ex-) Geburtstagskinder Ausserhofer Thomas, Dornauer Roman, Fritz Konrad, Schröter Werner und Silly Karl unter anderem auch noch zwei Getränkerunden spendierten. Nach der Heimfahrt und Ankunft im Hotel konnte sich jeder den weiteren Abend nach seinem Gutdünken gestalten. Fast alle trafen sich wieder im großen Hotelsaal zum gemütlichen Tagesabschluss und genossen hier außerdem ein von Wachter Günter gesponsertes "Schlummergetränk".
Freitag, 04.10.2024
An dem Tag wäre in den Planungen eine Bahnfahrt von Vöcklabruck nach Vorchdorf vorgesehen gewesen, die jedoch wegen einer Streckensperre mit zusätzlichem Umsteigen auf einen Schienenersatzverkehr hätte bewältigt werden müssen. In weiser Voraussicht hat Nairz Wilfried für diesen Tag einen Sonderbus bei der Fa. Kaltenbrunner bestellt und so startete man nach einem guten und ausreichenden Frühstück um 08:50 Uhr in aller Ruhe in das Programm des zweiten Tages. Pünktlich wurden die Teilnehmer abgeholt und die knapp 30 km nach Vorchdorf zur Besichtigung der Bahnwerkstätte der Privatbahn Stern & Hafferl Verkehrsgesellschaft m.b.H. (StH) gebracht. Bei der Führung wurde das österreichische Verkehrsunternehmen - mit der Firmenzentrale in Gmunden - vorgestellt. Es betreibt vier Lokalbahnen und die Straßenbahn in Gmunden mit einer gesamten Streckenlänge von ca. 143 km, sowie regionalen Güterverkehr in Oberösterreich. Weiters werden mehrere Buslinien, Schüler- und Pendlerbusse mit einer Streckenlänge von 317 km, sowie die Attersee- und Altaussee-Schifffahrt betrieben. Die Statistik weist 3,1 Millionen Fahrgäste und eine Fahrleistung von 1,6 Millionen Zugkilometern auf. Um all diese Leistungen zu schaffen, gibt es dazu zwei Betriebshöfe, vier Remisen und drei Werkstätten. Bei der Präsentation der Werkstätte und der Schienenfahrzeuge wirkten diese aufgeräumt und sehr ordentlich. Man sah und spürte auch das Engagement und die Verbundenheit des Personals zum Unternehmen. Danach ging es mit der Meterspurigen Traunsee-Tram - dem "Bratlzug" - von Vorchdorf in Richtung Gmunden bis nach Kirchham zum Mittagessen ins Bahnnahe Gasthaus "Pöll". Und wie es der Zugname schon andeutet, gab es ein hervorragendes, zartes "Schweinsbratl" mit ausreichend Beilagen und Soße. Anständig gestärkt nahm nun die Sonder-RPP-Truppe die nächste Etappe mit dem Zug in Angriff und fuhr von Kirchham bis in die Bezirkshauptstadt Gmunden zum nächsten Programmpunkt.

Anstelle der Seilbahnfahrt auf den Grünberg und einer Erwanderung des 1,4 km langen "Baumwipfelpfades" wurde wegen des Nieselwetters und der wolkenverhangenen Berge das geplante Ersatzprogramm mit dem Besuch des Kammerhof-Museums Gmunden umgesetzt. Die sechs Dauerausstellungen bieten einen chronologischen Querschnitt durch die Geschichte der Stadt und des Traunsee-Gebietes, beginnend mit den erdgeschichtlichen Anfängen bis in das 21. Jahrhundert. Besonders berücksichtigt werden dabei das lokale Keramikschaffen, die zeitgenössische Kunst und die Sanitärkeramik. Speziell die historischen Sanitärobjekte "Klo & So" der Firma Laufen Austria hatte es den Teilnehmern angetan, denn sie zeigte unter anderem auch den Wandel bei den Hygienestandards und vermittelt zudem eine spannende wie auch originelle Geschichte rund ums sogenannte "Stille Örtchen". Nach der rund zweistündigen, interessanten und leidenschaftlichen Führung des Museumsdirektors gab es eine kurze Verschnaufpause, die von allen individuell genutzt werden konnte. Einige erkundeten die Altstadt, andere verwöhnten sich in einer Konditorei am Rathausplatz und wenige wanderten 1,6 km entlang des Seeufers bis zum Schloss "Ort". Schließlich trafen sich alle wieder um 18:00 Uhr am Rathausplatz im Restaurant "Schwan" zum Abendessen. Danach fuhren sie von Gmunden mit der Traunsee-Tram und einem Umsteigen auf ÖBB-Züge zurück nach Vöcklabruck, wo sie im Hotel gemeinsam noch einmal über die Tageseindrücke diskutierten und sich schließlich einzeln oder in Kleingruppen in ihre Zimmer zurückzogen.
Samstag, 05.10.2024
Nach dem Frühstück wurden die Zimmer geräumt und das Reisegepäck in einem Autoanhänger zur Aufbewahrung verstaut. Dieser wurde vom Hotelbesitzer am Bf. Timelkam zur Gepäckabholung für die Heimfahrt hinterstellt. Gemeinsam fuhren die Sonder-RPP’ler mit dem Regionalzug dorthin, um anschließend mit einem Nostalgie-Dampfzug zum "Lokpark Ampfelwang" zu gelangen. Die 10,5 km lange ehemalige Anschlussbahn von Timelkam nach Ampflwang wurde mit einer Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h in knapp 30 Minuten bewältigt. Kommt man dort an, so ist das Areal des ehemaligen Obertaggeländes der Wolfsegg-Traunthaler Kohlenwerks AG (WTK) mit der alles überragenden Zentralsortierung nicht zu übersehen. Bis in die 1990er Jahre wurden in dem Areal die Eisenbahnwaggons mit der in der Region abgebauten Braunkohle beladen. Heute beherbergt es das bemerkenswerte Oberösterreichische Eisenbahn- und Bergbaumuseum. 1996 wurde mit dem Aufbau des Museums durch die Österreichische Gesellschaft für Eisenbahngeschichte (ÖGEG) begonnen. Es vermittelt auf fünf Etagen einen Überblick über die eng miteinander verbundene Entwicklung von Eisenbahn und Bergbau. In jenem Bereich des Museums, der dem Bergbau gewidmet ist, wird die Geschichte des Hausruckbergbaus mit Hintergrundinformationen zum Montanwesen Österreichs gezeigt. Auch das ehemalige Spurplanstellwerk von Kufstein hat hier seine "Heimat" gefunden und wurde von unseren damaligen Bedienern länger umlagert und genauestens begutachtet. Nach der Museumsführung ging es auf das Freigelände.

Die RPP’ler konnten dort auf 25.000 m² Fläche mehr als hundert Schienenfahrzeuge besichtigen: Dampf- Diesel- und Elektrolokomotiven, Personen- und Güterwagen sowie Sonderfahrzeuge. Herzstück des Freigeländes ist die Drehscheibe mit dem Ringlokschuppen, in dem die wertvollsten Stücke der Fahrzeugsammlung - wie die schnellste Dampflok oder der älteste Elektrotriebwagen Österreichs aus dem Jahr 1929 - untergebracht sind. Beeindruckend dabei war, dass DI Dr. Lueginger Stefan eigentlich von jedem Fahrzeug eine Geschichte und auch die technischen Daten dazu erzählen konnte. Der interessante Rundgang wurde nur für eine kurze Trinkpause und das Mittagessen im kleinen Museumsrestaurant unterbrochen. Den krönenden Abschluss des Besuches bildete die Drehscheiben-Parade, bei der die ältesten Dampf- und Diesellokomotiven sowie Sonderfahrzeuge präsentiert wurden. Nachher trafen sich die Teilnehmer wieder im Lokal, um auf den erlebnisreichen Tag anzustoßen und anschließend mit dem Museumszug nach Timelkam zurückzufahren. Hier wurde das Reisegepäck beim abgestellten Autoanhänger abgeholt und gleichzeitig ein Lunchpaket für die Heimreise ausgegeben.

Organisation: Nairz Wilfried, DI Dr. Lueginger Stefan

RPP 10-2024 Besuch von Rauch's Radiomuseum in Lustenau

17 RPP'ler trafen sich im Oktober am Bahnhof Hohenems, um von dort mit dem Linienbus 185 nach Lustenau zu fahren. Zum Mittagessen gab es im Restaurant / Pizzeria "Olive" ausgezeichnete italienische Speisen. Danach spazierten die Teilnehmer zum nur wenige Minuten entfernten Radiomuseum, wo die Gruppe bereits erwartet und schließlich freundlich empfangen wurde.

"Ein paar Oldies im Radio" - den Liedtitel von Paul Kuhn darf man getrost als Museumsmotto von Herbert Rauch‘s Radiomuseum nennen, denn die Besucher dürfen sich nämlich immer wieder auf eine Schallplatte aus vergangenen Tagen freuen. Bereits seit 1999 existiert das Museum in Lustenau, das mehr als 800 wertvolle betriebstaugliche Radios, Grammophone, Tonbandgeräte, Jukeboxen und Fernseher aus der Zeit von 1890 bis 1975 als Ausstellungsstücke präsentiert. Das wertvollste Stück im Museum ist zweifelsohne der österreichische Ingelen Geographic US537W aus dem Jahr 1937. Das Besondere am Ingelen ist seine Frequenzanzeige. Jeder ausgewählte Sender entspricht einer Stadt auf der Europakarte. Eine Schallplattensammlung von mehr als 13.000 Singles und hunderten Langspielplatten komplettieren den Museumsbestand. Die Ausstellungsstücke kommen aus der ganzen Welt und zeigen Geräte von Herstellern wie Philips, Grundig, Blaupunkt, Jura, Minerva, Braun oder Bang & Olufsen sowie einiger längst vergessener Marken. Fabriziert wurden sie in Österreich, Deutschland, der Schweiz, Frankreich, England, Holland, Schweden, den USA, Japan, Russland, Tschechien und der ehemaligen DDR. Die RPP-Truppe konnte hier nicht nur alte Fernsehfilme anschauen, sondern auch nur mehr selten gespielte Musikstücke anhören. Eigentlich fühlten sich hier alle in ihre Kindheit zurückerinnert.

Mit dem Museumsbesuch wurde auch die Erinnerung wachgerufen zum diesjährigen Jubiläum: 100 Jahre Radio in Österreich - "Happy Birthday, Radio!" Am 1. Oktober 1924 nahm die RAVAG, die Radio-Verkehrs-AG, ihren Sendebetrieb auf - ein Meilenstein, der die Geburtsstunde des Radios in Österreich markiert. "Hallo, hallo! Hier Radio Wien auf Welle 530" war über die Detektorempfänger zu Beginn des regulären täglich dreieinhalbstündigen Sendebetriebs der RAVAG zu hören. Der Erfolg beim Publikum war sensationell. Die angemeldete Teilnehmerzahl stieg innerhalb von nur vier Monaten von 11.000 auf über 100.000 in Wien an. Im Weihnachtsgeschäft 1924 waren Kopfhörer der große Renner und wurden zur teuren Mangelware.

Vor der Heimfahrt haben die Teilnehmer den Tagesausflug im Lustenauer Cafe "iTaly" gemütlich ausklingen lassen. RPP-Kollege Weber Karl hat die Eintrittsspende zum Museumsbesuch übernommen, sowie Ehrbach Manfred die erforderlichen Busfahrkarten gesponsert und die Trioler "Abordnung" zudem noch zu einem Abschiedbier im Bf. Feldkirch eingeladen.

Organsisation: Ehrbach Manfred
RPP 11-2024 Besuch des Diözesanmuseum Hofburg in Brixen/Südtirol

Im November trafen sich 26 RPP'ler und zwei Gäste im Bf. Innsbruck Hbf., um mit dem Railjet gemeinsam nach Brixen/Bressanone in Südtirol/Italien zu fahren. Das Ziel war der Besuch des Diözesanmuseums in der Brixener Hofburg. Nach der Ankunft ging es zu Fuß zum Restaurant "Traubenwirt", wo es ein ausgezeichnetes Mittagessen gab. Die Speisen mundeten umso mehr, als die (Ex-)Geburtstagskinder Erhbach Manfred, Mairhofer Peter und Weiss Wilfried alle Teilnehmer zu zwei Getränkerunden einluden. Anschließend spazierte die Truppe in nur wenigen Minuten zum Museum. Die Bezahlung von Eintritt und Führung übernahmen die Kollegen Dimai-Pauritsch Franz, DI Musyl Georg soeiw der RPP-"Rücklagenfonds.

Die Hofburg in der knapp 23.000 Einwohner zählenden Stadt Brixen kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Im fernen Jahr 1250 als Residenz der Fürstbischöfe von Brixen erbaut, diente sie bis 1964 als Bischofssitz. Der Innenhof mit dem Hoftor, den Renaissanceloggien und den geschlossenen Barockfassaden alleine ist an sich schon ein unvergesslicher Anblick. Heute sind hier das Diözesanmuseum, der Domschatz und ein Krippenmuseum untergebracht.

Das 1901 eröffnete Museum beherbergt in 70 Schauräumen die Kunstsammlung mit wertvollen Skulpturen und Tafelbildern aus dem Mittelalter bis hin zur neuzeitlichen Kunst, den Brixner Domschatz, den Kaisertrakt mit den Majolikaöfen, historischem Mobiliar und dem Wiener Porzellan, den Bischofstrakt und die barocke Kapelle. Im Erdgeschoss ist die aus ca. 5000 Figürchen bestehende Jahreskrippe untergebracht, welche Fürstbischof Karl Franz von Lodron für seine Wohnräume in der Hofburg anfertigen ließ. Ergänzt wird die Krippensammlung durch Weihnachtskrippen aus Brixen, Tirol, Neapel und Sizilien.

Nach der sehr interessanten Führung gab es noch einen kleinen !Abstecher" in den benachbarten Brixner Dom, einem der wichtigsten Sakralbauten entlang des Alpenbogens. Seine Ursprünge gehen in das Jahr 980 n. Chr. zurück. Auch dem danebenliegenden Brixner Domkreuzgang wurde ein Besuch abgestattet. Atemberaubend sind da vor allem die gut erhaltenen gotischen Fresken, die sowohl religiöse Themen als auch Einblicke in das mittelalterliche Leben darstellen. Danach blieb der eine oder andere RPP’ler bei einem "Punsch-Standl" des Weihnachtsmarktes am Domplatz hängen und manch anderer bevorzugte wiederum eine warme Gasthausstube in der Brixner Altstadt zur Nachbesprechung des Tagesausflugs. Auf alle Fälle erreichten alle Teilnehmer den vorgesehenen Heimfahrzug, der übrigens pünktlich unterwegs war.

Organisation: Habicher Alois

RPP 12-2024 Jahresausklang bei Weißwurst und Bier im Gasthaus Stern in Mittenwald

Inflationär geht es nicht nur auf der Börse zu. Auch Jahresrückblicke gibt es mehr als genug, die berühmte Qual der Wahl? Dass muss nicht sein, denn gut Lachen hat man, wenn man weiß, worauf es ankommt. Bei der RPP-Truppe sind die Aktivitäten nämlich in den monatlichen Einladungsschreiben und auch in der eigenen Homepage sowie in den einzelnen Jahrbüchern bestens dokumentiert

Je reifer (älter) man wird, umso schneller vergeht die Zeit. Also war das Jahr 2024 wiederum nur "ein Rutscher". Die monatlichen Tagesausflüge, der dreitägige Sonder-RPP nach Oberösterreich sowie das jährliche Veteranentreffen kann man dazu als ein gemeinschaftliches Veranstaltungsangebot an alle RPP‘ler ansehen. Und da ja die "Regionale Pensionisten Plattform West" in diesem Jahr das 15-jährige Bestehen feiern kann, sollen hier auch einige statistische Zahlen genannt werden:

Am 25.03.2010 hat es im damaligen Restaurant "Jamas" (heute "City Point") die RPP-Startveranstaltung am Innsbrucker Hbf. gegeben. 15 Jungpensionisten wollten damit ihre sozialen Kontakte nach dem Berufsleben weiterhin pflegen und heute bekommen schon über 200 Kollegen die Einladungen zu den monatlichen Treffen. In den 15 Jahren wurden insgesamt 180 Veranstaltungen (167 Tagesausflüge, 13 mehrtägige Reisen) organisiert. Bis heute hat es dazu 4.995 Teilnahmen gegeben, wobei mit den detaillierten Aufzeichnungen erst 2011 begonnen wurde. Die Teilnehmerzahlen bewegen sich in diesem Zeitraum von 57 im Jahr 2011 und einem Höchstwert von 110 im Jahr 2019 durchschnittlich bei 92 Teilnehmern pro Jahr. Die Aktivitäten sind durchwegs mit 49.355 Fotos dokumentiert. In dieser Zeitspanne haben uns aber leider auch zwölf RPP-Mitglieder für immer verlassen und sind teilweise überraschend verstorben.

Beim Jahresausklang im Gasthof Stern in Mittenwald wurde von den 48 Teilnehmern allen RPP-Organisatoren und den Homepage-Verantwortlichen für ihre gelungenen Anstrengungn ein ganz großes Dankeschön ausgesprochen. Gleiches gilt natürlich für alle RPP-Fotografen, die mit ihren umfangreichen Bilddokumenten die Begegnungen genau festgehalten haben. Schlussendlich ist ebenfalls allen RPP'lern für die zahlreichen Teilnahmen an unseren gemeinsamen Treffen ein besonders herzlicher Dank geschuldet.

Organisation: Habicher Alois
2023
Nicht nur der Wald lehrt uns, was Vergänglichkeit bedeutet und dass Pflanzen wachsen, blühen und vergehen. Denn eben das, stetiges Werden und Vergehen, ist die Beschaffenheit der Welt. Vielleicht ist das gegenwärtige maßlose Zeitalter des Kunststoffes – der zwar ziemlich lange, aber doch nicht ewig hält – unser egoistischer Ausdruck vom Festhalten an etwas, was langfristig unhaltbar ist.

Kunststoff macht das Leben leichter, so haben wir vor einigen Jahrzehnten gelernt, jedoch: um welchen Preis? – Kunststoff bedeutet auch Verpackung, Trennen, Abgrenzen, Isolieren. Für den Menschen jedoch bewirkt zu starke Isolation Einsamkeit. Diese zu überwinden, führt zu Gemeinsamkeit, bringt ein Verständnis für ein natürliches, gemeinsames Erleben des Lebens und der Umwelt. Isolation hat schon einen relativen Zweck, übertreibt man es damit, führt das zum Alleinstehen und zur Vereinsamung.

Schon der Atem – ohne den wir nicht existieren könnten – zeigt uns, dass wir uns nicht isolieren können. Daher brauchen wir ein gesundes Klima mit klarem Wasser und frischer Luft für unser Wohlbefinden genauso, wie Gemeinschaft, Offenheit und Frohsinn. Das sind die Eigenschaften, die mit einer Teilnahme an einer RPP-Veranstaltung bestens gefördert werden. In diesem Sinne steht uns auch 2023 ein Programm zur Verfügung, das für jede*n etwas dabeihat.

RPP 01-2023 - Besichtigung der BBT-Tunnelwelten in Steinach in Tirol

Das Einladungsschreiben lautete "Rodelausflug auf die Maria Waldrast bei Matrei am Brenner", aber der sogenannte "Winter" hatte etwas dagegen, denn die Rodelbahn war zwar mit einer eisigen Kunstschneedecke ausgestattet, aber wegen der fehlenden Seitenwände zum Befahren einfach zu gefährlich. Bis zehn Tage vor dem Jänner-Treffen wurde zugewartet und auf einen ergiebigen Schneefall gehofft. Da dieser einfach nicht kommen wollte, musste das vorbereitete "Ersatzprogramm" aktiviert werden. Seit Beginn der RPP-Veranstaltungen im März 2010 war das nun erst der dritte Ausfall (= 2011 / 2023 wegen Schneemangel, 2021 wegen Corona-Lockdown). Für die Rodelpartie gab es insgesamt 16 Anmeldungen mit nur neun Rodelsportlern und bei der Besichtigung der BBT-Tunnelwelten wollten schließlich 30 RPP’ler dabei sein.

Am Bf. Steinach in Tirol wurden die Teilnehmer von Hörtnagl Georg bereits erwartet. Gemeinsam ging es "per pedes" (= auf Schusters Rappen) zu den 1,1 km entfernten BBT-Tunnelwelten mit einer Besichtigung der Schauräume. Eine knapp zweistündige, sehr informative Präsentation erfolgte zu den Planungen und aktuellen Arbeiten durch den ehemaligen ÖBB-Kollegen Abfalterer Robert, der bei der BBT SE für die betriebsseitigen Prozesse und Erfordernisse zuständig ist. Der Brenner Basistunnel ist ein Eisenbahntunnel, welcher von Innsbruck bis nach Franzensfeste führt. Gemeinsam mit der bereits bestehenden Umfahrung Innsbruck erreicht er eine Länge von 64 km. Somit entsteht unter dem Brennerpass die derzeit längste unterirdische Eisenbahnverbindung der Welt. Ohne den Umfahrungstunnel Innsbruck, das heißt vom Portal Innsbruck bis zum Portal Franzensfeste, hat der Tunnel eine Länge von 55 Kilometern. Durch den Wegfall von Höhenunterschieden sind hier mehr, längere und schwerere Güterzüge möglich, benötigen weniger Energie als auf der Bestandstrecke und sind aufgrund der kürzeren Streckenführung schneller an ihrem Bestimmungsort. Auch im Personenverkehr verkürzt die neue Strecke die Fahrzeit deutlich. Reisezüge können den Tunnel mit über 200 km/h durchfahren, das bedeutet zwischen Innsbruck und Franzensfeste eine zukünftige Fahrzeit von nur 25 anstelle der heutigen 80 Minuten.

Im angrenzenden "Jufa Hotel Wipptal" wurde anschließend das Mittagessen eingenommen und gemeinsam noch die traditionelle Nachbesprechung durchgeführt. Des Öfteren müssen einige passionierte Kartenspieler bei den RPP-Treffen - so auch diesmal - ihre "Kräfte" in einem "Ladinisch"-Watterturnier messen. Die Rundenwettkämpfe dauerten leider etwas länger, deshalb war hier die Ermittlung des Turniersiegers erst nach "Redaktionsschluss" abgeschlossen.

Organisation: Hörtnagl Georg
RPP 02-2023 - Besuch des Vorarlberg-Museums in Bregenz

Im Februar trafen sich 22 RPP’ler in Bregenz, um des Vorarlberger Landesmuseum zu erkunden. Davor ging es jedoch vom Bahnhof nur wenige Minuten zu Fuß zum Gasthaus "Kornmesser" zu einem guten Mittagessen. Die (Ex-) Geburtstagskinder Biechl Andreas und Zangerl Ernst sponserten hier dazu die durstlöschenden Getränke. Anschließend spazierten die Teilnehmer zum nur wenige Minuten entfernten und architektonisch anspruchsvollen Museumsgebäude.

Zwischen See und Innenstadt, in unmittelbarer Nähe zu Kunsthaus und Landestheater gelegen, bildet das neue Vorarlberg Museum, den Abschluss der Kulturmeile. Seit seiner Neueröffnung im Jahr 2013 hat das Museum mehrere Preise für sein Konzept und seine Architektur gewonnen. Das Vorarlberger Landesmuseum - jetzt Vorarlberg Museum - wurde im Jahr 1857 gegründet und ist damit eines der ältesten Museen im Bodenseeraum. Inhaltlich werden Themen mit Bezug zu Vorarlberg in den Mittelpunkt gestellt. Gleichzeitig werden diese in einen überregionalen und grenzüberschreitenden Kontext eingebunden. Es möchte nicht nur die Vergangenheit, sondern auch die Gegenwart abbilden und beschäftigt sich mit "Vorarlberg als gewordener und werdender Kulturlandschaft". Der Schwerpunkt liegt auf Archäologie, (Kunst-) Geschichte und Volkskunde. "Buchstäblich Vorarlberg", eine der Dauerausstellungen, vermittelt einen originellen, nämlich alphabetisch geordneten Einblick in die Sammlung des Hauses mit seinen über 180.000 Objekten. Das Fazit: Ein etwas anderes Museum als es üblich erwartet wird.

Den Abschluss des Museumsbesuches bildete der Ausblick aus dem schwarzen Panoramaraum im obersten Stockwerk. Auffälligstes Merkmal ist das riesige Panoramafenster, das einen fantastischen Blick über den Bodensee und das Lindauer Ufer ermöglichte, von dem die RPP-Truppe hellauf begeistert war. Zum Abschluss mussten im Gasthaus "Kornmesser" die Eindrücke noch einmal reflektiert und diskutiert werden. Dabei verging die Wartezeit auf die Heimfahrzüge wie im Nu …

Organisation:Ehrbach Manfred, Depaoli Heinz
RPP 03-2023 - Besuch des Museums in Kitzbühel

Die 30 Teilnehmer trafen sich im März in Kitzbühel, um dem städtischen Museum einen Besuch abzustatten. Seit dem RPP-Start im Jahr 2010 war das nach 2019 (Kitzbüheler Krampusmuseum) erst der zweite Ausflug ins schöne Brixental und Leukental. Von der ÖBB-Haltestelle Kitzbühel-Hahnenkamm wanderten die RPP’ler zum nur 650 m entfernten Restaurant "Zinnkrug", um hier das Mittagessen einzunehmen. Die Speisen und Getränke mundeten ausgezeichnet, dies deshalb, weil die (Ex-) Geburtstagskinder Fritz Franz, Jeller Herbert, Pregenzer Kurt, Sonnweber Alois und Weiss Wilfried die Getränkerechnung übernahmen. Danach spazierte die Truppe zum nahen Museum, wo sie von der Fremdenführerin bereits erwartet wurden.

Dieses Haus steht in der Hinterstadt von Kitzbühel, das mit der Stadtmauer verbunden ist. Es wurde erstmals im 16. Jahrhundert erwähnt, der Südwestturm hingegen stammt aus der Zeit der Stadtgründung um 1271. Einst städtischer Getreidespeicher, ist heute darin das Museum der Stadt Kitzbühel und die Sammlung Alfons Walde untergebracht.

Die Schwerpunkte des Museums liegen bei altem Handwerk, Bergbau, Alltag, Glauben und Wintersport. Die abwechslungsreiche Ausstellung erzählt von der Vergangenheit der Gamsstadt mit ihrer Bergbaugeschichte, die in der Bronzezeit um 1000 v.Chr. ihren Anfang nahm, von der Landwirtschaft und dem Handwerk, aber auch von barocker Kunst. Schließlich beschreiben die Ausstellungsstücke auch die nahe Vergangenheit und Gegenwart, das legendäre "Kitzbüheler Skiwunderteam" der 1950er Jahre, und den Skisport mit Toni Sailer. Die Werke aus der Sammlung des bekannten Kitzbüheler Expressionisten und Architekten Alfons Walde (1891-1958) beinhalten neben 60 Gemälden auch rund 100 Grafiken, Fotos und Zeichnungen.

Anlässlich des 150. Geburtstags der städtischen Feuerwehr widmete das Museum die diesjährige Winterausstellung der Brand- und Katastrophenbekämpfung in Stadt und Region Kitzbühel. Die Geschichte der Feuerwehr in der Gamsstadt reicht bis ins Jahr 1481 zurück. Mit der Gründung der städtischen Feuerwehr wurde 1872 schließlich eine neue organisatorische Feuerwehr-Basis geschaffen. Der Schwerpunkt der Ausstellung lautete "Ausrüstung/Technik, Katastrophen, Einsätze, Menschen/Pioniere".

Ein Großteil der RPP-Truppe kehrte noch einmal ins Restaurant "Zinnkrug" zurück, um mit einer Nachbesprechung das Treffen gemütlich ausklingen zu lassen. Die vorgesehenen Heimfahrzüge haben alle Teilnehmer problemlos erreicht.

Organisation: Nairz Wilfried
RPP 04-2023 - Werksbesichtigung Fahrzeugbau Stadler St. Margrethen / Schweiz

Für Betriebs- und Werksbesichtigungen bei großen Unternehmen ist immer eine frühzeitige Kontaktaufnahme vonnöten. Bereits im Oktober 2022 hat für dieses RPP-Treffen die Organisationsarbeit begonnen und schlussendlich mit der Zusage Ende November 2022 einen positiven Ausgang genommen. Insgesamt 42 RPP’ler wollten beim Besuch der Fa. "Stadler Rail" im schweizerischen St. Margrethen dabei sein.

Treffpunkt für die Teilnehmer war der Schweizer Grenzbahnhof St. Margrethen, von wo es zu Fuß nur rund 200 m zum Eingang des angrenzenden "Stadler Rail"- Werks und dann sofort in die Kantine ging, in der das Mittagessen eingenommen wurde. Ein Teil der Tiroler RPP-Abordnung konnte wegen einer Verspätung den planmäßigen Anschlusszug nicht erreichen und stieß deshalb erst eine halbe Stunde später zur Gruppe dazu. Nach dem Essen gab es noch ein Geburtstagsständchen zum 70iger von Habicher Alois mit einem von Sonnweber Josef selbstverfasstem Gedicht.

Der Empfang bei "Stadler Rail" war überaus freundlich und die Werksbesichtigung begann mit einer Präsentation der Unternehmensgeschichte von der Firmengründung im Jahr 1942 bis zu den aktuellen Projekten. Die Firma ist als Holding organisiert und besteht aus Tochtergesellschaften mit Standorten in 15 Ländern. Sie beschäftigt weltweit rund 13.000 Mitarbeiter und gehört zu den größten Unternehmen in der Schweiz. Der Standort St. Margrethen im Dreiländereck ist das Kompetenzzentrum für Doppelstocktriebzüge innerhalb der Stadler-Gruppe. Nach über 20 Jahren in Altenrhein folgte 2020 der Umzug in das neu errichtete Werk in St. Margrethen. Hier entwickeln, fertigen und montieren Mitarbeitende auf rund 35.000 m2 Produktions- und Lagerflächen neben KISS-Zügen auch Straßenbahnen, meterspurige Schienenfahrzeuge und Reisezugwagen für den Schweizer und den internationalen Markt. Ein aktuelles ÖBB-Projekt ist der Abschluss eines Abrufvertrages von bis zu 20 neuen Lösch- und Rettungstriebzügen (= 3. Generation) mit einem Auftragswert von insgesamt 240 Mio. €. Die ersten fünf Züge im Wert von 60 Mio. € wurden bereits geordert und sollen bis Mitte 2024 ausgeliefert sein. Bei einem Rundgang durch die einzelnen Produktionshallen war die RPP-Truppe von dem Gesehenen - vom Rohmaterial bis zum fertigen Schienenfahrzeug - schwer beeindruckt.

Nach der sehr interessanten und aufschlussreichen Werksbesichtigung ging es mit dem Zug wieder zurück in Richtung Heimat mit "Zwischenhalt" im Bf. Feldkirch, wo der aufgestaute Durst endlich gelöscht und bei einem regen Meinungsaustausch die Wartezeit auf die Heimfahrzüge überbrückt werden konnte.

Organisation: Weber Karl

RPP 05-2023 - Präsentation ÖBB-Triebfahrzeug der Baureihe 1293 Vectron in Innsbruck

Laut RPP-Jahresprogramm 2023 wäre im Mai der zweite Teil der Letztjährigen Südtirol-Veranstaltung mit der Besichtigung von Schloss Wolfsthurn bei Mareit angestanden. RPP-Kollege Werner Ekkehard ist als Organisator des Treffens krankheitsbedingt leider ausgefallen. Anstelle dessen wurde das Treffen von Habicher Alois unter dem Motto "Besuch des Tiroler Lokalbahnmuseums" und "PÜräsentation des ÖBB-Triebfahrzeuges R 1293 Vectron" ausgerichtet.

Nach der Ankunft ging es für die 32 Teilnehmer vom Innsbrucker Hbf.zu Fuß nach Wilten zum Lokalbahn-Museum direkt neben der IVB-Zentrale. In zwei Gruppen aufgeteilt, gab es in der Ausstellung wechselweise einmal eine Präsentation der Geschichte der Tiroler Lokal- und Straßenbahnen des gesamten Alt-Tirol (Tirol, Südtirol und Trentino) und zum anderen die Besichtigung der historisch wertvollsten Fahrzeuge der Tiroler Lokalbahnen, die in der alten Remise der Stubaitalbahn aus dem Jahre 1904 untergebracht sind. An die 27 Fahrzeuge der Innsbrucker Mittelgebirgsbahn, der Innsbrucker Verkehrsbetriebe, der Lokalbahn Innsbruck - Hall, der Stubaitalbahn (alle Nordtirol) und der Rittner Bahn (Südtirol) wurden hier von den Mitgliedern des Museumsvereins originalgetreu restauriert. Sonderausstellungen widmen sich den Jubiläen von verschiedenen Bahnstrecken oder anderen Themen. Anschließend spazierten die RPP‘ler zum nahen Gasthaus "Riese Haymon" zum Mittagessen. Die Speisen und speziell die Getränke mundeten ausgezeichnet, auch deshalb, weil die (Ex-) Geburtstagskinder Hanika Dietmar, Radis Wilhelm und Riemer Herbert zu einer Runde einluden.

Danach ging es noch einmal zu Fuß zum nicht weit entfernten Produktionsstandort Innsbruck Hbf. (Remise 2) zur Vorführung des ÖBB-Triebfahrzeugs R 1293 Vectron. Zuerst gab es einen allgemeinen PowerPoint-Vortrag im Schulungszimmer, im Anschluss daran eine Besichtigung des eindrucksvollen ÖBB-Triebfahrzeuges am Gleis und abschließend im Rundschuppen "Vectron-Schulungsfahrten" am Simulator. Hier konnten die pensionierten RPP-Lokführerkollegen noch einmal ihre Fahrkünste unter Beweis stellen. Jedenfalls waren die ÖBB-Instruktoren davon so angetan, dass sie diesen Kollegen sofort einen Wiedereinstieg als Triebfahrzeugführer angeboten haben.

Die Reihe 1293 ist eine Bauart von E-Lokomotiven aus der Tfz.-Familie Vectron des deutschen Schienenfahrzeugherstellers Siemens Mobility, die seit 2019 bei den ÖBB eingesetzt wird. Sie stellt eine Weiterentwicklung der Reihe 1216 dar und weist im Betrieb mit Wechselstrom eine Leistung von 6.400 kW (= 8701,6 PS) bzw. mit Gleichstrom 6.000 kW (= 8157,7 PS) auf und hat eine Masse von bis zu 90 Tonnen, die auf vier Achsen verteilt eine Achslast von 22,5 Tonnen ergibt. Aufgrund der überwiegenden Verwendung im Güterverkehr sind die Lokomotiven zunächst für 160 km/h zugelassen. Zur Verbesserung der Laufeigenschaften auf kurvenreichen Strecken wurden sie mit aktiven Drehdämpfern ausgerüstet.

Das sehr informative Treffen wurde mit einer traditionellen Nachbesprechung in den in Bahnhofsnähe befindlichen Lokalen "Insieme" bzw. "City Point" beendet. Übrigens die großzügigen Geldspenden der (Ex-) Geburtstagskinder Eller Christian, Gatt Walter, Habicher Alois, Rieder Heinz, Schabus Helmut und Seebacher Walter wurden und werden bei den RPP-Veranstaltungen zur Bezahlung von diversen Eintritten, Führungen, Sonderbus-Kosten, Trinkgeld, usw. verwendet.

Organisation: Habicher Alois

RPP 06-2023 - Wanderung von Vinaders im Obernbergtal zur Sattelbergalm im Wipptal

Geplant war eine Wanderung im Kaisertal (Brentenhjochalm - Gamskogel - Steinberg) bei Kufstein. Aufgrund eines kurzfristigen Terminangebots für seine Hüft-OP musste Nairz Wilfried als Organisator die Durchführung des Treffens absagen. Als "Ersatz" sprang Hörtnagl Georg sofort ein und richtete nun die Juni-Veranstaltung mit der Wanderung auf die Sattelbergalm im Nordtiroler Wipptal aus.

Kurz vor der Grenze zu Italien, in Gries am Brenner, ist auf 1.637 m die Sattelbergalm angesiedelt. Mehrere urige Häuser liegen idyllisch auf einem schönen Plateau am Fuße des Sattelbergs (2.115 m) und geben den Blick auf die bereits zu Italien gehörenden Ausläufer der Tuxer Alpen, wie den Kraxentrager (2.999 m) und den Wolfendorn (2.776 m), sowie auf Nordtiroler Seite, auf den Padauner Kogel (2.066 m) oder das Nösslachjoch (2.231 m) und Eggerjoch (2.133 m) in den Stubaier Alpen frei. Hier gab es bis zur Einstellung des Schiliftes im Jahr 2006 einen regen Schibetrieb.

Aus Ost und West trafen sich die meisten der 20 Teilnehmer in der Haltestelle Gries am Brenner, um entweder die gesamte Strecke zu Fuß (Gunsam Ernst, Haslinger Alfred), mit dem Fahrrad (Seebacher Hannes, kein E-Bike) zu meistern oder mit dem Umsteigen auf den "Taxi-Shuttle" nach Vinaders bis zum Viehgatter gebracht zu werden. Von dort ging es für diese Wanderer ebenfalls zu Fuß in etwas mehr als einer Stunde zur Sattelbergalm hinauf. Einige "Diwan-Sportler" ließen sich jedoch mit dem Taxi ganz ans Ziel bringen. Auf der Alm angekommen, gab es in der Wirtschaft eine gute Hausmannskost zum Mittagessen, welche mit den zwei gesponserten Getränkerunden der Geburtstagskinder Seebacher Hannes und Strobl Johann natürlich noch um einiges besser schmeckte. Nach einem gemütlichen Beisammensein bei herrlichem Sommerwetter und traumhaft schönem Ausblick auf die Bergwelt wurde wieder zeitgerecht aufgebrochen, um die vorgesehenen Heimfahrzüge erreichen zu können. Seebacher Hannes fuhr mit seinem Rad von der Alm direkt nach Innsbruck nachhause. Die Ost-Kollegen Gunsam und Haslinger gingen über die italienische Staatsgrenze den "Schmugglerweg" zum Bahnhof Brenner hinunter, die übrigen Wanderer den Weg wieder zurück bis zur Pfarrkirche Vinaders und ein kleiner Rest ließ sich mit dem "Taxi-Shuttle" ins Tal bergab fahren. Beim Gasthaus Vinaders direkt neben der Pfarrkirche gab es noch einmal einen Zwischenhalt für eine Durstlöschaktion, zu der der Organisator Hörtnagl Georg eingeladen hatte. Der Linienbus brachte die RPP’ler anschließend fahrplanmäßig zum Bf. Steinach i.T., wo das Treffen mit dem Erreichen des Regionalzuges endete.

Organisation: Hörtnagl Georg
RPP 07-2023 - Besichtigung der Festung Altfinstermünz

Viele kennen Altfinstermünz eventuell von der Briefmarkenserie "Landschaften aus Österreich" mit der 2 Schillingmarke mit dem Finstermünz-Motiv (aufgelegt am 12.07.1974) oder als Filmkulisse im Spielfilm "Der Rebell", gedreht von und mit Luis Trenker. Manche sind auch nur vorbeigefahren, als sie vor Jahrzehnten günstig Zucker, Butter, usw. im schweizerischen Samnaun zollfrei einkaufen waren. Aber diesmal wollten die 33 RPP'ler das einzigartige Tiroler Baudenkmal mit einer profunden Führung durch Klapeer Hermann (Nauderer Altbürgermeister von 1998 bis 2003) erkunden.

Treffpunkt war der Bf. Landeck, wo die Anreisezüge aus Tirol und Vorarlberg in etwa zur gleichen Zeit antrafen. Mit dem Sonderbus der Fa. Kogoj fuhren die Teilnehmer von Landeck beim alten Zollamt Kajetansbrücke auf der Schweizer Seite Richtung Vinadi nach Altfinstermünz. Über einen Wanderweg ging es in ca. 20 Minuten abwärts zur Festung. Die nicht "Geländegängigen" wurden mit einem Shuttlebus direkt zur Wehranlage geführt. Nach einem sehr guten Mittagessen in der "Klausen Schenke" startete der hochinteressante und äußerst informative Besichtigungsrundgang,

Die Festung liegt an der Via Claudia Augusta, in der Finstermünzschlucht am Fuße des 1.186 m hohen Finstermünzpasses. Die Festung hatte von je her eine wichtige strategische Bedeutung, sowohl als Grenz- und Zollort als auch als Verbindung im Dreiländereckzwischen dem Tiroler Oberland, dem Vinschgau und dem Engadin. Schon die Römer bauten an dieser Stelle eine Holzbrücke, um den Inn zu überqueren. Im Mittelalter wurde dann die Klause errichtet, die 1263 als "castrum Lvechin der Vinstminze" erstmals erwähnt wurde. Ab 1300 wurde hier Zoll eingehoben. 1472 ließ Herzog Sigismund "der Münzreiche" die ersten Befestigungsanlagen errichten. Der gesamte Waren- und Personenverkehr über den Reschenpass führte bis ins 19. Jahrhundert hier vorbei. Als die neue Straße über den Reschenpass gebaut wurde, verlor die Klause endgültig an Bedeutung - Finstermünz wurde zu "Altfinstermünz". Der Weg hinunter zur Klause führt an einer Höhlenburg vorbei und durch einen Torturm hindurch. In diesem Torturm, auch als Klausenturm bekannt, war bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts das Gasthaus "Zur goldenen Krone" untergebracht, in dem die Fuhrleute Rast machen konnten. 2002 kaufte der Museumsverein Altfinstermünz die Anlage und machte sie schließlich der Öffentlichkeit als "Historische Erlebniswelt Altfinstermünz" mit neuem Besucherzentrum aus Stahl und Glas zugänglich.

Nach der rund 90-minütigen Führung ging es wieder zurück nach Landeck, wo ein Gutteil der RPP’ler mit dem nächsten Zug nachhause fuhr und einige noch den Abstecher in die ESV-Kegelbahn zur Nachbesprechung nicht ausließen. Auch die (Ex-) Geburtstagskinder Feichtner Robert, Gremer Karl, Habicher Otto und Zöhrer Erwin unterstützten mit ihren Sponsorbeiträgen die Abrechnung der Sonderbus-Kosten mit der Fa. Kogoj.

Organisation: Zöhrer Erwin

RPP 08-2023 - Besuch des Rosenheimer Herbstfestes


Was soll man eigentlich noch Großartiges berichten, wenn seit dem Bestand der RPP bereits acht Besuche des Rosenheimer Herbstfestes (2011 - 2016, 2022, 2023) stattgefunden haben. Es wurde genug an Historie, von Bierpreisen und unterschiedlichen Erlebnissen geschrieben. Schaut man in die Statistiktabellen, dann ist festzustellen, dass die Teilnehmerzahlen bei den vorangegangenen Besuchen zwischen fünfzehn und zwanzig RPP’lern variierten. In diesem Jahr konnten sich nur dreizehn aufraffen, um für ein gutes und süffiges Bier sowie einer üppigen Mahlzeit nach Rosenheim zu fahren. Heuer waren gefühlt um einiges mehr an Besuchern auf dem Festgelände, ein größerer Andrang an den Schaubuden und Fahrgeschäften sowie in den Festhallen der hiesigen Brauereien (Auer, Flötzinger) zu beobachten.
Es ist einfach herrlich, wenn die kleine aber feine RPP-Truppe zur Mittagszeit in der Auer-Festhalle eintrifft und die Kellnerinnen sich über das Wiedersehen freuen. Sie überlassen einem die freie Sitzplatzwahl, bedienen sehr freundlich und überaus schnell. Nach dem Mittagessen haben einige Teilnehmer ihre „Magenstabilität“ an Karussell, Achterbahn oder anderen technischen „Vergnügungsgerätschaften“ ausgetestet oder einige Mitbringsel für zu Hause eingekauft. Danach wurde noch zur „Flüssigkeitsregulierung“ der ein oder andere Maßkrug geleert, über „Gott und die Welt“ diskutiert und zwischendurch der bemühten Musikkapelle gelauscht. Alle RPP’ler sind diesmal gemeinsam und zeitgerecht - eigentlich erstmalig - von der Festwiese aufgebrochen, um zu Fuß oder mit dem „Bummelzug“ beizeiten am Bahnhof für den Heimfahrzug zu sein. Den Rückmeldungen zufolge war es wiederum ein gelungener und gemütlicher Tagesausflug nach Rosenheim.

Organisation: Nairz Wilfried
RPP 09-2023 - Mythologie der griechischen Götter- und Heldengestalten

Eigentlich wäre in der RPP-Jahresplanung der Besuch von Rauch‘s Radiomuseum in Lustenau am Programm gestanden, aber es hatte sich die einmalige Gelegenheit ergeben, dass der ÖBB-Pensionisten-Kollege Prof. Dieter Macek den RPP’lern seine jahrzehntelange Forschungsarbeit zu den mythologischen griechischen Götter- und Heldengestalten präsentieren wollte. Insgesamt 22 Teilnehmer trafen sich nun am Bf. Lauterach, um sich über die vielfältigen Verwandtschaftsverhältnisse aufklären zu lassen. Davor gab es jedoch noch im nahegelegen „Michis“ Cafè / Restaurant ein ausgezeichnetes Mittagessen. Danach führte der Weg zu Prof. Macek, der in seinem Haus in einem rund zweistündigen, abwechslungsreichen und lebendigen Vortrag seine akribische und über 30 Jahre dauernde Arbeit beschrieben hat.

Seit Jahrhunderten wird die Götterwelt der Antike von unzähligen Forschern aufgearbeitet und systematisiert, unter anderem in vielen Einzelgenealogien, die jeweils bestimmte Ausschnitte dieser Mythologie abzubilden versuchen. Nun liegt durch ihn weltweit erstmals eine Gesamtgenealogie mit 5.770 erfassten Götter- und Heldenfiguren der griechisch-mediterranen Mythologie vor. Die ca. 102 m2 große Schautafel wird begleitet von über 11.400 Seiten erläuternden Texten, die in alphabetischer Reihenfolge 7.819 Figuren vorstellen - neben den in den Schautafeln erfassten weiteren 2.049, die in keinen Stammbaum eingebunden werden können. Das Werk zeigt, dass die „griechisch-mediterrane Mythologie“ einen gigantischen mythologisch-religiös-literarischen Komplex darstellt. Durch die Veranschaulichung wird die gewaltige Wirkung der antiken Dichtungen für die Entwicklung unserer Kultur leichter nachvollziehbar. Neben den internationalen Publikationen war die Präsentation der Göttersammlung im Pergamonmuseum in Berlin mit 1,6 Millionen Besuchern zweifellos einer der Höhepunkte im Leben des Dieter Macek. Am 26.10.2015 wurde ihm für seine wissenschaftliche und international viel beachtete Arbeit vom damaligen Bundespräsident Heinz Fischer dafür der Titel „Professor“ verliehen.

Mit einem „Abschlussbier“ klang das hochinteressante Referat aus und für die meisten RPP’ler ging es anschließend sofort zurück zum Bahnhof, um die vorgesehenen Heimfahrzüge erreichen zu können. Ein Teil der Vorarlberger Kollegen mussten in der gegenüberliegenden Gastwirtschaft noch über einige „Heldengestalten“ diskutieren …

Organisation: Ehrbach Manfred
Sonder-RPP 2023 - Kärntner Spezialitäten

Nachdem unser "Vorarlberger" Kollege aus Kärnten - Drolle Gerd - bereits dreimal eine Sonder-RPP-Veranstaltung (2013 / 2016 / 2020) selbst oder mit Team erfolgreich organisiert hatte, übernahm er auch in diesem Jahr die Gesamtorganisation für den mehrtägigen Ausflug nach Mittelkärnten. Als "Basislager" diente wieder St. Veit an der Glan, von wo aus die 36 Mann starke RPP-Truppe die Sehenswürdigkeiten von Friesach und Ferlach erkundeten und hier so einige interessante "Schmankerln" erfahren konnten.

Freitag, 06.10.2023

Sowohl die Vorarlberger als auch einige Tiroler Kollegen fuhren gemeinsam mit dem RJX 765 über Kufstein nach Salzburg, um mit dem Anschlusszug RJ 111 nach Klagenfurt und mit der S-Bahn weiter nach St. Veit an der Glan zu kommen. Das Risiko bestand nämlich darin, dass die DB trotz planmäßiger Abfahrt in Innsbruck mit den "betrüblichen" Unwägbarkeiten auf ihrem Streckenabschnitt ein Anschlussversäumnis produzieren könnten. Der Lokführer gab sein Bestes, damit die Zeitverluste der Langsamfahrabschnitte und Bedarfshalte auf der Strecke im Rahmen blieben und so die Weiterfahrt ab Salzburg Hbf. mit einem Bahnsteig-"Sprint" doch noch möglich wurde. Leider hatte Wachter Günter die Knappheit des Zugübergangs unterschätzt und damit die Weiterfahrt erst zwei Stunden später fortsetzen können. Entspannter hingegen waren jene RPP-Kollegen, die sich für die Brixental-"Variante" ab Innsbruck entschieden hatten und erst im Bf. Schwarzach-St. Veit dem RJ 111 zugestiegen sind. In weiterer Folge verlief die Zugfahrt problemlos und der Zeitvertreib erfolgte je nach eigenem Gusto (Ruhen, Lesen, Diskutieren, Speisewagen-Besuch, etc.).

Drolle Gerd empfing die Teilnehmer am Bahnhofsvorplatz von St. Veit an der Glan und fuhr sodann mit ihnen gemeinsam mit dem angemieteten Sonderbus zum rund 20 km entfernten Gasthaus "Braukeller" nach Hirt zum etwas verspäteten Mittagstisch. Dort in einer großen Extra-Stube untergebracht, gab es für die RPP‘ler ein bereits im Vorfeld ausgewähltes, vorzügliches und flott serviertes Mittagessen. Als Überraschungsgast gesellte sich hier der geschäftlich in Kärnten weilende Weiss Wilfried zur RPP-Reisegruppe dazu. Mit einem zünftigen Schnapserl verabschiedeten die Wirtsleute ihre Gäste zur Fahrt ins 5 km entfernten Friesach zur Stadtbesichtigung.

Die älteste Stadt Kärntens hat ihr mittelalterliches Erscheinungsbild bis heute bewahrt: eine intakte Stadtbefestigungsanlage, der einzige noch wasserführende Stadtgraben Österreichs mit 820 Meter Länge, drei Burgen, Kirchen, Klöster und viele Kleinkunstdenkmäler entstanden seit dem 12. Jahrhundert. Bauherren waren die Salzburger Erzbischöfe, die den Ort als ihre Nebenresidenz förderten. Bei einem knapp zwei Stunden dauernden interessanten Stadtspaziergang mit Führung durch die bemerkenswerte Altstadt konnten alle wichtigen historischen Baudenkmäler entdeckt werden. Entlang des Stadtgrabens wurde von der Fremdenführerin darauf hingewiesen, dass überwiegend Sponsoren und auch Spender der Aktion "Rettet den Stadtgraben Friesach- Der Stein, der deinen Namen trägt" zur Erhaltung und Sanierung der Stadtmauer beitragen. Burtscher "Adi" rief sofort zu einer spontanen Spendenaktion auf und sammelte 360,- € ein, womit laut Förderverein symbolisch die Sanierung von einem Quadratmeter unterstützt wird. Über die Steinbrücke mit Bäckertauche (Schandstuhl) ging es durch eine breitere Straße zum Hauptplatz mit Altem Rathaus und Stadtbrunnen, weiter zur Stadtpfarrkirche Sankt Bartholomäus, zum Fürstenhof mit historischem Getreidespeicher, zur Deutschordenskirche, vorbei am ehemaligen Kloster der Dominikaner und hinein in die Dominikanerkirche. Einige der Teilnehmer mussten in einem Straßencafé kurzzeitig eine Kulturpause einlegen und stießen danach wieder zur Gruppe dazu. Zum vereinbarten Zeitpunkt waren alle pünktlich beim Sonderbus und traten gemeinsam die Rückfahrt nach St. Veit an der Glan zum Kunsthotel "Fuchspalast" an. Nach dem Zimmerbezug konnten die RPP’ler den Abend gestalten wie sie wollten. Entweder suchten sie nach einem gemütlichen Gastlokal, um noch ein Abendessen genießen zu können oder sie gingen gleich direkt auf das Festgelände des 660. Wiesenmarktes, um den aufgestauten Durst zu löschen. In den Festzelten herrschte jedoch ein überaus reges Treiben mit einem so hohen Lärmpegel, dass die meisten bald wieder zurück im Hotel waren und den Tag mit einem finalen Absacker vom Getränkeautomaten im Hotel-Eingangsbereich abschlossen.
Samstag, 07.10.2023

Nach einem guten und ausreichenden Frühstück wurde um 09:00 Uhr ohne Hast in das Programm des zweiten Tages gestartet. Der Historma-Bus stand pünktlich vor dem Hotel, um die RPP-Truppe zum vormittäglichen Besuch mit Führung durch das Büchsenmacher-Museum im Schloss Ferlach zu bringen. Vor der Abfahrt mussten die "Technikverliebten" den Oldtimerbus noch genauer unter die Lupe nehmen, denn es war ein Saurer 4SHO, Baujahr 1967 und 37-sitziger, ehemaliger Mannschaftswagen der Österreichische Bundesgendarmerie. RPP-"Autobus-Tester" Fritz Franz hatte hier etwas kräftiger in das Bremspedal getreten, das "beleidigt" für längere Zeit nicht mehr in die Ausgangssituation zurückging. Der Bus-Chauffeur wollte für die Fahrt daraufhin einen Ersatzbus ordern, der jedoch nicht mehr gebraucht wurde, da das Bremspedal selbständig und langsam wieder in den Ordnungszustand zurückgekehrt war. Die ca. 50 km lange Fahrt nach Ferlach wurde nur mehr durch eine dringliche "Pinkelpause" und einer kurzen Besichtigung der in der Nähe gelegenen Kärntner "LH Jörg Haider" -Gedenkstätte unterbrochen. Zum vereinbarten Führungsbeginn standen die Teilnehmer um 10:30 Uhr bereit, um sich das außergewöhnliche Büchsenmacher- und Jagdmuseums im Schloss Ferlach anzusehen.

Als Industriestandort und Erzeugungsstätte hochqualitativer Jagdwaffen erlangte Ferlach über Jahrhunderte hinweg Weltruf. 1620 entstand das erste Handwerkssiegel der Ferlacher Büchsenmacherzunft. Nachdem zuerst Kriegswaffen produziert wurden, erfolgte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Umstellung auf Jagdwaffen. 2010 wurde das Büchsenmacherhandwerk als immaterielles Kulturerbe der UNESCO ausgezeichnet. Das Museum spannt einen breiten Bogen von der Veränderung der Jagdarten über Innovationen der Büchsenmacherei zur Jagd in Malerei, Literatur und Musik bis hin zu den Einflüssen der Jagd auf die Sprache des Alltags und auf Grundlagen unserer Gesellschaft. Es ist faszinierend, was es alles dabei zu entdecken gibt: von Waffen ab dem 16. Jahrhundert bis in die Jetztzeit über Trophäen, präparierte Tiere, die Sammlung " Horten & Dr. Reichel exotisch" bis hin zur weltweiten Tierwelt von der Arktis bis in den tiefsten Urwald sowie viele Ausstellungsobjekte rund um das Thema Jagd, Natur und Menschheit. Die Ausführungen des Museumsführers, selbst Büchsenmachermeister, waren derart kompetent und beeindruckend, dass die Zeit der über neunzig Minuten dauernden Führung wie im Flug verging.

Die RPP’ler fuhren anschließend mit dem Oldtimerbus zum nur wenige Minuten entfernten Gasthof Plasch zu einem gemütlichen und ausgezeichneten Mittagessen. Danach kam wieder ein Historama-Doppeldeckerbus, diesmal der Marke M.A.N. SD 200 mit Baujahr 1976, der die Teilnehmer zum nahen Historama-Technikmuseum brachte, wo hier am Nachmittag ein Besuch anstand.

Der Verein "Nostalgiebahnen in Kärnten" besteht seit 1990. Keine andere vergleichbare Institution betreibt eine eigene Bahnstrecke mit historischen Dampfzügen, eine Flotte von mehr als einem Dutzend Oldtimerbussen, zwei Verkehrsmuseen, zwei Museumsstraßenbahnen und zwei Nostalgieschiffen und führt darüber hinaus Sonderfahrten auf öffentlicher Eisenbahninfrastruktur durch. Gestartet wurde mit dem Besuch des Technikmuseums "Historama", welches das zweitgrößte Verkehrsmuseum Österreichs darstellt. Untergebracht ist es in den ehemaligen Hallen eines Industriebetriebes in Ferlach. Durch die eindrucksvolle stählerne Deckenkonstruktion trägt die Ausstellungshalle ihren Teil zum historischen Ambiente bei. Auf mehr als 4.700m² Ausstellungsfläche trifft man Kutschen, Straßenbahnfahrzeuge, einspurige Fahrzeuge, Pkw, Lkw, Fluggeräte und Ausstellungsstücke aus der Schifffahrt an. Trotz der Größe der Halle scheint jeder Millimeter mit Exponaten belegt zu sein. Nach der ca. einstündigen Führung folgte der nächste Höhepunkt mit der Dampfzugfahrt vom Museumsgelände über den Bf. Ferlach - mit Umsetzen der Dampfstraßenbahnlok "Adele", Baujahr 1888 - zum Bf. Weizelsdorf. Hier wird der Wassertank der Adele wieder aufgefüllt und die Lokmannschaft erklärt den Fahrgästen die Besonderheiten der Dampflok und auch die Geschichte zum Lokschuppen sowie den am Bahnhof zu sehenden Fahrzeugen. Anschließend bringt sie der Dampfzug wieder die rund sieben Streckenkilometer zurück nach Ferlach aufs Museumsgelände. Zum Abschluss des Besuchs gibt es für alle Teilnehmer noch frisch gebratene Maroni und ein Glas Sturm, den süß herben Traubenmost. Die Teilnehmer mussten mehrmals aufgefordert werden, in den Doppeldeckerbus zur Rückfahrt nach St. Veit an der Glan einzusteigen. Die Fahrt zum Hotel führte über Klagenfurt mit Blick auf den Lindwurm zurück zum Hotel. Danach konnten die RPP’ler den Abend nach ihrem Gutdünken gestalten, wie sie es gerne wollten.
Sonntag, 08.10.2023

Da die Rückreise von St. Veit an der Glan mit RJ 131 erst um 10:08 Uhr gestartet wurde, war genug Zeit für ein ausreichendes Frühstück der RPP‘ler. Vom Hotel ging es mit einem zehnminütigen Fußmarsch zum Bahnhof. Einige der Teilnehmer fuhren jedoch schon früher mit der S-Bahn nach Klagenfurt, um bereits dort und nicht erst in Villach Hbf. in den Anschlusszug EC 112 einsteigen zu können. So wie bei der Hinfahrt reiste ein Teil der Truppe über Schwarzach/St. Veit und das Brixental sowie der andere über Salzburg Hbf. und das "Deutsche Eck" nach Hause zurück. Alle Teilnehmer erreichten pünktlich ihren vorgesehenen Zielbahnhof.

Ein ganz besonderer DANK gebührt unserem RPP-Kollegen Drolle Gerd für die tolle und vorbildliche Organisation sowie für den reibungslosen Ablauf der gesamten Veranstaltung!

Organisation: Drolle Gerd

RPP 10-2023 - Besuch der ÖBB-Lehrwerkstätte in Bludenz

Nach 2022 wäre für die Oktober-Veranstaltung abermals die Betriebsbesichtigung der Bierbrauerei in Frastanz vorgesehen gewesen. Wegen verschiedener Umstände musste aber diese Aktivität wiederum abgesagt werden. Stattdessen gab es nun eine sehr informative Betriebsbesichtigung in der Lehrwerkstätte in Bludenz.

Am Bf. Bludenz trafen sich 22 neugierige RPP‘ler, um zuerst gemeinsam zur Pizzeria „Antonio“ zu spazieren und dort gemütlich das Mittagessen einzunehmen. Speis und Trank mundeten ausgezeichnet, schon deshalb, weil „Neu“-RPP’ler Schröter Werner zu seinem Einstand eine Getränkerunde spendierte. Danach ging es wieder zurück zum Bahnhof zur neuen und im Jahr 2020 in Betrieb genommenen ÖBB-Lehrwerkstätte. Vom Unternehmen wird hier für eine praxisnahe Ausbildung auf einer Bruttogrundfläche von rund 3.200 m² eine moderne Infrastruktur und Ausstattung zur Verfügung gestellt. Diese bietet den Lehrlingen große, tageslichtdurchflutete Räume mit optimalen Raumklima und Gerätschaften sowie Maschinen auf dem neuesten Stand der Technik. Gerhard Tschann - Leiter der Lehrwerkstätte - erklärte den Teilnehmern die geschichtliche Entwicklung der Lehrlingsausbildung in Vorarlberg bis zum Neubau in Bludenz. Aktuell werden vor Ort rund 100 Jugendliche in vier technischen Lehrberufen (Elektrotechnik / Anlagen- und Betriebstechnik, Metalltechnik / Maschinenbautechnik, Gleisbautechnik und Mechatronik/Automatisierungstechnik) ausgebildet. Dazu ist es notwendig, jährlich rund 30 neue Lehrlinge aufzunehmen.

Die Führung erfolgte durch den gesamten Gebäudekomplex, betreut und informiert von jeweils zwei dazu abgestellten Lehrlingen. Von der RPP-Truppe konnten viele interessante Einblicke in die Lehrinhalte, den gebotenen Lernmöglichkeiten und zur Einstellung der Protagonisten gewonnen werden. Der hohe Anteil an positiven Lehrabschlüssen und Auszeichnungen ist jedenfalls der beste Beweis für die Qualität der Ausbildung und vor allem des engagierten Ausbilderteams. Nach der beindruckenden Betriebsbesichtigung gab es zum Abschluss noch eine Nachbesprechung im Restaurant „Kohldampf“ (ehemals Fohrenburg), wo schließlich unter anderem auch der aufgestaute Durst gelöscht wurde. Alle Teilnehmer konnten nach Maßgabe ihres Zeitbudgets problemlos die vorgesehenen Heimfahrzüge erreichen.

Organisation: Ehrbach Manfred, Drolle Gerd
RPP 11-2023 - Besuch des Krippenmuseums Stamserhaus

Seit Beginn der RPP-Veranstaltungen hat es bei den November-Treffen schon einige Male "Advent und Weihnachtszeit" als Schwerpunktthema gegeben. Im heurigen Jahr kam es zum Besuch des Krippenmuseums Stamserhaus in Wenns im Pitztal. Nur wenige Tage vor dem ersten Adventwochenende trafen sich 19 Teilnehmer am Bf. Imst, um das im denkmalsgeschützten "Stamserhaus" untergebrachte Museum zu besuchen.

Bevor es jedoch ins Pitztal ging, wanderten die RPP’ler zum nahegelegenen Hotel Gasthof "Neuner" zu einem gutbürgerlichen Mittagessen. Dieses hatte allen vorzüglich gemundet. Anstelle eines "Getränke-Sponsorings" übernahmen diesmal die vier (Ex-) Geburtstagkinder Ehrbach Manfred, DI Musyl Georg, Schöpf Peter und Silly Karl die Bezahlung der Sonderbus-Rechnung der Fa. "Auderer Reisen". Nach der mittäglichen Stärkung fuhr die RPP-Truppe bei leichtem Schneetreiben nach Wenns.

Am kurzen Fußweg vom Bus zum Museum kamen die Teilnehmer vorbei am gegenüber liegenden "Platzhaus" des ehemaligen Dorfvogtes, das zwischen 1576 und 1608 eine kunstvolle Komplettbemalung der Hausfassade erhielt. Vor dem Betreten des Museums wird man schon am Vorplatz mit einer schönen Weihnachtskrippe mit lebensgroßen Figuren darauf eingestimmt. Das "Stamserhaus" beeindruckt ebenfalls mit seinem spätmittelalterlichen Kern, der getäfelten Stube, der gewölbten Küche und den romanischen Kellerräumen. Seine Grundmauern sind rund 700 Jahre alt und darf sich damit zu den ältesten Bauernhäusern Tirols zählen. Gezeigt werden hier über 40 Krippen. Der 1860 gegründete "Weihnachtskrippe-Gesellschaftsverein Wenns" ist nachweislich der älteste Krippenverein der Welt. Seitdem wurden mehr als 350 Wenner Krippen geschaffen, viele sind noch erhalten und einige werden im Stamserhaus gezeigt. Nach der ausführlichen und beeindruckenden Führung gab es in der Museumsstube noch einen gemütlichen Abschluss mit Zelten, Glühwein oder sonstigem Getränk. Das traditionelle "Gloriawasser" durfte hier ebenso nicht fehlen.

Sonnweber Josef und die Museumsführerin trugen noch einige humorvolle weihnachtliche Geschichten vor, untermalt vom Gitarre spielenden Gremer Karl mit einigen nicht ganz so weihnachtlichen Gesangsmoritaten. Die Besuchszeit in Wenns verging wie im Flug und schon wartete der Sonderbus für die Rückfahrt nach Imst. Mit wenig Verkehr auf der Straße wurde der Bahnhof schneller erreicht als gedacht. Die Heimfahrzüge waren pünktlich unterwegs und deshalb gab es von den RPP’lern auch keine großen Wartezeiten zu überbrücken.

Organisation: Zöhrer Erwin

RPP 12-2023 - Jahresausklang im Gasthof Stern in Mittenwald

Und schon wieder ist ein Jahr eigentlich fast vorbei. Je älter man wird, desto mehr entsteht der Eindruck, dass die Zeit jedes Jahr viel schneller verrinnt. Und auch an jedem Jahresende kommt es zu derselben Fragestellung, was soll man beim letzten RPP-Treffen überhaupt berichten und welche Ereignisse, Statistiken oder ähnliches müssen bei einem Jahresabschluss wirklich dabei sein?

Nun: Das Jahr 2023 war auf gut tirolerisch „ein Rutscher“. Obwohl bereits im Jänner der „übliche“ Schneemangel die traditionelle Rodelveranstaltung diesmal verhinderte, wurde in kürzester Zeit mit den BBT-Tunnelwelten ein Ersatz dafür gefunden. Das zeigte aber auch auf, dass trotz guter Planungen, manchmal unterjährige Änderungen oder Korrekturen des RPP-Jahresprogramms vom Organisationsteam durchzuführen sind. Die Teilnehmer bei den dreizehn Tagesausflüge und dem dreitägige Sonder-RPP in Kärnten waren mit dem Dargebotenen sehr angetan. Beim diesjährigen Veteranentreffen wurde mit der etwas zurückhaltenderen Teilnahme der gewonnene Eindruck bestätigt, dass die Pensionisten-Kollegen im Vorjahr mit der Vorstellung der „ÖBB-Technik der Zukunft“ vielleicht etwas überfordert wurden. Jedenfalls sind alle RPP-Aktivitäten in einer eigenen Internet-Homepage und darüber hinaus in einem (13.) Jahrbuch dokumentiert.

Auch „personalmäßig“ hat sich wiederum einiges getan, denn erfreulicherweise haben sich sieben NEUE unserer „Regionalen Pensionisten Plattform West“ angeschlossen und bedauerlicherweise sind im Laufe dieses Jahres leider fünf RPP-Mitglieder verstorben. Besonders wohltuend ist abschließend zu vermerken, dass die „etwas weiter entfernt wohnenden“ RPP-Kollegen Gunsam Ernst (NÖ), Haslinger Alfred (W) und Ing. Doppler Alois (S) gemeinsam mit uns „West’lern“ (T / V) schon seit vielen Jahren im Gasthof Stern in Mittenwald den traditionellen Jahresausklang bei Weißwurst und Bier gemäß unserem Leitspruch feiern:

Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen (Antoine de Saint-Exupéry, französischer Schriftsteller, 1900 - 1944)

Organisation: Habicher Alois
2022
Langeweile? Nicht mit uns!
Kaum zu glauben: erst freut man sich, endlich die Mühen des Arbeitslebens ablegen zu können und Zeit für sich und seine Lieben zu haben und dann wird zu viel unausgefüllte Zeit doch zu einem Problemfaktor - Langeweile macht sich breit. So manchem fällt in der Pension die sprichwörtliche Decke auf den Kopf. Wenn wir jung bleiben wollen, müssen wir besonders darauf achten, den Alltag aktiv zu gestalten. Nach dem verdienten Abschluß des Berufes werden logischerweise auch die sozialen Kontakte weniger. Viele Beschäftigungen machen erst in der Gruppe, gemeinsam mit anderen Menschen richtig Spaß.
Um Freizeit im Alter genießen zu können, ist Struktur im Leben und in den Gewohnheiten hilfreich. Die Aktivitäten im Ruhestand sollten deshalb vorab geplant sein, regelmäßig stattfinden und vielfältig ausgerichtet sein - also genau so, wie wir es bei der RPP-West handhaben.
Wir genießen unseren Ruhestand in vollen Zügen und machen das, was uns Spaß macht. Wichtig sind die Ausgeglichenheit und die Aktivität mit Gleichgesinnten, um der Langeweile im Alter zu entgehen. Durch geplante und aktive Freizeitgestaltung beugen wir vor und haben gemeinsam Freude am Leben. Langeweile im Alter? Nein danke, nicht mit uns!

RPP 01-2022 - Rodelausflug Maria Waldrast bei Matrei am Brenner - 27. Jänner 2022

Im Jahr 2021 durfte die RPP-Rodelpartie wegen eines Corona-Lockdowns nicht durchgeführt werden, obwohl sich der schneereiche Winter von seiner besten Seite gezeigt hätte. Heuer war es nun möglich, trotz der strengen COVID-19-Maßnahmenverordnung des Gesundheitsministeriums die Veranstaltung abzuhalten, nur diesmal hat sich der Winter mit dem Schnee etwas geziert. Das schöne Wetter trug jedenfalls einiges dazu bei, dass es einen herrlichen und vergnüglichen RPP-Rodeltag im Tiroler Wipptal gab.

Die 21 Teilnehmer bewältigten die Berg- und Talstrecke zwischen dem Bf. Matrei a.Br. und dem Klostergasthof in vier unterschiedlichen Varianten, wobei auch der Taxidienst in beiden Richtungen gut genutzt wurde. In der Gaststätte gab es für die RPP’ler ein ausgezeichnetes Mittagessen. Die dazugehörenden Getränke sponserten die (Ex-) Geburtstagkinder Mairhofer Peter, Weiss Wilfried und Werner Ekkehard. Danach erfolgte die Startnummernausgabe an 15 Rodelsportler. Als Richtzeit für den Sieger wurde die achte Fahrzeit festgelegt. Die Rodelbahn präsentierte sich trotz der geringen Schneelage von ihrer besten Seite. Durch die sehr griffige Schneebahn mussten die Rodelsportler sehr aufpassen, damit sie nicht zu schnell wurden, um das Rennen auch sturzfrei beenden zu können. Für uns alle, aber vor allem für den großartigen Organisator Hörtnagl Georg ist es immer sehr wichtig, dass die Winterveranstaltung ohne Verletzungen abgewickelt werden kann.

Bei der Siegerehrung im Parkhotel Matrei gab es - wie meistens - erstaunte Teilnehmer, als die Ergebnisse verlautbart und die drei Erstplatzierten prämiert wurden:
1. Kneringer Gerhard 05:57:41(+00:00,00)
2. DI Musyl Georg 05:58:11(+00:00,70)
3. Biechl Andreas 06:11:32 (+00:13,91)

Wie die Jahre zuvor, mussten nach der Preisverteilung einige Kartenspieler noch im „Ladinisch“-Watten ihre „Kräfte“ messen. Nach hartem Kampf standen Weiss Wilfried und Werner Ekkehard als die Siegergegen Feichtner Robert und Pregenzer Kurt vom Spieltisch auf.

Organisation: Hörtnagl Georg

RPP 02-2022 - Besichtigung des Rettungsmuseums in Frastanz - 24. Februar 2022


Im Februar und dazu auch noch am "Unsinnigen" Donnerstag trafen sich 24 RPP’ler in Frastanz, um der Vorarlberger Museumswelt bereits den sechsten Besuch abzustatten. Diesmal stand eine Führung durch das Rettungsmuseum und durch das erst im Oktober 2021 neu eröffnete Fotomuseum an. Davor ging es jedoch vom Bahnhof nur wenige Minuten zu Fuß zum Restaurant "Kreuz" zu einem guten Mittagessen. Da die (Ex-) Geburtstagskinder Biechl Andreas, Fritz Franz, Jammer Herbert und Sonnweber Josef die "Spendierhosen" anhatten, wurden mit ihren großzügigen Spenden diesmal nicht der Gerstensaft gesponsert, sondern die gesamten Eintritts- und Führungskosten übernommen. Anschließend spazierte die Truppe zum nahegelegenen Museumsgebäude.

Der Besuch startete im Museumskino mit einem „Image“-Film über die Sammlungen des Hauses, denn die Vorarlberger Museumswelt beherbergt nun sieben Museen unter einem Dach. Die Exkursion wurde alternierend in zwei Gruppen durchgeführt. Das neue Fotomuseum betritt man durch einen großen, begehbaren "Faltbalg", umrahmt von einem ausgeklügelten Lichtkonzept. Erst wenn man im Raum ist, werden beim Durchschreiten die beleuchteten Vitrinen mit den schönen Objekten sichtbar. Es eröffnet sich eine Zeitreise durch die Geschichte der Fotografie, denn die präsentierten Kameras und Fotogeräte lassen fast 200 Jahre Technik- und Designgeschichte Revue passieren. Zudem können Blicke in die Dunkelkammer geworfen und die Grundprinzipien der Fotografie erfahren werden.

Die Gründung des Rettungsmuseums geht auf die Initiative des Hohenemser Rot-Kreuz-Sanitäters Ernst Schwarz zurück. Durch internationale Kontakte konnte er zahlreiche Exponate erwerben und tauschen, darunter manches Unikat. 1994 fand die umfangreiche Privatsammlung Platz im "Klausur Gebäude" beim Krankenhaus Hohenems. Nach dessen Verkauf kam das "1. Österreichische Rettungsmuseum" in die "Vorarlberger Museumswelt" nach Frastanz. Das ist die einzige Sammlung, die noch nicht nach dem neuesten museumspädagogischen Konzept präsentiert werden kann. Laut Museumsverantwortlichen ist hier jedoch eine sehr zeitnahe Umsetzung vorgesehen. Zum Abschluss gab es im Museumscafè noch eine sehr gemütliche und humorvolle "Nachbesprechung", die mit einigen von Sonnweber Josef selbst verfassten Kurzgeschichten und Mundartgedichten aufgelockert wurde. Dadurch verging die Zeit derart schnell, sodass der Aufbruch zur Heimreise mehrfach "angemahnt" werden musste …

Organisation: Ehrbach Manfred, Drolle Gerd

RPP 03-2022 - Besichtigung des Schreibmaschinenmuseums in Wattens - 31. März 2022

Im März stand der Besuch des kleinen, aber feinen Schreibmaschinenmuseums in der Marktgemeinde Wattens auf dem RPP-Programm. Die 19 Teilnehmer reisten hier individuell mit dem Linienbus direkt oder mit dem Zug und einem ca. 1,5 km langen Fußweg bzw. mit dem Taxi vom Bahnhof zum Gasthaus "Goldener Adler" an. Dies war der vereinbarte Treff- und Ausgangspunkt des Tagesausfluges. Gestartet wurde mit einem ausgezeichneten Mittagsessen, welches mit den zwei von den März-Geburtstagskindern Dravetz Siegfried, Pregenzer Kurt und Sonnweber Alois gesponserten Getränkerunden noch besser mundete. Anschließend spazierte die Truppe über die Hauptstraße zum nur wenige Meter entfernten Museum.

Die Erfindung der Schreibmaschine stand am Beginn einer großen Umwälzung im Büroalltag. Ihr wahrer Wert wurde leider viel später erkannt und erst das 19. Jahrhundert brachte dafür die weite Verbreitung und Anerkennung. Beginnend mit dem hölzernen Schreibapparat vom Südtiroler Peter Mitterhofer aus dem Jahr 1864 spannt sich ein weiter Bogen bis zu den elektronischen Geräten der Gegenwart. Über 500 liebevoll restaurierte und funktionsfähige Modelle geben einen Einblick in die unterschiedlichen Ideen der jeweiligen Erfinder. Auch Blinden-, Stenographie- und Spielzeugmaschinen sowie Fernschreiber und Chiffriergeräte gibt es zu bewundern. Viele unbekannte Geschichten über Konstrukteure, Produzenten und Firmeninhaber sowie sonstige Begebenheiten rund um die maschinelle Textbearbeitung gestaltete die Führung des Museumsleiters und Sammlers Jörg Thien kurzweilig, sehr spannend und überaus lehrreich. Übrigens: Das Museum besteht seit 2002 und feiert heuer somit das 20-jährige Gründungsfest, außerdem wurden Schreibmaschinen bis 2011 hergestellt, als die letzte Fabrik für mechanische Schreibmaschinen in Indien ihre Tore für immer schloss.

Nach dem Museumsbesuch ging es noch einmal zurück zum nahen Gasthof "Goldener Adler", um den monatlichen RPP-Tag gemütlich ausklingen zu lassen. Auch die Heimfahrt gestaltete sich so wie die Anreise, nämlich individuell und je nach eigenem, geplantem Zeitbudget …

Organisation: Nairz Wilfried
RPP 04-2022 - Betriebsbesichtigung der Fa. Doppelmayr - 28. April 2022

Bereits 2019 kam es zur ersten Kontaktaufnahme für eine Betriebsbesichtigung im Jahr 2020 bei der Fa. Doppelmayr in Wolfurt / Vorarlberg. Dann brach die Corona-Pandemie und deren massive Maßnahmenverordnungen über uns herein, die damit mehrfache Verschiebungen und Absagen der Veranstaltung auslösten. Im April 2022 war es nun endlich soweit, dass der Weltmarktführer im Seilbahnbau besucht werden konnte. Insgesamt 50 RPP’ler wollten sich diese einmalige Gelegenheit nicht entgehen lassen.

Treffpunkt für die Teilnehmer war der Bf. Dornbirn, von wo es zu Fuß nur wenige Meter zur "Wirtschaft" ging, in der das Mittagessen eingenommen wurde. Danach hieß es noch einmal denselben Weg zurück zur Bushaltestelle, um mit einem Sonderbus zur Unternehmenszentrale nach Wolfurt zu gelangen. Der Empfang war dort überaus freundlich und die Betriebsbesichtigung begann mit einer Präsentation der Unternehmensgeschichte von der Firmengründung im Jahr 1893 bis zu den aktuellen Projekten. Die einstmaligen Seilbahnbaupioniere führen die Branche nicht nur wirtschaftlich an, auch bei Innovationen gilt die "Doppelmayr/Garaventa Gruppe" als Speerspitze der Industrie. Neue, schnellere und komfortablere Lifte gehören dazu ebenso wie Seilzugtechnologie für Erlebnisparks, Schwebebahnen in Las Vegas sowie der Transport zu Sehenswürdigkeiten wie z. B. auf die Chinesische Mauer. Darüber hinaus etabliert sich das Unternehmen im Bereich alternativer urbaner Transportmittel vor allem im asiatischen und südamerikanischen Raum. Mit 60% Marktanteil und Niederlassungen bzw. Vertretungen in 50 Ländern stehen sie an der Spitze der Industrie. Im Geschäftsjahr 2020/21 erzielte das Unternehmen 763 Mio. Euro an Umsatz und beschäftigt weltweit 3.192 Mitarbeiter, davon 1.617 in Österreich. Nach der Präsentation gab es noch einen sehr informativen Rundgang durch die Werkshallen und das Firmengelände, bei dem festzustellen war, dass firmenseitig auf Ordnung und große Sauberkeit geachtet wird. Die RPP-Truppe war von dieser Unternehmensvorstellung schwer beeindruckt.

Nach der Betriebsbesichtigung ging es mit dem Sonderbus wieder zurück nach Dornbirn in den Gastronomiebetrieb "Wirtschaft", um das Treffen gemütlich ausklingen zu lassen. Aufgrund der Nähe zum Bahnhof konnten die vorgesehenen Heimfahrzüge problemlos erreicht werden. Ein Danke ergeht an die (Ex-) Geburtstagskinder Ing. Beer Heinz, Dornauer Roman, Ebster Karl, Ganahl Norbert und Habicher Alois für ihre Sponsorbeiträge zur Abdeckung anfallender RPP-Kosten (z.B. Sonderbus, etc.).

Organisation: Ing. Beer Heinz, Ehrbach Manfred
RPP 05-2022 - Themenwanderung Stanzer Waalweg - 19. Mai 2022

Im Mai wollten bei der "Themenwanderung Waalwege" im Tiroler Oberland insgesamt 31 RPP’ler mit dabei sein. Am Bf. Landeck wartete bereits der Sonderbus der Fa. Kogoj, um die Teilnehmer nach Stanz zu bringen. Gestartet wurde mit der Besichtigung der spätgotische Pfarrkirche, deren Bau um 1460 begonnen wurde und die den heiligen Aposteln "Peter und Paul" geweiht ist. Bei der kurzen Führung gab es geschichtliche Einblicke in die Entwicklung des katholischen Seelsorgeraumes und auch in die der Gemeinde, die erstmals um 1150 urkundlich erwähnt wurde und auf 1038 m Seehöhe liegt. Das berühmteste Gebäude in Stanz ist wohl das Geburtshaus vom Barockbaumeister Jakob Prandtauer und gehört der Familie von Christoph Kössler. In seiner danebenstehenden Feindestillerie kreiert er hier die vielfach ausgezeichneten Qualitätsbrände, die zu den besten der Welt zählen. Die Führung durch die Brennerei und die Verkostung einiger Edeldestillate rundeten deren Besuch ab.

Im nur wenige Minuten entfernten, fußläufig zu erreichenden Restaurant "Dorfwirt" wurde anschließenddas Mittagessen eingenommen, welches mit den zwei gesponserten Getränkerunden von den (Ex-) Geburtstagskindern Eller Christian, Hanika Dietmar, Mühlegger Otto und Zöhrer Erwin noch besser mundete. Danach erwanderte die RPP-Truppe - mit dem Stanzer Altbürgermeister Hansjörg Köchle als kundigen Wanderführer - einen Teil des Stanzer Waals.

Bekannt sind vor allem die Südtiroler Waalwege, aber es gibt sie auch in Nordtirol. Einer, der auch noch zur Bewässerung genutzt wird, führt von Grins nach Stanz - es ist der Stanzer Waal. Die Geländetrasse zwischen Grins und Stanz ist überaus sonnig, jedoch auch ungemein trocken, zählt doch der Landecker Talkessel zu den niederschlagsärmsten Regionen Österreichs. Deshalb wurde bereits im Mittelalter in der Region ein Bewässerungs-system mit 15 Waalen angelegt. Davon sind heute noch neun in Betrieb und werden von 10 Genossenschaften gepflegt und instandgehalten. Die Gesamtlänge der wichtigsten Waale beträgt 47,17 km.

Im Jahre 1529 ist der Stanzer Waal erstmals urkundlich erwähnt. Die Grinner haben den Stanzern damals das Wasser im Waal "abgedreht", wodurch es zu einem Schlichtungsverfahren beim Landesfürsten gekommen ist und damit zu festen Regeln, die schriftlich festgehalten wurden. Auch heute noch sind strenge Regeln einzuhalten, um eine gerechte Aufteilung des kostbaren Wassers, das jetzt vor allem zur Bewässerung des Obstbaus dient, zu garantieren.

Der Streifzug entlang dieses Waals war eine einfache, eineinhalbstündige Wanderung mit einer Gesamttagesleistung von 5,04 km und einer bewältigten Höhendifferenz von 151 m. An der vereinbarten Abholstelle auf der Landesstraße wartete bereits der Sonderbus, um die "müden" Wanderer nach Landeck zurückzubringen. Dort wurde im Cafè / Bäckerei Ruetz direkt am Hausbahnsteig des Bahnhofes noch die vorgesehene Nachbesprechung durchgeführt und jeder konnte den für sich geplanten Heimfahrzug sofort erreichen.

Organisation: Zöhrer Erwin

RPP 06-2022 - Besichtigung der Bergbauwelt Ridnaun in Südtirol - 30. Juni 2022

30 Teilnehmer trafen sich im Juni am Bf. Brenner und fuhren in drei Kleinbussen der Fa. Auto Kofler OHG zum Südtiroler Landesbergbaumuseum nach Ridnaun. Da bis zum Mittagessen noch etwas Zeit vorhanden war, konnte - wer wollte - dort schon vorab die Ausstellungsräume selbst etwas erkunden. Danach wurde auf der Veranda des zum Museum angebauten Restaurants "Knappenstube" gemütlich gespeist. Anschließend brauchte es nur wenige Schritte bis zum vereinbarten Treffpunkt der Führung.

Die BergbauWelt in Ridnaun im Wipptal ist Teil des Bergwerks Schneeberg, der größten Blei- und Zinklagerstätte Tirols. Am Südtiroler Schneeberg befand sich einst die höchste, ganzjährig bewohnte Dauersiedlung Europas. Bereits im 13. Jahrhundert wurde das "gute Silber vom Schneeberg" erwähnt. 800 Jahre lang bauten Knappen dann auf über 2.300 Metern im Bergkamm zwischen dem Passeiertal im Meraner Land und dem Ridnauntal im Wipptal Silber, Blei und Zink ab. Das Labyrinth aus Stollen und Schächten umfasste eine Länge von insgesamt 130 bis 150 km. Die Anlage wurde 1985 definitiv stillgelegt. In Maiern, im Tal sozusagen, war hingegen bis 1979 eine Erzaufbereitungsanlage modernster Bauart in Betrieb. Ein einmaliges Denkmal der industriellen Revolution, obwohl das Bergwerk und alle Anlagen nach wie vor voll funktionsfähig sind und die Produktion eigentlich jederzeit wieder aufgenommen werden könnte.

Beide Anlagen, Schneeberg und Ridnaun, wurden zu einem Museumskomplex zusammengefasst und sind heute zwei von vier Standorten des Landesmuseums Bergbau. Hier kann man die jahrhundertelange Bergbaugeschichte erleben: Vom Erzabbau über den Transport des Metalls bis zur Aufbereitung wird alles gezeigt, bei den Führungen werden die Anlagen zur besseren Demonstration in Gang gesetzt. Im Standort Ridnaun haben die RPP‘ler sowohl die Ausstellung als auch den interessanten 200 m langen Schaustollen besucht und waren von der wissensvermittelnden Ausführungen sehr beeindruckt.

Nach der Führung wurde die Wartezeit auf die Kleinbusse zur Rückfahrt auf den Brenner wieder in der "Knappenstube" verkürzt. Am Brenner konnte jeder Teilnehmer mit dem Zug seiner Wahl nach Hause fahren. Manche wollten jedoch vor der Heimfahrt unbedingt noch eine "Brenner-Jause" konsumieren … Ein Danke ergeht an die Juni-Geburtstagskinder Gremer Karl, Gunsam Ernst und Strobl Johann für ihre Sponsorbeiträge zur Halbierung der Buskosten. Wegen Zeitmangels wurde die Besichtigung von Schloss Wolfsthurn bei Mareit auf nächstes Jahr verschoben.

Organisation: Werner Ekkehard

RPP 07-2022 - Besuch des Festungsmuseums Heldsberg in St. Margarethen / Schweiz

Für die RPP'ler ging es heuer im Juli bereits zum dritten Mal mit der Bahn nach Vorarlberg und zum zweiten Mal hießder Treffpunkt Bf. Dornbirn. Dort liegt auf dergegenüberliegenden Straßenseite das Restaurant "Mittelmehr", wo die 27 Teilnehmer diesmal das Mittagessen geordert hatten. Im Anschlußdaran brachte uns ein Sonderbus derFa. Bischof Reisen ins nahe schweizerische St. Margarethen zur Besichtigung des Festungsmuseums Heldsberg. Zu Beginn des 2. Weltkrieges wurde von 1939 bis 1941 in den Bergrücken Heldsberg bei St. Margrethen eine Artillerie-Festungsanlage für 200 Mann Besatzung gebaut, ergänzt mit 400 Mann für die Außenverteidigung, die in 21 Außenbunkern vom Appenzeller Vorderland bis zum Rhein stationiert waren. Der Auftrag lautete, die Grenze vom östlichen Teil des Bodensees bis nach Montlingen hinauf zu sichern. Mit dem Ende des Kalten Krieges hob die Armee 1990 die Geheimhaltung der Anlage auf.

1983 beschloss der Schweizer Bundesrat, die Landesgrenze mit wirkungsstarken 12 cm Festungsminenwerfern zu schützen, eingebaut in Bunkern mit je 25 Mann Besatzung. Der Beschluss hatte 1991 zur Folge, das Artilleriewerk nach über 50 Jahren auszumustern, die Einrichtung zu verschrotten und die Eingänge zuzumauern. Durch eine Initiative wurde erfolgreich verhindert, die Anlage für immer zu schließen. Ein für diese Zwecke gegründeter Verein wurde von der Standortgemeinde St. Margrethen beauftragt, die ehemalige Festung in ein Museum umzubauen, zu unterhalten und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Seit 1993 können sich hier nun interessierte Besucher von der einzigartigen "Atmosphäre" der jüngeren Militärgeschichte überzeugen. In den rund 1.000 Meter langen Stollengängen sind mit dem unterirdischen Kommandobunker in über 30 Räumen (Mannschafts- und Offiziersunterkünfte, Krankenrevier und Operationsraum, Technikräume, Kampfstände mit Waffenbestückung, Munitionsbunkern, etc.) die Zeit des "Kalten Krieges" thematisiert.

Die RPP’ler waren sowohl von den Ausführungen der Museumsführer als auch von den sehenswerten Ausstellungsgegenständen - Uniformen, Waffen und Geschütze der Schweizer Armee der letzten 200 Jahre - tief beeindruckt. Nach der Besichtigung gab es noch ein Gruppenfoto vor den unscheinbaren oberirdischen Bauwerken der Festungsanlage. Anschließend fuhr die Truppe mit dem Sonderbus zurück nach Dornbirn, wo im Restaurant "Mehrwert" die Wartezeit auf den Heimfahrzug überbrückt wurde.

Die Juli-Geburtstagskinder Feichtner Robert, Habicher Otto und Nairz Wilfried übernahmen mit ihren Sponsorbeiträgen die halben Buskosten. Drolle Gerd und Habicher Alois luden die Teilnehmer in der "Soldatenstube" des Museums zudem zu einem Begrüßungsgetränk ein.

Organisation: Ehrbach Manfred
RPP 08-2022 - Besuch des Rosenheimer Herbstfestes

1861 war das Rosenheimer Herbstfest, das immer am letzten Augustwochenende beginnt, als dreitägiges Volksfest mit einem landwirtschaftlichen Bezirksfest und einer lokalen Industrieausstellung ins Leben gerufen worden. So diente das Fest neben Volksbelustigungen wie beispielsweise einem Dampfkarussell, vor allem mit Viehprämierungen, Ausstellung landwirtschaftlicher Produkte und Gerätschaften der Förderung der Landwirtschaft und dem örtlichen Gewerbe. Auch die Ehrung von Dienstboten für langjährige Tätigkeit in der Landwirtschaft und die Auszeichnung von Industrieausstellern mit Diplomen gehörte dazu. Zunächst fand dieses Volksfest nur in sehr unregelmäßigem Turnus statt. Allmählich wurde es aber sowohl räumlich als auch zeitlich ausgedehnt. 1933 beschlossen die Veranstalter, das Fest jährlich abzuhalten, und gaben ihm den Namen "Herbstfest".

Nach einer Pause von fünf Jahren stand heuer wieder ein Besuch des 161. Rosenheimer Herbstfestes am RPP-Programm. So wie bei den meisten dieser Besuche (2011 – 2016) zuvor, war die Teilnehmerzahl eigentlich wie immer überschaubar. Insgesamt 16 RPP’ler konnten sich nun wiederum aufraffen, der Traditionsveranstaltung neuerlich ihre Aufwartung zu machen.

Man merkt schön langsam, dass wir alle älter werden, denn für so manchen Teilnehmer waren die Essensportionen schon fast zu groß und auch die Maßkrüge gerade noch zu heben. Aber es war trotzdem ein gelungener und gemütlicher Tagesausflug nach Rosenheim, bei dem es einen sehr regen Meinungsaustausch zu beobachten gab. Dem Vernehmen nach haben alle ihren Heimfahrzug - früher oder später - erreichen können.

Organisation: Nairz Wilfried

Sonder-RPP 06. - 08.09.2022 - Salzburg - Mozartstadt, Salzachstadt, Festspielstadt

Dienstag, 06.09.2022

Dieses Mal war der Treffpunkt für die Sonder-RPP’ler in Salzburg Hbf. um 12:03 Uhr zur Mittagszeit vereinbart. Das bedeutete, dass auch die von weiter entfernt anreisenden Teilnehmer nicht so früh von zuhause (= Bregenz ab 07:40 Uhr / Wien Hbf. ab 09:30 Uhr) wegfahren mussten. Aus beiden Richtungen kamen die Züge pünktlich an. Nach einem kurzen Begrüßungszeremoniell spazierten sie zum ca. 150 m entfernten "arte ****Hotel Salzburg", um die reservierten Zimmer zu beziehen. Zum vereinbarten Zeitpunkt ging es danach zur nahen Bushaltestelle mit der Fahrt zur Anlegestelle der Salzachschifffahrt am Hanuschplatz. Das vorgesehene gemütliche Mittagessen im "Weiserhof" fiel wegen der vorgegebenen Abfahrtszeit des Schiffes leider buchstäblich "ins Wasser" und wurde durch einen kleinen Imbiss an den Promenade-Standeln ersetzt. Natürlich wurde auch gegen das aufkommende Durstgefühl etwas unternommen.

Die RPP-Truppe wollte die Stadt Salzburg aus einer ganz ungewohnten Perspektive erleben und wählte dafür die Erkundung vom Wasser aus. Das Panorama-Boot "Amadeus Salzburg" - mit Abfahrt vom Makartsteg - ermöglichte auf seiner ca. 40-minütigen Fahrt entlang der Salzach außergewöhnliche Blicke auf Stadt und Umgebung. Vorbei ging es an der imposanten Altstadtkulisse, die Naturlandschaft der Salzach kombiniert mit der exklusiven Wohngegend und dem herrlichen Ausblick auf die Bergkette des Hagen- und Tennengebirges. Nach der Ankunft bei der Anlegestelle Hellbrunn brachte ein "London-Doppeldeckerbus" die Reisegruppe in nur wenigen Minuten zum bezaubernden Barockschloss Hellbrunn.

Seit mehr als 400 Jahren entzückt und verblüfft das Schloss Hellbrunn seine Besucher mit beeindruckender Architektur und zauberhaften Wasserspielen, einem Spektakel ohnegleichen. Mit seinen Parkanlagen und den Wasserspielen zählt es zu einen der Hauptattraktionen der Stadt Salzburg. Das Lustschloss wurde vom damaligen Fürsterzbischof Markus Sittikus nach italienischem Vorbild erbaut. Kurznach seinem Amtsantritt gab er den Bau von Hellbrunn in Auftrag. Unter der Leitung des italienischen Architekten Santino Solari entstand Schloss, Wasserspiele und Park zwischen 1613 und 1616. Die Anlage nutzte der Hausherr zu Tagesausflügen und als Ort zum Feiern und zur Erholung.

Die Wasserspiele der Spätrenaissance sind die am besten erhaltenen der Welt. Sie bestehen aus mehreren, mit Skulpturen verzierten Grotten, Wasserautomaten und zahlreichen Wasserscherzen. An deren Eingang befindet sich das römische Theater mit dem Fürstentisch, an dem Markus Sittikus mit seinen Gästen speiste. Der Tisch ist auch Teil eines Wasserscherzes, konnte der Hausherr seine Gäste mit Wasserstrahlen nass machen, während sein Platz an der Stirnseite des Tischs stets trocken blieb. Die meisten Grotten auf dem Gelände sind griechischen Göttern gewidmet und teilweise ebenfalls mit Wasserscherzen ausgestattet. So kann man es in der Neptungrotte regnen lassen. Hier befindet sich außerdem das bekannte Germaul, das den Besuchern - von Wasserkraft angetrieben - die Zunge herausstreckt. Ebenfalls nur mit Wasser erzeugt sind die Stimmen der Vögel, die man in der Vogelsang-Grotte hören kann. In der Kronengrotte hingegen wird eine Krone vom Wasserstrahl eines Springbrunnens bis an die Decke der Grotte emporgehoben. Eines der Prunkstücke der Wasserspiele ist das Mechanische Theater, das erst 1750 von Lorenz Rosenegger nach dem Auftrag des Fürsterzbischofs Andreas Jakob von Dietrichstein hinzugefügt wurde. Das Theater stellt das Leben und Treiben in einer barocken Kleinstadt dar, dabei bilden 107 unbewegliche und 138 bewegliche Figuren die verschiedenen Berufe und Zünfte. Wird das Theater angeschaltet, ertönt zudem eine Orgel - wie die Figuren ebenfalls allein durch Wasserkraft angetrieben. So manch Sonder-RPP’ler verließ die Wasserspiele mit nassen Füßen bzw. einer nassen Hose. Anschließend wurde das Schloss selbstständig mit einem Audioguide erkundet. Hellbrunn wurde nach italienischem Vorbild erbaut und 1615 fertig gestellt. Beeindruckend ist vor allem der große Festsaal des Gebäudes, dessen Wände und Decke üppig bemalt sind. Außerdem gibt es ein Fisch- und ein Vogelzimmer, ein Oktogon und ein Eckzimmer. Im gesamten Schloss existiert hingegen kein Schlafzimmer, denn Markus Sittikus nutzte Hellbrunn lediglich für Tagesausflüge und übernachtete dort nie.

Nach über zwei Stunden Hochkultur trafen sich alle Teilnehmer am vereinbarten Sammelpunkt, um gemeinsam zur Bushaltestelle zu gehen und wieder zurück in die Salzburger Altstadt zur größte Biergaststätte Österreichs, dem Augustiner Bräu Mülln „Müllner Bräu“ zu kommen. Seit dem Jahr 1621 wird hier im Stadtteil Mülln, am Fuße des Mönchsbergs Bier gebraut. Die Besucher können auf über 5.000 m2 Nutzfläche im Inneren des Gebäudes und weiteren 1.400 Sitzgelegenheiten im dazugehörigen Gastgarten Speis und Trank genießen. Als die RPP-Truppe in der Gaststätte eintraf, staunten sie nicht schlecht, denn mitten in der Arbeitswoche war diese auf gut tirolerisch "treten voll". Es gab Essen und Trinken vom Feinsten und jeder konnte sich danach den weiteren Abend nach seinem Gutdünken gestalten. Jedenfalls wurde kolportiert, dass einige den Zugverkehr am Salzburger Hbf. im 16. Stock von der Nachtbar "hu:goes14" des Hotels aus überwacht haben sollen.
Mittwoch, 07.09.2022

Nach einem guten und ausreichenden Frühstück wurde um 09:30 Uhr ohne Hast in das Programm des zweiten Tages gestartet. Der Sonderbus stand pünktlich an der vereinbarten Stelle hinter dem Salzburger Hbf., um die Sonder-RPP-Truppe zur vormittäglichen Besichtigung des Eisenbahnmuseums "Lokwelt" in Freilassing zu bringen. Bei der Fahrt dorthin, konnte man nicht so ohne weiteres feststellen, wo nun die Stadt Salzburg aufhört und die deutsche Nachbargemeinde Freilassing beginnt. Im Museum begann die Führung mit einer kurzen Historie zur Stadt und deren Verknüpfung zur Eisenbahn. So waren in den 1970er und 1980er Jahren mehr als 1.000 Mitarbeiter im Bahnhof, im Bahn­betriebswerk, in der Bahnmeisterei und in der Fahrleitungsmeisterei beschäftigt. Im Zuge der Privatisierung der Bahn in den 1990er Jahren wurden etliche Dienststellen verlagert oder aufgelöst. Auch das Bahnbetriebswerk war hiervon betroffen. Einige Jahre später wurde der Rundlokschuppen in die Denkmalliste aufgenommen, und die Stadt Freilassing entschied, die Gebäude von der Bahn zu erwerben und sie zum Eisenbahnmuseum a­uszubauen. Kernstück der Anlage ist der in den Jahren 1902 - 1905 errichtete Rundlokschuppen. In diesem, insgesamt 20 Gleisstände umfassenden Gebäude sind unter anderem Lokomotiven des Deutschen Museums München, Exponate zum Thema Eisenbahn und eine Modellbahn mit originalgetreuem Nachbau des Bahnbetriebswerkes Freilassing ausgestellt. Ein beeindruckendes Relikt aus den "aktiven" Zeiten des Lokschuppens ist die Drehscheibe samt Oberleitungsspinne, die in den 1920er Jahren installiert wurden und im Zusammenhang mit der Elektrifizierung der Eisenbahn zu sehen sind. Und hier startete mit einer Drehscheiben-"Rundfahrt" eine rund zweistündige spannende Zeitreise mit einem Überblick an exquisiten Ausstellungsstücken zu 150 Jahren deutscher Eisenbahngeschichte. Den Abschluss bildete schließlich eine Fahrt mit der "Garten"-Bahn vor dem Museum.

Zum Mittagessen fuhr man mit dem Sonderbus nach Wals-Siezenheim zum Restaurant "Laschenskyhof" in den Ortsteil Viehhausen. Die vorbestellten Speisen schmeckten ausgezeichnet, wurden schnell serviert und das Bedienpersonal war überaus freundlich. Nach der Stärkung des leiblichen Wohls konnte der nächste Höhepunkt des Tagesprogramms angegangen werden. Weiter ging es mit dem Bus nach St. Leonhard in der Gemeinde Grödig zur Talstation der Untersbergbahn. Von hier aus wurde die "Gipfelerstürmung" des 1.972 Meter hohen Untersberg gestartet. In der Seilbahnkabine hatten alle Teilnehmer Platz und erreichten nach dem Meistern von 1.320 Meter Höhenunterschied die Bergstation in sagenhaften achteinhalb Minuten. Oben angekommen, werden Sie mit einem faszinierenden Panoramablick über die Stadt Salzburg, das Berchtesgadener Land sowie das Rosittental belohnt. Aufgrund der guten Fernsicht waren sogar die Salzkammergutseen und der Chiemsee zu erkennen. Beim "Gipfelgetränk" wurde nicht nur angestoßen, sondern auch eine der zahlreichen Legenden diskutiert:

Kaiser Karl der Große, so heißt es, wohnt im Untersberg und herrscht über kleine Bergbewohner, die "Untersberger Mandln". Er sitzt an einem Tisch, um den sein Bart bereits zwei Mal gewachsen ist. Sobald der Bart lang genug ist, um den Tisch drei Mal zu umwickeln, wird der Kaiser erwachen und die Welt zu Ende gehen. Bei einem sehr pessimistischen Blick auf die Weltlage dauert der Bartwuchs nicht mehr so lange …?

Mit der vereinbarten Gondel fuhr die Sonder-RPP-Truppe wieder talwärts, um mit dem Bus in das ca. 10 km entfernte Salzburg zum wohl bekanntesten und beliebtesten Wirtshaus der Stadt gebracht zu werden. "Die Weisse", wie die Lokalität heißt, wurde für das Abendessen auserkoren und außerdem das über die Grenzen hinaus bekannte flaschenvergorene, naturtrübe Weißbier ausprobiert. Danach diskutierte man gemeinsam noch über die Tageseindrücke und die Teilnehmer verabschiedeten sich schließlich einzeln oder in Kleingruppen in den fortgeschrittenen Abend. Die meisten trafen sich nochmals zu einem "Schlummertrunk" in einem Lokal in Hotelnähe.
Donnerstag, 08.09.2022

Nach dem Frühstück wurden die Zimmerschlüssel zurückgegeben und das Reisegepäck an der Hotelrezeption zur Aufbewahrung abgestellt. Gemeinsam fuhren die Teilnehmer mit dem Linienbus bis zur Haltestelle "Mozartsteg" (Rudolfskai), um durch die Altstadt vorbei am Dom zur Standseilbahn zu gelangen. Oben auf der Festung angekommen, startete die Führung in zwei getrennten Gruppen.

Die Festung Hohensalzburg ist die markanteste Sehenswürdigkeit Salzburgs und mit seiner fast 1000-jährigen Geschichte auf jeden Fall einen Besuch wert. Erzbischof Gebhard ordnete 1077 die Erbauung der ersten Befestigungsanlage am Ort der heutigen Festung als Folge des Investiturstreits an. Über die folgenden Jahrhunderte hinweg wurde die Burg immer weiter aufgerüstet und ausgebaut bis sie die heutige Form erreichte. Zu maßgeblicher Bautätigkeit kam es unter Erzbischof Leonhard von Keutschach zwischen 1495 und 1519, um die Festung auf wachsende Kriegsgefahren vorzubereiten. In dieser Zeit erlangte die Festung auch ihr heutiges Erscheinungsbild. Sie blieb während ihrer ganzen Geschichte uneinnehmbar. Neben ihrer Funktion als Befestigungsanlage wurde sie auch als Kaserne oder Gefängnis, z.B. im Ersten Weltkrieg, genutzt. Schon im Jahr 1892 begann man mit dem Bau der ersten wasserbetriebenen Festungsbahn, um den Besuchern den Zugang zu erleichtern. 2016 ging die Festung anlässlich des Jubiläums "200 Jahre Salzburg bei Österreich" vom Eigentum des Bundes in das des Landes Salzburg über. Hohensalzburg ist eine der größten Burgen Europas und die größte erhaltene in Mitteleuropa. Besonders sehenswert sind die mittelalterlichen Fürstenzimmer, das Festungsmuseum und ganz besonders der imposante Ausblick über die Dächer von Salzburg und das eindrucksvolle Alpenpanorama.

Der ausführliche und sehr interessante Rundgang auf der Festung endete nach fast zwei Stunden. Da es bereits Mittagszeit war, wurde im "Panorama-Restaurant" auf der Burg gut gespeist und der angestaute Durst gelöscht. Danach konnte jeder nach seinem Gutdünken den Weg zum Bahnhof antreten und stressfrei seinem vorgesehenen Heimfahrzug problemlos erreichen.

Organisation: Ing. Doppler Alois, Thalhammer Hans-Peter
RPP 09-2022 - Besuch der Nagelschmiedhäuser in Rattenberg

Nach 2012 (Glasbläser Zauberwelt) und 2015 (Augustiner Museum) war es heuer nun das dritte Mal, dass die RPP-Truppe im Rahmen ihrer Treffen eine Sehenswürdigkeit in Rattenberg besichtigte. Insgesamt 31 Teilnehmer wollten beim Besuch der Nagelschmiedhäuser dabei sein. Zuvor gab es jedoch im geschichtsträchtigen „Brauhaus“ noch ein ausgezeichnetes Mittagessen, das mit zwei Getränkerunden der (Ex-) Geburtstagskinder Trescher Walter und Wachter Günter verfeinert wurde. Anschließend ging es quer durch die historische Kleinstadt zum westlichen Ortseingang zur Museumsführung.

Die Nagelschmiedhäuser stammen vermutlich aus dem 12. Jahrhundert und sind die ältesten Häuser Rattenbergs, die sich mit ihrem ländlichen Aussehen von den übrigen Stadthäusern im klassischen „Inn-Salzach-Stil“ auch deutlich unterscheiden. Nagelschmiede zum Beschlagen von Pferden waren in der alten Handels- und Transitstadt von großer Bedeutung. Der letzte Nagelschmied Rattenbergs, Anton Rafner, beendete 1912 seine Arbeit. Im Museum konnten die RPP‘ler alte, original eingerichtete Stuben und Schlafräume besichtigen, deren liebevolle Details von der Lebensweise vergangener Jahrhunderte erzählen. Zahlreiche Bilder, aber auch einige seltene Antiquitäten und Schaustücke gaben Aufschluss über Kunst und Kultur in Tirol. Jedenfalls ermöglichte „Friedl“ Wetscher mit der Führung durch sein mit Eigenmitteln finanziertes Handwerkskunstmuseum eine sehr informative Entdeckungsreise von der Stein-, Kupfer-, Bronze- und Römerzeit bis hin zum historischen Bergbau mit der Kupfer- und Silbergewinnung und der (Transport-) Geschichte mit der Innschifffahrt.

Nach der beeindruckenden Besichtigung wanderten die Teilnehmer über den Schlossbergfelsen mit der Besichtigung der Burgruine zurück zum „Brauhaus“, um gemeinsam die Eindrücke zu reflektieren und die Wartezeit auf die Heimfahrzüge zu überbrücken. Mit den hier ausreichend vorhandenen Durstlöschern gelang dies ausgezeichnet.

Organisation: Nairz Wilfried
RPP 10-2022 - Stadtführung Feldkircher Altstadt

Für die Oktober-Veranstaltung wäre eigentlich die Betriebsbesichtigung der Bierbrauerei in Frastanz vorgesehen gewesen. Wegen größerer und länger andauernder Umbauarbeiten musste diese auf das Jahr 2023 verschoben werden. Stattdessen gab es eine sehr interessante Stadtführung durch die historische Feldkircher Altstadt. 28 interessierte RPP‘ler trafen sich am Bf. Feldkirch, um gemeinsam in die Altstadt zur Braugaststätte „Rösslepark“ zu spazieren und dort das Mittagessen einzunehmen. Speis und Trank mundeten ausgezeichnet. Da bis zum vereinbarten Start der Führung noch ausreichend Zeit vorhanden war, wanderten einige Teilnehmer zur nahegelegenen Schattenburg, um die Wartezeit zu verkürzen.

Die Führung - in zwei Gruppen aufgeteilt und mit Start beim nahegelegenen Montfort-Haus - war wie eine Zeitreise in die Vergangenheit. Die historische Altstadt von Feldkirch ist die am besten erhaltene mittelalterliche Stadt in Vorarlberg. 1218 wurde sie erstmals urkundlich erwähnt und hat damit schon über 800 Jahre an ereignisreicher Geschichte durchlebt. Seit 1968 ist Feldkirch Diözesanstadt und Bischofsitz, seit 2007 mit der Gründung der Pädagogischen Hochschule auch Hochschulstadt. Mit knapp 35.000 Einwohner gehört sie zur zweitgrößten Gemeinde in Vorarlberg.

Die Innenstadt mit ihren schönen Fassaden und den engen Gassen ist besonders sehenswert. Zu den bekanntesten Gebäuden gehören das Rathaus aus dem 15. Jahrhundert, die Dompfarrkirche St. Nikolaus oder der Katzenturm Feldkirch, der unter Kaiser Maximilians I. erbaut wurde. Im 17. Jahrhundert wurde die Glockenstube für die Stadtglocke auf den Wehrturm aufgebaut. Über der Altstadt thront die Schattenburg, die bis Ende des 14. Jahrhunderts der Stammsitz des Grafen von Montfort war. Ein bemerkenswertes Bauwerk ist auch das Landeskonservatorium, das um 1900 erbaut wurde und früher das Gymnasium der Jesuiten war. Seit den 1970er Jahren ist das Landesmusikkonservatorium Vorarlberg hier zu Hause. Und es gäbe noch viel mehrSehenswertes, das man im Detail anschauen sollte und sich darüber informieren müsste, aber ein zirka zweistündiger Stadtrundgang macht müde und durstig … Also gab es den Abschluss des informativen Treffens wieder in der Braugaststätte „Rösslepark“, wo verdientermaßen nun gerastet, diskutiert und der Durst gelöscht wurde. Alle Teilnehmer konnten nach Maßgabe ihres Zeitbudgets problemlos die vorgesehenen Heimfahrzüge erreichen.

Organisation: Ehrbach Manfred
RPP 11-2022 - Besuch des Weihnachtsmuseums in Salzburg

So ein Zufall, dass das November-Treffen an einem 24. stattgefunden hat. Auf den Tag genau einen Monat vor dem Weihnachtsfest trafen sich 19 RPP'ler in Salzburg, um das kleine, aber feine Weihnachtsmuseum zu besuchen und im Anschluss noch am Christkindlmarkt sich für die Heimfahrt zu stärken.

Vom Bf. Salzburg ging es gemeinsam zum nahegelegenen Restaurant "PitterKeller" zu einem gutbürgerlichen Mittagessen. Dieses mundete auch deshalb vorzüglich, weil die drei (Ex-) Geburtstagkinder Hörtnagl Georg, Mairhofer Peter und Pittracher Hubert alle konsumierten Getränke dazu spendierten. Danach spazierte die gesamte Truppe u.a. durch den Mirabellgarten und durch die Getreidegasse zum Museum am Mozartplatz.

Die Weihnachtszeit mit all Ihren Facetten wird hier dargestellt. Die Ausstellung zeigt eine in Europa einzigartige Kultur und kunsthistorische private Sammlung. Die unschätzbare Anzahl der Einzelstücke und Arbeiten zum Thema "Advent und Weihnachtszeit in Österreich und Süddeutschland 1840-1940" wurde in rund 50 Jahren von Sammlerin Ursula Kloiber zusammengetragen. Sie dokumentieren die Entwicklung des bürgerlichen Weihnachtsfestes und spiegeln diese besondere Zeit mit ihren religiösen Symbolen und Traditionen wider. Die Ausstellung ist - mit einem sehr hohen Wiedererkennungswert bei den Teilnehmern - ein Gang durch die Adventszeit und wird in insgesamt elf Bereichen dargestellt. Sie beginnt mit Adventkalendern, Krampus, Nikolaus, Heiligabend und endet mit Silvester.

Nach der etwa einstündigen und sehr informativen Führung ging es zum nur wenige Schritte entfernten Salzburger Christkindlmarkt am Dom- und Residenzplatz. Er ist einer der schönsten und ältesten Weihnachtsmärkte der Welt, den es in seiner heutigen Form seit 1974 wieder gibt. Mit Punsch, Glühwein oder Bier wurde von den Teilnehmern der angesammelte Durst gelöscht und anschließend bei den Marktständen nach möglichen Weihnachtsgeschenken Ausschau gehalten. Auf dem Weg zurück zum Bahnhof gab es noch einen kurzen Zwischenstopp beim Weihnachtsmarkt am Mirabellplatz für eine kleine Jause und allfällige Einkäufe. Ob wegen dem Zuwarten auf die Heimfahrzüge danach noch einmal eine Einkehr einzulegen war, ist sehr wahrscheinlich aber nicht bestätigt ...

Organisation: Habicher Alois

RPP 12-2022 - Jahresausklang bei Weißwurst und Bier im Gasthof Stern - Mittenwald

Das Jahr 2022 ist - gefühlt - vergangen wie im Flug. Gerade war noch Sommer, schon schlendern wir wieder über die Weihnachtsmärkte, die endlich ihren über die letzten beiden Jahre gut gereiften Lockdown-Glühwein verkaufen können. Den jetzt aber keiner mehr will, weil, wer weiß, wie warm es noch wird? Heiß ist es ja schon. Klimakrise, Kriegskrise, Inflationskrise, Energiekrise, - und die Corona-Krise ist auch noch nicht ganz vorbei. Die dadurch ausgelöste Teuerungswelle trifft die meisten hart. Dazu eine Fußball-WM in dem wüsten „Menschenrechtsschinderstaat“ Qatar. Die Welt ist aus den Fugen. Aber deswegen verzweifeln?

Nein, denn wenn wir nicht mehr optimistisch in Zukunft sehen und auch nicht mehr lachen können, wird's auch nicht besser. Und am besten lacht man bei unseren monatlichen RPP-Veranstaltungen, also gemeinsam bei den diversen sportlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Aktivitäten. Und hier bot das Programm 2022 wieder einiges zum Mitmachen an. Bei den 13 Ausflügen haben sich heuer 99 RPP’ler mit insgesamt 372 Teilnahmen beteiligt. Diese Treffen sind natürlich mit rund 4.493 Fotos und in einer eigenen Internet-Homepage sowie in einem (12.) Jahrbuch dokumentiert.

Bei diesem Jahresabschluss war es wieder sehr erfreulich, dass die „etwas weiter entfernt wohnenden“ RPP-Kollegen Gunsam Ernst (NÖ), Haslinger Alfred (W), Beuer Wolfgang (OÖ) und Ing. Doppler Alois (S) mit uns „West’lern“ (T/V) im Gasthof Stern in Mittenwald gemeinsam den traditionellen Ausklang bei Weißwurst und Bier gefeiert haben.

Wenn’s alte Jahr erfolgreich war, dann freue Dich aufs Neue. Und war es schlecht, ja dann erst recht (Albert Einstein).

Organisation: Habicher Alois
2021
Nach unserer Aktivzeit haben wir uns in der Regionalen Pensionisten-Plattform (RPP) zusammengefunden, um unseren Ruhestand bei monatlichen Treffen mit Gleichgesinnten interessant zu gestalten und zum gemütlichen Gedankenaustausch zu nutzen. Die Idee der "Gründerväter" war, die sozialen Kontakte, die sich aus dem gemeinsamen Arbeiten ergeben haben, aktiv weiter zu pflegen.

Dann kam die Pandemie. Die weltweite Verbreitung des Coronavirus Sars-COVID-19 und seiner Mutationen hat unsere Pläne und Vorhaben plötzlich und unerwartet gestoppt. Weil gemeinsame Aktivitäten nicht mehr möglich waren, hieß es nun für die verantwortungsvollen Organisatoren, die Kontakte auf Distanz zu halten. Jeder ging mit der Krise etwas anders um und die Kommunikation beschränkte sich hier vielfach nur mehr auf das Telefon oder Internet. Viele von uns gehören zur Risikogruppe 65+ und da muss man besonders vorsichtig sein. Maske tragen, Abstand halten, Hände waschen, Testen gehen und - das trifft uns besonders hart - Zusammentreffen auf das notwendigste Maß reduzieren.

Natürlich gingen uns allen die Aktivitäten ab. Und manche fragten: Wann werden wir uns denn endlich wieder treffen können? Wahrscheinlich war: Wenn wir eine Impfung haben, wird alles leichter. Wir waren gut gerüstet und hofften auf einen baldigen Start. Eine Beschränkung der Teilnehmerzahlen war nie eine Option, denn da warteten wir lieber auf die Möglichkeit, dass alle Interessierten auch dabei sein konnten. Schließlich waren mit dem Inkrafttreten der "3G"-Regeln (geimpft, genesen oder getestet) im Juni die RPP-Veranstaltungen endlich wieder durchführbar. Leider musste im November noch einmal wegen eines mehrwöchigen Lockdowns ein RPP-Treffen abgesagt werden.

Rückblickend können wir die langen Lockdown-Zeiten trotz allem auch positiv sehen: Wir haben vom Home-Office-Chaos keine Koffein-Sucht davongetragen und wir pfiffen auf die Videokonferenzen. Wir mussten uns auch nicht um unseren Arbeitsplatz oder unsere Firma sorgen. In diesem Sinne gilt: G’sund bleiben und weiterhin viele Pläne machen, was wir in der Zeit nach Corona alles gemeinsam noch unternehmen können.

RPP 1-2021 bis RPP 5-2021:

Aufgrund des Bundesgesetzes betreffend der Maßnahmen zur Verhinderung der Verbreitung von COVID-19 (COVID-19-Maßnahmengesetz) und den damit zusammenhängenden Verordnungen von Bundes-, Landes und Bezirksverwaltungsbehörden mußten die RPP-Veranstaltungen von Jänner bis Mai 2021 abgesagt werden.


RPP 6-2021: Besichtigung der Burg Berneck und der Wallfahrtskirche Kaltenbrunn im Kaunertal

Endlich war es soweit. Nach siebenmonatiger Corona-bedingter Pause ließen die Lockerungen der Maßnahmenverordnung des Gesundheitsministeriums eine RPP-Veranstaltung wieder zu. Als Ziel standen die Besichtigung der Burg Berneck und der Wallfahrtskirche Kaltenbrunn im Kaunertal auf dem Programm. Die 26 Teilnehmer waren schon sehr auf die Burg gespannt, denn diese ist ja von außen täglich im Vorspann zur ORF-Sendung "Tirol heute" zu bewundern. Trotz des Schienenersatzverkehrs zwischen Ötztal und Bludenz haben sich die Teilnehmer nicht abschrecken lassen, sich im Bf. Landeck für diesen Tagesausflug zu treffen. Mit einem gemieteten Sonderbus ging von hier die Fahrt nach Kaus zur Burgbesichtigung. Bereits der Eintritt veranlasste - wegen der kleinen Türöffnung - zu einer tiefen Verbeugung von der Bauleistung der Altvorderen. Architekt DI Richard Hörmann führte die RPP’ler durch seine Burg und berichtete mit berechtigtem Stolz über die Historie und die umfangreichen, aufwändigen Instandsetzungsarbeiten des Bauwerks.

Die "gotische Stube" der Burg Berneck stammt aus dem Jahr 1437 und ist die älteste ihrer Art in Nordtirol. Ähnlich steht es um den gotischen Erker über dem Eingangstor. Die Burg selbst wurde 1225 erstmals erwähnt. Sie lag damals an der Nebenroute der Römerstraße "Via Claudia Augusta" über die Alpen und wurde mutmaßlich als Verwaltungsburg errichtet. In der Folgezeit wechselte sie mehrmals den Besitzer, ging 1499 ins Eigentum von Kaiser Maximilian I. über, verfiel mit dem Ende des Mittelalters allerdings zunehmend. Erst ab 1976 begann mit der neuen Eigentümerfamilie eine umfassende und fachmännische Renovierung der Burg. Die Anlage ist durch drei Höfe gegliedert, im Westen ragt der mächtige Bergfried empor. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten zählen hier die prächtig restaurierte gotische Stube und die Burgkapelle mit spätgotischen Fresken aus der Zeit des Wilhelm von Mühlinen. An der Südseite führt eine hölzerne Galerie an der Außenmauer oberhalb der 130 m hohen Felswand entlang und bietet einen schwindelerregenden Blick in die Tiefe. Auch die Aussicht übers Inntal und zu der gegenüber bei Ladis gelegenen Burg Laudegg ist einfach grandios.

Danach ging es nur wenige Minuten Fußweg entfernt zum Mittagessen ins Gasthaus "Falkeis" in Kauns. Speis und Trank mundeten ausgezeichnet, denn die gesamten Getränke wurden von den (Ex-) Geburtstagskindern Gremer Karl, Schabus Helmut und Werner Ekkehart gesponsert. Mit den Geburtstags-"Spenden" von Gunsam Ernst, Habicher Alois, Hanika Dietmar, Pregenzer Kurt, Sonnweber Josef, Strobl Johann und Wlcek Franz konnten sowohl die Sonderbus- als auch die Eintritts- und Führungskosten beglichen werden.

Den Abschluss des Kaunertal-Besuchs bildete eine kurze Besichtigung mit Führung durch die nahegelegene, sehenswerte Wallfahrtskirche Kaltenbrunn. Die heute erhaltene Kirche, die mehrere Vorgängerbauten hatte, wurde im 16. Jahrhundert errichtet. Die Marienstatue (Madonna mit Jesuskind), der die Wallfahrten gelten, befindet sich heute in einer ovalen Kapelle mitten im Kirchenschiff. Die Deckenfresken zeigen mit dem "Pilgerweg Mariens" einen gemalten Glaubensweg. Diese wurden - wie die Inneneinrichtung - zwischen 1720 und 1730 von Franz Laukas aus Prutz, einem der besten Barockmaler des Tiroler Oberlandes geschaffen. Um 1835 wurde mit Renovierungsarbeiten begonnen, die die Grundsubstanz der Kirche betraf, wobei auch innen viel verändert wurde. Von 1976 bis 1982 erfolgte eine Gesamtrestaurierung der Kirche im barocken Stil und wurde im Juni 1982 wieder eröffnet. Nach dem Besuch der Wallfahrtskirche fuhren die RPP‘ler mit dem Sonderbus zum Bf. Landeck zurück, wo alle ihren vorgesehenen Heimfahrzug erreichen konnten. Dass einige der Teilnehmer zur Nachbesprechung noch einen Abstecher in die "ESV-Kegelbahn" machten, versteht sich doch von selbst …

Organisation: Zöhrer Erwin

RPP 7-2021: Besuch des Alamannen-Museumsdorfes in Mäder

Genau vor einem Jahr gab es in Vorarlberg das letzte RPP-Treffen mit dem Besuch des Angelika-Kaufmann-Museums in Schwarzenberg. Nach so langer Zeit freuten sich die Teilnehmer natürlich wieder auf einen gemütlichen und interessanten Ausflug in die Vorarlberger Landesgeschichte. Die Anreise erfolgte - wie immer - mit den "Öffis" zum vereinbarten Treffpunkt Bf. Götzis. Nur wenige Minuten Fußweg entfernt, ging es zum Mittagessen in den Gastgarten des italienischen Restaurants "Casa Antica". Die hier servierten Speisen schmeckten vorzüglich, ebenso die von den (Ex-) Geburtstagskindern Feichtner Robert und Habicher Otto spendierte Getränkerunde. Ganahl Norbert überreichte stattdessen einen finanziellen Unterstützungsbeitrag für nachfolgende RPP-Aktivitäten. Nach dem Mittagstisch mussten die RPP’ler zurück zum Bahnhof, um mit dem Ortsbus nach Mäder zum Alamannen Museumsdorfzu gelangen.

Das Museumsdorf in Mäder ist der Geschichte und Kultur der Alamannen gewidmet, welche spätestens in der zweiten Hälfte des 6. Jahrhunderts n. Chr. nach Vorarlberg eingewandert sind. In der Folge haben sie Sprache, Brauchtum und Mentalität der Region geprägt. Die Gemeinde Mäder stellte dem Verein Alamannische Brauchtums- und Kulturgemeinschaft vor einigen Jahren ein Areal zur Verfügung, auf dem mittlerweile ein alamannischer Hof mit mehreren Gebäuden entstanden ist. Das damalige Leben war fest in der Natur verankert, was in allen Fertigkeiten und Überlieferungen zum Ausdruck kommt. Es gab hierzu praktische Anschauungsbeispiele zum Fladen-(Brot-)backen, zur Kunst des Drechselns oder zur Herstellung von Schmuck, Waffen und Gebrauchsgegenständen. Mittels experimenteller Archäologie werden durch das Erlernen alter Handwerke, vom Umgang mit Pflanzen und Tieren oder der Mythenwelt, neue, interessante und lehrreiche Blicke auf die Vorarlberger Heimat geworfen.

Nach dem kurzweiligen Museumsbesuch spazierte die RPP-Truppe zum nahegelegenen Gasthof "Krone", um vorrangig den Durst löschen und schlussendlich die erforderliche Nachbesprechung durchführen zu können. Die Zeit in der Gaststätte schien fast zu kurz zu sein, denn sowohl der Ortsbus von Mäder nach Götzis als auch die Heimfahrzüge konnten nur knapp erreicht werden. Abschließend nutzten die Tirol-Heimfahrer die Wartezeit auf den Anschlusszug in Feldkirch, um den Realisierungsstand des Projekts "Bahnhofcity Feldkirch" noch zu begutachten.

Organisation: Ehrbach Manfred
RPP 8-2021:Besuch des Tiroler Höfemuseums in Kramsach, Teil 2

Bereits 2011 gab es von den RPP’lern einen ersten Besuch im "Museum Tiroler Bauernhöfe" in Kramsach. Aber bei der damaligen professionellen und humorigen Führung des Unterländer (Angerberger) Originals Prof. Sandbichler (+) war es unmöglich, die gesamten Exponate des Museums anzuschauen. Nach zehn Jahren war nun endlich die Zeit gekommen, dies nachzuholen. Zwischenzeitlich hat sich in der museumspädagogischen Präsentationsvermittlung einiges verändert und diese positiven Neuerungen sind sofort aufgefallen.

Das Museum in Kramsach bringt mit seinen 14 Bauernhöfen und 24 Nebengebäuden einem das bäuerliche Leben der vorindustriellen Zeit nahe. Schmiede, Dorfschule, Wirtshaus, Mühle und Holzfällerhütte - wie in einem echten Dorf verteilen sich die Höfe und sonstigen Gebäude über hügeliges Gelände auf insgesamt 8,5 Hektar Fläche. Sie sind im Originalzustand und stammen aus allen Talschaften von Nord-, Süd- und Osttirol. In sieben Häusern erzählen an die Wand projizierte Figuren aus ihrem Leben, ein Film präsentiert den Abtrag und die Wiederaufstellung eines Hofes.

Vom vereinbarten Treffpunkt Bf. Brixlegg fuhren die 17 Teilnehmer mit dem Linienbus zum Freilichtmuseum, um in der urigen Weinlaube des Tiroler Wirtshauses "Rohrer Hof" - Ausgangs- und Endpunkt für den Museumsbesuch - vor dem Führungsrundgang ein ausgezeichnetes Mittagessen einzunehmen. Davon gestärkt, konnte danach auf dem 3,2 km langen Rundweg bei einer interessanten, mehr als zweistündigen Besichtigung das harte und entbehrungsreiche Leben unserer bäuerlichen Vorfahren eindrucksvoll erfahren werden. Am Schluss der Exkursion wurde es leicht regnerisch und die anschließende "Nachbesprechung" im "Rohrer Hof" daher in einer alten Gaststube durchgeführt. Mit dem Bus ging es vom Museum schließlich wieder zurück zum Bf. Brixlegg, wo alle ihre vorgesehenen Heimfahrzüge pünktlich erreichen konnten.

Organisation: Nairz Wilfried

Sonder-RPP 2021: Besichtigung der ÖBB-Kraftwerksgruppe Tauernmoos

Nach dem Bestandsjubiläum "10 Jahre RPP West" (2019) und dem 10. RPP-Jahrbuch (2020) gab es nun in diesem Jahr die zehnte Sonder-RPP-Veranstaltung mit einem mehrtägigen Programmablauf. Werner Ekkehard - unser "Stubaier" Kollege aus dem Pinzgau - hatte sich bereitwillig angeboten, die Gesamtorganisation dafür zu übernehmen. Mit der Themenfestlegung "Besichtigung der ÖBB-Kraftwerksgruppe Stubachtal" war mit Uttendorf auch die Quartiergemeinde automatisch schon vorgegeben. Praktisch ein "Heimspiel" für den Organisator, denn Uttendorf war sein Geburtsort und die Eisenbahnersiedlung Enzingerboden sein Zuhause in der Jugendzeit. Seine ganze berufliche Karriere hatte bei den ÖBB ebenfalls mit der elektrischen Energieversorgung des Zugverkehrs zu tun. Also ideale Voraussetzungen für einen interessanten, mehrtägigen Ausflug in den Salzburger Pinzgau.

Die Vorbereitungsarbeiten begannen bereits ein Jahr davor mit der Hotelsuche und der notwendigen Zimmerreservierung, damit die vielen Einzelzimmerwünsche erfüllt werden können. Die Vorschläge zum Besichtigungsprogramm wurden finalisiert und die erforderlichen Gruppenreservierungen für die einzelnen Führungen voravisiert. So weit so gut. Aber dann schlug die nächste Welle in der Corona-Pandemie so vehement zu, dass die Bundesregierung von Anfang November 2020 bis Mitte Juni 2021 einen weiteren "Lockdown" (= Ausgangssperre) mit massiven Einschränkungen in allen persönlichen und öffentlichen Lebensbereichen verordnen musste. Dies hatte leider zur Folge, dass die vereinbarte Besichtigung der Produktionsstätten beim Unternehmen "Blizzard Sport GmbH" in Mittersill zuerst verschoben und schlussendlich kurzfristig abgesagt wurde. Anstelle dessen konnte der Besuch des "Felberturm Museum" organisiert und ins Programm aufgenommen werden. Allein das war noch nicht genug, denn zirka drei Wochen vor Reiseantritt verwüsteten schwere Unwetter die Gleisanlagen der Pinzgaubahn durch Vermurungen, Überschwemmungen und Unterspülungen, wobei hier der Bf. Krimml als Endbahnhof der Strecke am stärksten betroffen war. Für die Streckenbedienung wurde ein längerfristiger Schienenersatzverkehr eingerichtet. Organisator Werner Ekkehard musste das jedoch schon im Voraus geahnt haben, denn er hatte diesen Mehrtagesausflug von der Ankunft bis zur Abreise aus Zell am See mit einem gemieteten Reisebus geplant.

Auf das Einladungsschreiben Anfang März 2021 gab es Rückmeldungen mit 47 fixen Zusagen. Obwohl im September zum Zeitpunkt der Veranstaltung die behördlich vorgegebenen und einschränkenden Corona-Maßnahmen ("3G" - geimpft, genesen oder getestet, MNS-Maskenpflicht im ÖPNV) beachtlich waren, gab es mit 44 Teilnehmern - erfreulicherweise - so gut wie fast keine Absagen.

Dienstag, 07. September 2021

Wenn die Anreise mit dem Zug zu einer Sonder-RPP getätigt werden muss, dann heißt es für die Teilnehmer meistens früh aufzustehen. So auch diesmal für die Kollegen aus Vorarlberg und dem Osten Österreichs. Treffpunkt war jedenfalls 10:15 Uhr am Bahnhof Zell am See. Am Vorplatz wartete schon der Reisebus zur Abfahrt nach Uttendorf. Die Fahrzeit für die ca. 22 km lange Strecke auf der Bundesstraße zur Pension "Koch" dauerte nur knapp dreißig Minuten. Dort angekommen, kam es zuerst zu einer Begrüßung durch die schon mit eigenem Auto angereisten RPP-Kollegen und dann zur Anmeldung sowie zum Zimmerbezug in der Pension. Im Anschluss trafen sich alle wieder in der Gaststube, um gemeinsam das schon im Vorfeld ausgewählte, vorzügliche und flott servierte Mittagessen einzunehmen. Bereits um 13:30 Uhr war der Bus wieder abfahrbereit zum ersten Programmpunkt mit dem Besuch des Felberturm-Museums in Mittersill. Nach nur wenigen Minuten wurde das 6 km entfernte Ziel erreicht. In zwei Gruppen eingeteilt, präsentierten die Museumsführer das Gebäude und die mannigfaltige Geschichte der Region.

Der Felberturm, der in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts errichtet wurde, diente den edelfreien Herren von Velm als Wohn- und Wehrturm. Dieser fiel 1415 an die Salzburger Erzbischöfe und erfuhr 1470 eine Umwidmung in einen "Diensttroadkasten" (= Getreidelager). Die bayrische Regierung versteigerte 1812 das Gebäude, das sich durch sein Fischgrätenmauerwerk auszeichnet, und es kam in Privatbesitz und ging schließlich 1936 in Gemeindebesitz über. 1963 wurde der Felberturm wieder in Stand gesetzt, um darin ein Heimatmuseum zu errichten. In den Jahren 2019-2021 erfolgte für das Felberturm Museum eine Neukonzeption und eine Generalsanierung.

Im Erdgeschoß des Felberturms befindet sich die Ausstellung zum Thema"Saumhandel". Hier werden die verschiedenen Saumwege über die Tauern und die schicksalhaften Geschichten der Säumer lebendig und nach modernsten museumpädagogischen Gesichtspunkten dargestellt. Im ersten Obergeschoß wird die Geschichte und Entwicklung Mittersills vom Bannmarkt bis zur Stadterhebung erklärt. Besonderer Bedeutung kommt dabei auch der Gerichtsbarkeit und dem Verhältnis der Menschen zu den Obrigkeiten zu. Historisch aufgearbeitet und filmisch dargestellt wird der einmalige Hexenprozess von Mittersill, der im multifunktionalen Mehrzweckraum im zweiten Obergeschoß gezeigt wurde. Eingegangen wird aber auch auf die Besonderheiten des Marktes Mittersill als frühen Zentrums des Eisen- und Lederhandwerks. Bekannt ist Mittersill bis heute auch für die Lebzelterei und seine hohe Dichte an gastlichen Wirtshäusern und Herbergen. Im angrenzenden Bauernhaus, einem ehemaligen Schulgebäude aus dem Jahr 1609, wird das Alltagsleben der Bauern, die oftmals auch Säumer waren, dargestellt.

Nach der sehr interessanten Führung durch das Mittersiller Heimatmuseum hieß es gleich wieder Einsteigen zur Rückfahrt mit dem Bus nach Uttendorf in den Ortsteil Steinerbichl zum Keltenmuseum. Hier sollten für die Sonder-RPP‘ler die Fragen geklärt werden, z.B.: Wer waren die Kelten? Wie haben sie gelebt und gewohnt? Vor dem Rundgang durch das Keltendorf-Museum gab es eine kurze Begrüßung durch den Uttendorfer Bürgermeister Hannes Lerchbaumer (ÖBB-Mitarbeiter KW Uttendorf) und eine Einladung auf eine ersehnte "Getränkelabung" mit "Gerstensaft". Danach begann der Museumskustos Ferdinand Cenger mit der Führung durch die Anlage und berichtete von den Anfängen sowie den Entwicklungen dieser Institution. 1962 wurde zufällig im Zuge der Neuverlegung einer Wasserleitung ein hallstattzeitliches Gräberfeld entdeckt. Rund 700 Kelten aus der Zeit zwischen 750 und 600 v. Chr. sind hier bestattet. Bei der späteren Suche nach der dazu gehörenden Siedlung wurden die Archäologen am Steinerbichl oberhalb von Uttendorf fündig. Seit 1996 haben hier die Wissenschaftler zahlreiche Fundstücke ausgegraben. An der Ostflanke gab es eine bronzezeitliche Steinwallanlage, dahinter wurden etliche Häusergrundrisse aus der frühen Bronzezeit (um 1800 v.Chr.) und aus der Hallstattzeit (um 750 v.Chr.), sowie bis in die Spätantike (ca. 4. und 5. Jahrhundert n.Chr.) gefunden. Die keltischen Bewohner lebten vom Kupferbergbau auf der Viertalalm in 1.600 Metern Seehöhe. Sie führten regen Tauschhandel mit dem begehrten Rohstoff und hatten Kontakte bis nach Oberitalien, Slowenien oder ins nördliche Alpenvorland.

2001 haben engagierte Uttendorfer schließlich begonnen, am originalen historischen Platz ein detailgetreues Keltendorf nachzubauen. Inzwischen ist daraus ein Erlebnismuseum geworden, das seit 2004 unter Denkmalschutz steht und den interessierten Besuchern faszinierende Einblicke in diese bedeutende Kulturepoche bietet. Die von Ferdinand Cenger in knapp zwei Stunden sehr engagiert und anschaulich präsentierte "Welt der Kelten" ließ die Teilnehmer zumindest erahnen, wie sich das Dorfleben dereinst zugetragen haben könnte. Die Fahrt zur Pension "Koch" dauerte nur wenige Minuten und die Sonder-RPP’ler gönnten sich im straßenseitigen Gastgarten vor dem Abendessen noch das eine oder andere Getränk. Danach blieben die meisten in der Gaststube einfach sitzen, um auf einen informativen Tag noch einmal anzustoßen, zu plaudern und diesen schließlich gemütlich ausklingen zu lassen.
Mittwoch, 08. September 2021

Nach einem guten und ausreichenden Frühstück wurde um 08:30 Uhr in das umfangreiche Programm des zweiten Tages gestartet. Der Bus stand schon vor der Pension, um die Sonder-RPP-Truppe zum Enzingerboden zur Besichtigung der ÖBB-Kraftwerksgruppe Stubachtal zu bringen. Der Name Stubach stammt von "stäubenden Wasser". Das Tal beinhaltet 18 Seen, 25 Gletscher, 25 Almen und ist rund 17 km lang. In 13 Kehren fährt man entlang der schmalen Panoramastraße von Uttendorf (804 m) bis zum Enzingerboden (1.480 m). Diese wurde in den Jahren 1921 bis 1926 errichtet und von 1997 bis 1999 generalsaniert. Bei der Busfahrt konnten entlang der Straße zahlreiche interessante Sehenswürdigkeiten, wie der Hof "Wiedrechtshausen" mit einer Sonnenuhr aus dem 18. Jahrhundert, zahlreiche kleinere Wasserfälle sowie herrliche Ausblicke in die Gletscherregion gesehen werden. Auch einige Baustellen und Grabungsarbeiten mit großen Baugeräteeinsatz und gelagerten Rohren in den unterschiedlichsten Größen gab es zu beobachten.

Am Enzingerboden angekommen, wurde die Sonder-RPP-Truppe von den ÖBB-Mitarbeitern begrüßt und zur Führung durch das Kraftwerksgebäude in zwei Gruppen aufgeteilt. Am Beginn bzw. am Ende der Besichtigung - je nach Gruppe - ging es zum Info-Center Enzingerboden (ICE), um in ausführlichen Bildtafeln das Thema Energie bei den ÖBB nähergebracht zu bekommen. Danach wurden in der riesigen Maschinenhalle die unterschiedlichen Typen und Funktionsweisen der vielen Generatoren und Turbinen erklärt und der Rundgang mit dem Besuch der Schaltwarte abgeschlossen. Die Warte wird seit einigen Jahren von der Zentralen Leitstelle Innsbruck aus ferngesteuert und grundsätzlich nur noch für die Störungsbehebungen oder für Instandhaltungsaufgaben vor Ort besetzt. Natürlich nicht fehlen durften hier auch die ersten Informationen zur Kraftwerksgruppe. Es handelt sich dabei um sechs Speicherkraftwerke der ÖBB, für die mit den Planungen im Jahr 1914 der Grundstein gelegt wurde und die bis in die 1990er Jahre entsprechende Erweiterungen erfahren haben. Mit dem neuerlichen Ausbau der Kraftwerksgruppe um das Pumpspeicherkraftwerk Tauernmoos kann die Leistung noch einmal um 170 Megawatt erhöht werden. Der Baubeginn erfolgte im April 2020 und soll im Jahr 2025 mit der Inbetriebnahme beendet sein. Die Gesamtinvestition für die Modernisierung beträgt knapp 300 Millionen €uro, welche von den ÖBB aus Eigenmitteln außerhalb des Rahmenplans finanziert wird.

Anschließend fuhren die Teilnehmer vom Enzingerboden mit der ÖBB-eigenen und nicht öffentlichen Werksseilbahn in etwa knapp 10 Minuten zur Mittelstation Tauernmoos (Sektion 1, Länge 1.785 m, Höhedifferenz 568 m, 6 Stützen). Die formschönen roten Gondeln bieten Platz für je 24 Personen. An der Mittelstation angekommen, wurde im wuchtigen Gebäude im 50er-Jahre-Stil die kleine Ausstellung mit Informationen zur Seilbahnanlage besichtigt. Daraufhin ging es zur nahegelegenen Staumauer des Tauernmoossees, wo zuerst auf der Talsperre die Eckpunkte und auch die umliegende Landschaft erklärt wurden. In den 1920ern begann der Bau der Gewichtsstaumauer. Mit einer Länge von 1.100 Metern ist sie einer der längsten geschwungenen Staumauern Europas. Das durchschnittliche Speichervolumen beträgt rund 55 Millionen Kubikmeter. Über eine Wendeltreppe gelangt man von der Mauerkrone hinab ins Innere der Staumauer. Einem sehr schmalen Gang zu Beginn folgt ein immer breiter werdender Hohlraum. Auch hier gab es ausführliche Informationen zu Bau- und Funktionsweise der Anlage, beispielsweise kann über die Technik der Stausee kontrolliert geleert werden. Nun ging es den Weg wieder zurück zur Mittelstation, um mit der Seilbahn zum Berghotel "Rudolfshütte" (Sektion 2, Länge 2.485 m, Höhedifferenz 266 m, 5 Stützen) mit Blick auf den Weißsee zu fahren. Das schöne Wetter und die "kitschige" Bergpanorama-Aussicht aus der Gondel waren sehr beeindruckend. In der Rudolfshütte auf 2.315 m Seehöhe mundeten die Speisen und die Getränke ausgezeichnet. Nach der Mittagspause gab es eine Präsentation des ÖBB-Projekts "Pumpspeicher Kraftwerk Tauernmoos" durch die Projektleitung selbst.

Der Weißsee wurde während und nach dem Zweiten Weltkrieg eingestaut, um das Triebwasser dem Hauptspeicher Tauernmoos bedarfsgerecht zuführen zu können. Der Höhenunterschied von 220 Metern zwischen den Seen wurde dabei bislang nicht genützt. Es soll nun eine unterirdische Kavernen-Anlage errichtet werden, um diesen in Zukunft nutzbar zu machen. Sie ist 72 Meter lang und 40 Meter hoch, die sich schließlich in eine Maschinen- und eine Trafokaverne unterteilt. Das Kirchenschiff des Stephansdoms oder ein zwölfstöckiges Wohnhaus würde in diesen gigantischen Raum passen. Der Weißsee wird hier das Oberbecken und der Tauernmoossee das Unterbecken für die Pumpspeicheranlage sein. Es kommen zwei reversible Pumpturbinen mit je 85 MW Leistung und maximal 40 m³/s Durchfluss zum Einsatz. Während die anderen Anlagen im Stubachtal ausschließlich Bahnstrom erzeugen, werden im KW Tauernmoos Maschinensätze installiert, die mit 50 Hz Dreiphasenwechselstrom betrieben werden. Die Anbindung an die Übertragungsnetze erfolgt durch ein 18,5 km langes 110 kV-Erdkabel von den Maschinentransformatoren zur Umrichteranlage Uttendorf.

Nach der sehr informativen Projektvorstellung ging es von der Rudolfshütte mit der Seilbahn der "Weißsee Gletscherwelt" zurück ins Tal. Die Anlage verfügt ebenfalls über zwei Sektionen mit der Mittelstation Grünsee und benötigt insgesamt 40 Stützen für die gesamte Länge. Vom Parkplatz der Talstation wurde die Heimfahrt zur Pension angetreten und abschließend noch das am Ortsrand von Uttendorf gelegene, 2015 erbaute Frequenz-Umformerwerk vom Bus aus kurz besichtigt. Der erzeugte einphasige 16,7 Hz Bahnstrom wird teilweise in einen Dreiphasenwechselstrom mit 50 Hz Netzfrequenz umgewandelt, um an anderer Stelle in Österreich durch Umformerwerke wieder zurück in Bahnstrom gewandelt zu werden. Damit können Übertragungsverluste, die innerhalb des mit 110 kV betriebenen Bahnstromnetzes auftreten würden, durch die Nutzung des größeren öffentlichen Stromnetzes mit seinen höheren Übertragungsspannungen reduziert werden.

Angekommen in der Pension "Koch", entspannten sich die Sonder-RPP’ler im straßenseitigen Gastgarten mit kühlen Erfrischungsgetränken. Nach dem Abendessen wurde noch viel und teilweise recht lange über die Tageserlebnisse diskutiert. Je nach Müdigkeit verabschiedeten sie sich schließlich einzeln oder in Kleingruppen in Richtung Hotelzimmer.

Donnerstag, 09. September 2021

In den bereitstehenden Bus wurde nach dem Frühstück das Reisegepäck geladen und zur Besichtigung der Wasserfälle um 09:00 Uhr nach Krimml abgefahren. Die 35 km lange Anreise dauert gute 45 Minuten. Vom Parkplatz ging es nur wenige Minuten zu Fuß weiter zur Kassastelle der Krimmler Wasserfälle. Nach dem Bezahlen des Zutritts konnte jeder die Aufenthaltszeit verbringen, wie er wollte - mit zwei zu beachtenden Fixpunkten: 13:00 Uhr Mittagessen im Gasthaus Hanke und 15:00 Uhr Busabfahrt vom Parkplatz.

Bevor der Wasserfall-Weg nach oben begangen wurde, gab es den Abstecher zum "Kürsinger-Platz", wo man am Fuß des Wasserfalls steht. 385 Meter stürzen die Wassermassen von oben herab und hüllen Bäume, Wiesen und Besucher in einen feinen Sprühnebel. Über drei schroffe Felskaskaden donnern hier in nur einer Sekunde unfassbare 3.750 Liter Wasser in die Tiefe. Es sind dies die größten Wasserfälle Europas und die fünftgrößten der Welt. Einige Sonder-RPP’ler hatten mit diesem Erlebnis bereits genug gesehen und zogen sich zu "Beratungsgesprächen" in die Gastwirtschaft "Hanke" zurück. Ein Großteil jedoch erwanderte bis zum Gasthaus "Schönangerl" an die 260 Höhenmeter vom Wasserfall. Von den dazwischen sehr schön angelegten Aussichtskanzeln konnte man die tosenden Wassermassen in die Tiefe stürzen sehen. Oben im Gastgarten angekommen, traf man eine Handvoll Kollegen, die diese Strecke über die Zufahrtsstraße mit einem Taxi erklommen hatten. Aufgrund der ausgegebenen Zeitvorgaben war es notwendig hier nun wieder umzukehren, um rechtzeitig zum Mittagstisch im Gasthaus "Hanke" eintreffen zu können. Die dort bestellten Speisen und Getränke schmeckten vorzüglich. Der Meinungsaustausch der Kollegen war so intensiv, dass sie an den Abfahrtstermin zur Heimfahrt erinnert werden mussten. Die anschließende Busfahrt nach Zell am See zum Bahnhof verlief ohne Probleme. Die Teilnehmer konnten ihre vorgesehenen Heimfahrzüge rechtzeitig und stressfrei erreichen.

Organisation: Ekkehard Werner
RPP 9-2021: Besuch des Bergbaumuseums in Silbertal

Diesmal stand nach 2017 der zweite Besuch von einem der vier Montafoner Museen an. Nach dem Heimatmuseum in Schruns folgte diesmal das kleine, aber feine Bergbaumuseum in Silbertal. Vom Treffpunkt Bf. Bludenz fuhren die 22 Teilnehmer mit der Montafoner Privatbahn bis zum Endbahnhof Schruns und mit dem Bus weiter nach Silbertal. Das Hotel/Restaurant "Hirschen" befindet nur wenige Schritte von der Haltestelle entfernt, wo das Mittagessen eingenommen wurde. Die servierten Speisen und Getränke mundeten ausgezeichnet. Danach mussten die RPP‘ler nur die mäßig frequentierte Landesstraße überqueren, um zum Museum zu gelangen.

Das Montafoner Bergbaumuseum Silbertal besteht seit 1996 und befindet sich im örtlichen Gemeindeamt. Es präsentiert die Geschichte des Bergbaus im Montafon bis zur Gegenwart. Im Mittelpunkt steht ein Schaustollen mit Berghunt und Bergmann. Urkunden, historische Fotos, traditionelles Werkzeug sowie zahlreiche Erze aus dem Bergbaugebiet ergänzen die Sammlung. Laut Museumsführer Bertle Klaus reicht hier die Geschichte wahrscheinlich bis in prähistorische Zeiten zurück. Die im Jahr 2000 entdeckte bronzezeitliche Siedlung in Bartholomäberg-Friega dürfte jedenfalls im Zusammenhang mit einem vorgeschichtlichen Kupfererzbergbau zu sehen sein. Das "Churrätische Reichsurbar" - ein Einkünfte-Verzeichnis des Bistums Chur - aus der Zeit um 843 gibt den ältesten bekannten Hinweis auf die Existenz eines mittelalterlichen Bergbaus im Montafon. Die Quelle nennt einen eigenen Eisenbezirk "ministerium ferraires", der zweifellos in das Gebiet zwischen Bürs, Arlberg und Montafon (Bereich Bartholomäberg-Kristberg) zu lokalisieren ist. Es ist anzunehmen, dass man bald nach dem Eisenerzabbau auf reiche Silberadern stieß, die dann eine lebhafte Epoche des Bergbaus einleiteten. So berichtet eine Urkunde aus dem Jahre 1319 von einem Silberbergwerk, indem König "Friedrich der Schöne" (Habsburg) seinem Oheim "Albrecht von Werdenberg" (Bludenz) u.a. erlaubte, "die Silbergruben oder der Berg genannt Muntafune" seinem Bruder, dem Grafen Hugo, zu vermachen.

Nach der spannend erzählten Geschichte um den Montafoner Bergbau, besuchten einige Teilnehmer zudem die naheliegende, 1893 im frühgotischen Stil erbaute Pfarrkirche St. Nikolaus. Schließlich wurde noch einmal das Lokal "Hirschen" aufgesucht, um dort die Wartezeit auf den Rückfahrbus zu verkürzen. Die schöne Landschaft und auch die sonnige Terrasse trugen das ihre dazu bei, dass einige der Teilnehmer etwas länger im Montafon blieben und erst später mit den Öffis in Richtung Heimat zurückfuhren.

Organisation: Ehrbach Manfred

RPP 10-2021: Besuch von Schloss Ambras in Innsbruck

Aller guten Dinge sind drei - dies deshalb, weil die Veranstaltung coronabedingt erst beim dritten Anlauf durchgeführt werden konnte. Insgesamt 29 RPP-Kollegen wollten bei der Besichtigung vom Schloss Ambras dabei sein. Die Teilnehmer kamen hier individuell mit den „Öffis“, Taxi oder zu Fuß zum Treffpunkt. Gestartet wurde mit einem Mittagessen im Restaurant „Ferdinand“ im Hochschloss. Dabei spendierten die (Ex-) Geburtstagskinder Nairz Wilfried und Vasold Franz alle konsumierten Getränke. Anschließend stand der in zwei Gruppen aufgeteilten Führung nichts mehr entgegen.

Schloss Ambras zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Innsbrucks. Seine kulturhistorische Bedeutung ist untrennbar mit der Persönlichkeit Erzherzog Ferdinands II. (1529-1595) verbunden, der als echter Renaissancefürst die Künste und Wissenschaften förderte. Er begründete die prachtvollen Ambraser Sammlungen, für die er im Unterschloss eine nach modernsten Kriterien konzipierte Museumsanlage errichten ließ. Heute noch ist ein großer Teil seiner Sammlung in drei Rüstkammern, der Kunst- und Wunderkammer und dem Antiquarium zu bestaunen. Der Spanische Saal unterhalb des Hochschlosses zählt zu den prächtigsten Saalbauten der Renaissance. Im Sommer erklingt darin Musik im Rahmen der „Ambraser Schlosskonzerte“ und der Innsbrucker „Festwochen der Alten Musik“. Im Hochschloss befanden sich zu Ferdinands Zeiten die Wohnräume. Heute ist dort auf drei Stockwerke verteilt die Habsburger Porträtgalerie. Über 200 Bildnisse erzählen Geschichte und Geschichten von Mitgliedern der großen europäischen Dynastien. Die Gemälde aus dem 15. bis 18. Jahrhundert stammen von Meistern wie Arcimboldo, Cranach, Rubens, van Dyck, Velázquez u.a. Im Erdgeschoß des Hochschlosses befinden sich die St. Nikolaus Kapelle sowie eine Sammlung spätmittelalterlicher Bildwerke, die aus der Zeit Kaiser Maximilians I. stammen. Ebenfalls im Erdgeschoss untergebracht ist das einzig noch vollständig erhaltene Bad des 16. Jahrhunderts und gewährt Einblicke in die „Wellness“-Kultur der Philippine Welser.

Nach der sehr interessanten und lehrreichen Führung gab es für die Mehrheit der RPP‘ler noch einmal einen „Abstecher“ ins Restaurant „Ferdinand“ zur Nachbesprechung und zum „Durstlöschen“. Den Großteil der Getränkerechnung übernahmen diesmal Dornauer Roman, Silly Karl und Usel Werner. Dem Vernehmen nach sind alle wieder gesund nach Hause gekommen.

Organisation: Habicher Alois
RPP 11-2021:

Aufgrund des Bundesgesetzes betreffend der Maßnahmen zur Verhinderung der Verbreitung von COVID-19 (COVID-19-Maßnahmengesetz) und den damit zusammenhängenden Verordnungen von Bundes-, Landes und Bezirksverwaltungsbehörden mußte die RPP-Veranstaltung 11/2021 abgesagt werden.

RPP 12-2021: Besuch der Krippenherberge in Wildermieming

Das Coronavirus macht es möglich, dass nun seit zwei Jahren RPP-Veranstaltungen abgesagt, verschoben oder ersetzt werden müssen. Dies galt im November leider auch für den Besuch der Krippenherberge in Wildermieming. Im Dezember hätten die Maßnahmenverordnungen einen Jahresabschluss im bayrischen Mittenwald nur mit mannigfaltigen, vielen Erschwernissen zugelassen und deshalb bildete jetzt der Besuch der Dauerausstellung am Mieminger Plateau den krönenden Schlusspunkt für das RPP-Jahr 2021. Der Großteil der Kollegen reiste mit der ÖBB an und traf sich am Bf. Telfs, um mit dem angemieteten Bus der Fa. „Dietrich Reisen“ nach Affenhausen zum Hotel Traube gebracht zu werden. Die im Großraum Telfs wohnenden Teilnehmer fuhren mit ihrem Auto selbst hin. Die im Untergeschoß des Hotels beheimatete Krippenherberge wurde in zwei Gruppen besichtigt.

Es war der Oktober 2015, als der Lebenstraum von Erwin Auer in Erfüllung ging. Gemeinsam mit dem Krippenbauverein Wildermieming, dem er als Obmann vorsteht, wurde sein Lebenswerk im Untergeschoss des Hotels Traube eröffnet. In der „Krippenherberge“ präsentiert er auf 300 Quadratmetern rund 50 der schönsten Krippen, die in Tirol zu sehen sind. Erstaunlich in Vielfalt und Formen, Art und Herkunft der Figuren. Was besonders fasziniert, sind die exquisite künstlerische Ausgestaltung dieser kleinen Kunstwerke in ihrer räumlichen Ausformung mit den gemalten „Hintergründen“, die auch als selbständige Gemälde durchgehen würden. Der „Krippenberg“, die Gestaltung der Perspektiven und vor allem die Beleuchtung sind das Werk Erwin Auers. Hier sieht man auch seine rund 60-jährige Erfahrung im Krippenbau. Zahlreiche bekannte Tiroler Künstler wie Wolfgang Falkner, Georg Eigentler, Peter Feller oder Walter Grach waren an der Ausarbeitung dieser Kunstkrippen beteiligt und „verewigten“ sich mit bisweilen außergewöhnlichen Beiträgen. Die Dauerausstellung beherbergt aber nicht nur die in Tirol „gängigen“ orientalischen und heimatlichen Krippen. Es sind italienische Krippen, die der Ausstellung einen quasi „exotischen“ Hauch verleihen. Krippen, die das quirlige Leben auf einer neapolitanischen Piazza genauso wiedergeben, wie die räumliche Tiefe toskanischer Landschaften. Mit Figuren aus Terrakotta - u.a. von Angela Tripi - und einer Tiefenwirkung der Krippe, wie dies nur die italienische Kunst in dieser Qualität beherrscht. Ein dreidimensionales Kunstwerk, das die Weite italienischer Landschaften perfekt simuliert.

Nach der sehr interessanten und beeindruckenden Führung gab es zum Abschluss ein Stamperl Gloria-Wasser (= Schnaps). Danach fuhren die 27 RPP'ler zum Gasthof Post nach Mieming zum gemeinsamen Mittagessen. Sonnweber Josef heiterte den gemütlichen Nachmittag noch mit dem Vortrag von einigen Mundartmoritaten auf und mit ihrem finanziellen Beitrag übernahmen Habicher Alois und Weber Karl den Großteil der Buskosten. Alles in allem ein schöner Jahresausklang in den heimischen Gefilden.

Organisation: Habicher Alois
2020
Dass sich das Altern vermeiden ließe, ist ein steter Traum der Menschheit und die heutige Wohlstandsgesellschaft wünscht ein Leben, so lang wie möglich. Eine stetig wachsende Verjüngungsindustrie setzt dabei auf "Anti-Aging". Das hält zwar den Alterungsprozess nicht wirklich auf, vermag aber den Geldbeutel der Anbieter gut zu füllen. Sprachlich ist die Umbenennung des Alters längst gelungen: "Alte Leute" sind heute zu flotten "Senioren" oder einer "Generation Fünfzig Plus" geworden.
Diese konsequente Verdrängung weist freilich auf die tiefe Verwurzelung des Traumes von der ewigen Jugend hin. Die Vorstellungen vom Leben außerhalb der unerbittlichen Zeit findet sich ja auch in allen Kulturen, diese Verjüngungsfantasien speisen auch die Bemühungen der Medizin und ihrer einschlägigen Praktiken.
Uns ist das ziemlich egal. Denn wir lassen die Angst vor dem Älterwerden möglichst alt aussehen und für uns kommt es nicht darauf an, wie alt man ist, sondern wie man alt ist. Oder, etwas verkürzt ausgedrückt: „Alles, was Spaß macht, hält jung.“

RPP 1-2020: Rodeln in Maria Waldrast

Die Jänner-Veranstaltung bedeutet für die Organisatoren meistens ein „Hinzittern“ auf ausreichend Schnee zur Durchführung des Wettbewerbs. 2020 war es wieder einmal so weit, dass bis wenige Tage vor dem Rodelrennen noch über ein Ersatzprogramm diskutiert wurde. Aber der „Wettergott“ hatte ein Einsehen und mit etwas Neuschnee zauberte er kurzfristig eine „Winteridylle“ in die Landschaft. Das traumhaft schöne Wetter auch noch dazu, garantierte einen herrlichen und vergnüglichen RPP-Rodeltag im Tiroler Wipptal.

Seit 2018 können die Teilnehmer vier unterschiedliche Varianten zur Bewältigung der Berg- und Talstrecke zwischen dem Bf. Matrei a.Br. und dem Klostergasthof wählen, wobei der Taxidienst in beiden Richtungen immer beliebter wird. In der Gaststätte gab es für die 38 RPP’ler ein gutes Mittagessen, das mit einer von Pitschmann Manfred, Sonnweber Josef und Werner Ekkehard gesponserten Getränkerunde aufgepeppt wurde. Danach erfolgte die Startnummernausgabe an 30 Rodelsportler. Als Richtzeit für den Sieger wurde die fünfzehnte Fahrzeit festgelegt. Die Naturbahn präsentierte sich trotz geringer Schneelage von ihrer besten Seite und der Neuschnee trug einiges dazu bei, dass auf der sehr griffigen Strecke das Rennen für die Rodler auch nicht zu schnell wurde. Für den Organisator Hörtnagl Georg ist es jedoch am wichtigsten, dass die Winterveranstaltung immer ohne Verletzungen beendet werden kann.

Bei der Siegerehrung im Parkhotel Matrei gab es viele überraschte Gesichter, als die Ergebnisse verlautbart und die drei Erstplatzierten prämiert wurden:

1. Habicher Otto 07:05:17(+00:00:00)
2. Ebster Karl 07:06:71(+00:01:54)
3. Waldner Werner 07:07:34 (+00:02:17)

Der Älteste - Sonnweber Josef (81) - und der Langsamste - Usel Werner (9:16:69) - bekamen ebenfalls einen „Anerkennungspreis“ (Schnaps bzw. kleine Jause) für ihre Teilnahme überreicht. Wie jedes Jahr musste nach der Preisverteilung beim Wettbewerb im „Ladinisch“-Watten weitergekämpft werden. Diesmal standen die Kartenpartner Tschenett Klaus und Waldner Werner als die großen Sieger gegen Hörtnagl Georg und Weiss Wilfried vom Spieltisch auf.

Organisation: Hörtnagl Georg

RPP 2-2020: Führung durch die Schokoladenmanufaktur Fenkart in Hohenems

Die Februar-Veranstaltung führte die 49 RPP-Teilnehmer nach Vorarlberg, um in Hohenems die Schokoladenmanufaktur Fenkart zu besuchen. Diese blickt auf eine lange Tradition zurück, denn 1948 wurde am Schlossplatz gegenüber dem Renaissancepalast das Schloss-Café und der Konditoreibetrieb eröffnet. Seit damals werden hier nun edle Pralinen und Süßspeisen hergestellt.

Bevor die Einführung in die Welt der Schokoladenherstellung begann, gab es im Café-Restaurant Fenkart ein ausgezeichnetes Mittagsmenü, welches mit einer Getränkerunde der (Ex-) Geburtstagskinder Biechl Andreas, Feurstein Fidel, Fritz Franz, Prugg Walter und Zangerl Ernst veredelt wurde. Vor dem Essen überraschte noch Geburtstagskind Sauermoser Kurt alle Teilnehmer mit einem selbstgemachten, fruchtigen Aperitif zu deren Appetitanregung. Danach ging es - nach einer kurzen „Umbaupause“ - in derselben Lokalität mit den Informationen zur Geschichte des Kakaos durch den Chef des Hauses - Gunther Fenkart - weiter, denn laut seiner Aussage ist Schokolade nicht gleich Schokolade. Genauso wenig wie ein Anzug ein Maßanzug ist. Das Geheimnis einer Schokolade beginnt bei den Rohstoffen und endet bei der Vorstellungskraft seines Schöpfers.

Die Geschichte des Kakao reicht ca. 4000 Jahre zurück. Bereits die Olmeken haben Kakaobäume kultiviert. Später haben die Mayas und Azteken die Kakaofrucht als „Nahrungsmittel“ verarbeitet, indem Kakaobohnen zerstoßen und mit heißem Wasser und Gewürzen in einem Tongefäß und einem Holzstößel schaumig gerührt wurden. Dabei entstand ein sehr bitteres, aber nahrhaftes Getränk. Erst Hernán Cortès brachte 1528 im Auftrag des Spanischen Hofes die Kakaofrucht nach Europa. Obwohl der Kakao ursprünglich aus Mittel- und Südamerika stammt, wird er inzwischen auch Äquatornah in Afrika und Asien angebaut. Aktuell liegen die größten Anbaugebiete für Massenkakao in Westafrika. Fast 70 Prozent des weltweiten Kakaos kommen aus Ghana und der Elfenbeinküste, mit dem Problem der sklavenartigen Kinderarbeit behaftet. Es wurden die Kakaobäume, die Frucht und deren Ernte bis zur verarbeitungsbereiten Kakaobohne beschrieben. Schließlich konnten die RPP’ler auch an den Kakaobohnen im rohen, getrockneten sowie im gerösteten Zustand riechen. Danach gab es einige Kostproben von unterschiedlichen Schokoladeprodukten zu probieren, mit dem Hinweis, dass für eine Tafel Schokolade ca. 40-50 Kakaobohnen benötigt werden. Zum Abschluss konnte den Arbeitern noch bei der Herstellung von handgearbeiteten Schokoladenkreationen zugeschaut werden. Nach der neunzigminütigen Einführung in die Welt des Schokoladengenusses gab es an der Verkaufstheke kein Halten mehr, denn viele der Teilnehmer wollten ihre Liebsten zu Hause mit den „schokoladigen“ Köstlichkeitenaus Vorarlberg überraschen.

Organisation: Ehrbach Manfred
RPP 3-2020, RPP 4-2020 und RPP 5-2020:

Aufgrund des Bundesgesetzes betreffend der Maßnahmen zur Verhinderung der Verbreitung von COVID-19 (COVID-19-Maßnahmengesetz) und den damit zusammenhängenden Verordnungen von Bundes-, Landes und Bezirksverwaltungsbehörden mußten die RPP-Veranstaltungen im März, April und Mai 2020 abgesagt werden.

RPP 6-2020: Besuch des Ötzi-Dorfes und der Stuibenfälle in Umhausen - 25. Juni 2020

Es gibt schönere Zeiten - aber diese ist jetzt unsere (frei nach Jean-Paul Sartre). Und so müssen alle - wohl oder übel - seit Mitte März 2020 mit den einschränkenden Maßnahmen der Corona-Pandemie leben. Aber wer hätte sich das jemals gedacht, dass unsere Welt durch einen fast unsichtbaren Virus (= SARS-CoV-2 Grippe) geradeso aus den Angeln gehoben werden kann. Dieser schert sich nämlich um keinerlei Staatsgrenzen und versetzt die Menschen deshalb in Furcht um ihre Gesundheit und auch berufliche Existenz. Aber nach den dreimonatigen, massiven Eingriffen durch die Regierung in das alltägliche Leben bedeutet die schrittweise Rückkehr zur Normalität nun „eine Wohltat nach der Corona-Isolation“ (Zitat Weber Karl).

Mitte Juni war es schlussendlich soweit, dass mit den vom Gesundheitsministerium veröffentlichten Verhaltensregeln nun wieder eine RPP-Veranstaltung möglich wurde. Insgesamt 33Teilnehmer sind der Einladung gefolgt und wollten beim Besuch des Ötzi-Dorfes und der Stuibenfälle mit dabei sein. Treffpunkt war der Bf. Ötztal, von wo es mit einem gemieteten Sonderbus der Fa. Andreas Thurnerzum Ötzi-Dorf zu einem Besuch des Museums und des Greifvogelparks nach Umhausen ging.

Seit seiner Entdeckung im Jahr 1991 am Tisenjoch gilt „Ötzi - der Mann aus dem Eis“ als größte archäologische Attraktion der Alpen und lieferte bei der Forschungsarbeit sensationelle Details zum Alltag unserer Vorfahren in der Steinzeit vor rund 5.300 Jahren. Er ist damit die älteste bekannte natürliche menschliche Mumie. Bei der Führung durch den rund 11.000 m2 großen Freiluftpark konnten die RPP‘ler das Leben, Wohnen und Wirtschaften während der Steinzeit hautnah kennenlernen und fühlten sich in jene Zeit zurückversetzt, als Gletschermann „Ötzi“ hier noch auf die Jagd ging. Nicht nur die prähistorischen Bauanlagen (Gräber, Opferplätze, Hütten), uralten Jagd- und Arbeitsgeräte sowie die gehaltenen, alten Haustierrassen aus vorgeschichtlichen Epochen gewährten interessante Einblicke, sondern auch die Erklärung von alten Ritualen, das Vorführen des Feuermachens mit Steinen, des Bogenschießens und der einzelnen Schritte zur Erzeugung von Lebensmitteln in dieser Zeit.

Nach der beeindruckenden Führung folgte eine ca. 60-minütige, spektakuläre Vorführung im angrenzenden Greifvogelpark. Dort sind zahlreiche Tiere aus 15 verschiedenen Greifvogelarten in großzügigen Volieren artgerecht untergebracht. In der über 300 Zuschauer fassenden Arena hatten die Teilnehmer ausreichend Platz, um den Ausführungen des Falkners und den dargebotenen Flugkünsten von Milane, Eulen, Bussard, Falken, Raben, Geier und Steinadler folgen zu können. Geboten wurden dabei elegante Segelflüge, waghalsige Sturzflüge, rasante Jagdflüge, lautlose Gleitflüge und atemberaubende Geschwindigkeiten über den Köpfen der Zuschauer hinweg. Ein kräftiger Schlussapplaus verabschiedete die Flugkünstler in ihre Behausungen.

Von der Arena ging es wieder zurück zum wartenden Bus und zur Weiterfahrt zum Gasthof „Stuibenfall“ in Niederthai auf rund 1.500 m Seehöhe. Dort wurde kommuniziert, gut gegessen und getrunken und auch einigen (Ex-) Geburtstagskindern gratuliert. Diese bedankten sich für die Glückwünsche mit der Übernahme der Buskosten (Gunsam Ernst, Habicher Alois, Hanika Dietmar, Mühlegger Otto, Pregenzer Kurt, Weber Karl) und einer Getränkerunde (Gremer Karl, Schabus Helmut, Strobl Johann). Nach dem Mittagessen wollten viele wanderfreudige Teilnehmer den nächsten Höhepunkt über den Stuibenfall-Steig talwärts zurück nach Umhausen hautnah erleben. Denn wo sonst, wenn nicht hier, lernt man Respekt vor den gewaltigen Kräften der Natur zu haben.

Donnernd fallen die Wassermassen des Horlachsbachs über zwei Steilstufen in die Tiefe und lassen Schleier aus feinem Sprühnebel entstehen, der sich kühlend auf die Haut legt und das Sonnenlicht in Regenbogenfarben bricht. Diese „stäubenden“ Wasserfahnen sind es, die dem mächtigen Stuibenfall bei Umhausen im Ötztal seinen Namen geben. Seine Höhe von 159 Metern macht ihn zum höchsten Wasserfall Tirols. Ein neues Wegesystem, bestehend aus 700 Stufen, einer 80 Meter langen Hängebrücke und mehreren Aussichtsplattformen auf verschiedenen Höhen, erschließen das Naturschauspiel von allen Seiten. Die imponierende, fast „senkrechte“ Wanderung dauerte ca. 75 Minuten und endete am Busparkplatz vorm Ötzi-Dorf. Von hier ging es mit dem wartenden Sonderbus nach Ötztal-Bahnhof weiter zu den Heimfahrzügen. Vor der Heimfahrt wollte jedoch ein Großteil der RPP’ler in Bahnhofsnähe einen schönen und einladenden Gastgarten zur gemütlich Nachbesprechung nützen. Dort ließen sie die Erlebnisse noch einmal Revue passieren und kamen zur erfreulichen Erkenntnis, dass sowohl das Ötzi-Museum als auch der Greifvogelpark für die RPP-West eine Ausnahme machte und den geschlossenen Betrieb exklusiv für die Gruppe öffnete.

Organisation: Zöhrer Erwin
RPP 7-2020: Besuch des Angelika-Kaufmann-Museums in Schwarzenberg

Eigentlich wäre im Juli der Besuch des Montafoner Bergbaumuseums in Silbertal vorgesehen gewesen. Aber da die wegen des Corona-Virus abgesagte April-Veranstaltung bereits organisiert und auch das Einladungsschreiben schon vorbereitet war, wurde dieser Vorarlberg-RPP nun nachgeholt und das „Montafon“ aufs nächste Jahr verschoben. Trotz Maskenpflicht war die Anreise aus Tirol mit dem Zug sehr unterhaltsam und kurzweilig. Die Busfahrt vom Bf. Dornbirn übers Bödele nach Schwarzenberg bescherte den 24 RPP‘lern einige tolle Ausblicke auf den fernen Bodensee. Nach der Ankunft in Schwarzenberg gab es im schattigen Gastgarten des Hotel-Gasthof „Hirschen“ ein gutes Mittagessen. Die (Ex-)Geburtstagskinder Ganahl Norbert, Perkhofer Hans und Wlcek Franz übernahmen die Bustickets und die Führungskosten im Museum, sowie Feichtner Robert, Gatt Walter, Nairz Wilfried und Riemer Herbert luden zu zwei Getränkerunden ein. Die Teilnehmer ließen die edlen Spender natürlich hochleben. Danach ging es zum Museum, das in zwei Gruppen erkundet wurde.

Seit 1928 befindet sich das Schwarzenberger Heimatmuseum im 1556 erbauten Kleberhaus, in dem die bäuerliche Wohnkultur des 18. und des frühen 19. Jahrhunderts dokumentiert wird. Ebenerdig ist Schopf (Laube), Küche, Stuben, Gaden (Elternschlafzimmer) und eine Trachtenausstellung zu sehen. Im Obergeschoss werden Kinderschlafzimmer, eine Ausstellung von Milchverarbeitungsgeräten und religiöse Kleinkunst präsentiert und im Dachgeschoss alte Waffen, Musikinstrumente, Tafelgeräte und geschmiedete Grabkreuze gezeigt.

Zum 200. Todestag von Angelika Kauffmann (gestorben 66-jährig am 05.11.1807), der berühmtesten Tochter Schwarzenbergs, wurde der ehemalige Wirtschaftstrakt des Gebäudes mit 220 m² Ausstellungsfläche in ein Kunstmuseum umgebaut. Die rund fünfzig ausgestellten Werke von und nach Angelika Kauffmann spannen einen Bogen über alle Genres und Schaffensperioden - vom Frühwerk des gefeierten Wunderkinds, über mythologische Szenen und Allegorien bis hin zu den meisterhaften Porträts der englischen Adeligen aus der Londoner Zeit und dem nur wenige Jahre vor ihrem Tod fertiggestellten Hochaltarbild für die Schwarzenberger Pfarrkirche.

Nach der sehr interessanten Führung stand noch etwas Zeit zur Verfügung, damit sich einige Teilnehmer im nahegelegenen „Lädele“ noch mit guten Bregenzerwälder Käseprodukten eindecken konnten. Anschließend stießen sie zur restlichen Truppe im Gastgarten des Hotel „Adler“, um die Wartezeit auf den Bus nach Dornbirn zu verkürzen. Bei der Ankunft in Dornbirn hatten einige noch nicht alles ausdiskutiert und fuhren deshalb erst mit späteren Zügen nach Hause.

Organisation: Ehrbach Manfred, Drolle Gerd und Wlcek Franz

RPP 8-2020: Besichtigung der Knappenwelt in Tarrenz

Die geplante Wanderung ins Kaisertal bei Kufstein musste aufgrund eines OP-bedingten Ausfalls des zuständigen RPP-Organisators auf das nächste Jahr verschoben werden. Mit der Besichtigung der "Knappenwelt" in Tarrenz wurde die wegen der restriktiven Corona-Maßnahmen abgesagte Mai-Veranstaltung nun kurzfristig wieder ins Ausflugsprogramm aufgenommen.

Die Zubringerzüge aus Ost und West kamen im Bf. Imst-Pitztal fast zeitgleich an, der als Treffpunkt für die 24 Teilnehmer vereinbart wurde. Mit dem Sonderbus der Fa. Andreas Thurner ging es schließlich weiter zum Freilichtmuseum "Knappenwelt Gurgltal" nach Tarrenz, wo in der Nähe ehemaliger Abbaugebiete originalgetreu ein kompletter mittelalterlicher Bergbaubetrieb entstanden ist. Noch vor wenigen Jahrhunderten lebte dort ein Großteil der Bevölkerung vom Erzabbau und der Verarbeitung desselben. Den Tagesablauf der Knappen, die extremen Arbeitsbedingungen im Stollen selbst, die weitere Verarbeitung des abgebauten Gesteins, sowie die unterschiedlichen Arten der gewonnenen Erze konnten die RPP‘ler in der Knappenwelt kennenlernen. Die verschiedenen Stationen - vom Abbau bis zur Endverarbeitung - wurden hier nachgebaut, wodurch man wirklich einen unvergesslichen Einblick in die Zeit unserer Vorfahren erhielt. Auch die Geologie des Gurgltales und seiner Umgebung wurde den Teilnehmern nähergebracht, anschaulich das tägliche Leben und Arbeiten der Knappen aufgezeigt und eindrucksvoll der Weg des Erzes vom "Berg bis zum Schwert" erklärt.

Nach der sehr aufschlussreichen Führung musste im Gastgarten des nahen Restaurants "Happi’s Hütte" derHunger und Durst bei einem guten Mittagessen gestillt werden. Die (Ex-) Geburtstagskinder Drolle Gerd, Habicher Otto, Pittracher Hubert und Trescher Walter spendierten dazu zwei Getränkerunden und Zöhrer Erwin übernahm einen Großteil der Buskosten. Die RPP‘ler bedankten sich dafür mit einem hitparadenverdächtigen musikalischen "Ständchen". Bis zur Heimfahrt wurde gemeinsam diskutiert, philosophiert und, und, und … Das Schlussresümee von allen: Ein gemütlicher und lehrreicher Ausflug an einem sonnigen Sommertag ins Tiroler Oberland.

Organisation: Zöhrer Erwin

RPP 9-2020: Museumsfriedhof in Kramsach und Kaiserklamm

Wer hier nicht dabei war, der hat etwas versäumt. Insgesamt 18 RPP’ler wollten sich die September-Veranstaltung mit dem Besuch des Museumsfriedhofes in Kramsach und der anschließenden Wanderung durch die Kaiserklamm im Brandenberger Tal nicht entgehen lassen. Treffpunkt war der Bf. Brixlegg, von wo es mit einem Sonderbus der Fa. Raffeiner zum wenige Kilometer entfernten Museumsfriedhof ging. Hier stellten sich die Teilnehmer die Frage: "Kann ein Friedhof lustig sein? ", die der Museumsfriedhof in Kramsach leicht beantwortet hat. Es ist ein Freilichtmuseum mit einer Ansammlung von originellen Grabsprüchen und schönen schmiedeeisernen Grabkreuzen, die oft mit einem Totenkopf verziert sind. Da früher das Leben hart und der Tod alltäglicher Begleiter war, wurden oft ironische und lustige Grabsprüche verfasst, um mit dem Schicksal auf eine ganz eigene Art und Weise umzugehen.

Heute zieht der "Lustige Friedhof" jedes Jahr an die 250.000 Besucher an. Zwischen 2011 und 2013 wurde er durch eine Kapelle mit Arkadenhof erweitert. Jedes Jahr werden die Grabdenkmäler vom Verein Museumsfriedhof Tirol mit großem Aufwand gepflegt und restauriert. Übrigens: Es gibt einen weiteren "Fröhlichen Friedhof", den "Cimitirul Vesel" in Sapânta in Rumänien. Es ist historisch belegt, dass sich im 17. Jahrhundert die Eigenheit von skurrilen Grabinschriften von England aus zum Festland hin und schließlich nach Übersee verbreitete. Auch aus Amerika und Australien sind solche lustigen Grabinschriften bekannt. Nach einer ca. einstündigen Besichtigung bzw. dem Lesen von vielen kuriosen Grabsprüchen gab es bei der anschließenden Weiterfahrt nach Brandenberg zum 500 Jahre alten Gasthaus "Kaiserhaus" einiges zu diskutieren. Es fiel den RPP’lern gar nicht so leicht, aus diesen vielen Grabsprüchen einen Favoriten herauszufiltern.

Etwas abseits "vom Schuss" ist die Kaiserklamm. Das Naturdenkmal befindet sich einige Kilometer vom Inntal entfernt in den Brandenberger Alpen - irgendwo im nirgendwo. Schon die Tiefenbachklamm ist mitten in der Natur, fern der Zivilisation. Und noch einmal rund 10 km weiter hinter der Tiefenbachklamm befindet sich das Kaiserhaus in den Bergen versteckt. Hier in der Nähe ist auch die sehr romantische Schlucht.

Im großen, sonnigen Gastgarten schmeckten nicht nur das üppige Mittagessen sondern auch die kühlen Getränke ausgezeichnet. Nach dem ausreichenden Mittagstisch kam der "Verdauungsspaziergang" für die Teilnehmer in die nördlich vom Kaiserhaus gelegene, geschichtsträchtige, romantische "Kaiserklamm" gerade richtig. Sie ist mit etwa einen Kilometer zwar nicht so lang wie die Tiefenbachklamm, aber das Naturerlebnis ist eindrucksvoller und in einer Gehzeit von etwa 30 Minuten pro Richtung bewältigbar. Die Kaiserklamm ist schmäler, die Felsen haben durch die Ausspülung des Wassers besonders bizarre Formen. Kaiser Franz Josef I. soll hier gerne wandern gewesen sein, daher der Name.

Nach der Rückkehr zum Gasthof musste bei einer gemütlichen Nachbesprechung sofort über diese beeindruckende Naturkulisse diskutiert werden. Der schmale, felsige, aber gut gesicherte Weg durch die enge Schlucht der Klamm begeisterte die gesamt Truppe. Einige Brücken und Steintunnel machten die Wanderung noch interessanter und die tief unten tosende Brandenberger Ache ließ einen die Kraft des Wassers hautnah spüren. Als krönenden Abschluss konnte auch noch die Herstellung einer original "Brandenberger Prügeltorte" durch die Wirtsleute beobachtet werden.

Organisation: Nairz Wilfried
Sonder-RPP 2020: Mittelkärntner Kostbarkeiten

Drolle Gerd - unser "Vorarlberger" Kollege aus Kärnten - hatte sich nach einer Anfrage sofort bereit erklärt, die Gesamtorganisation für die Veranstaltung des mehrtägigen Sonder-RPP‘s 2020 zu übernehmen, ohne dabei jedoch zu erahnen, welche Unwägbarkeiten im Laufe der Organisationsarbeit noch auf ihn zukommen würden.

Bereits Anfang März 2019 wurde mit den Vorbereitungsarbeiten gestartet. Als erstes Reiseziel waren die Stadt Laibach (Ljubljana, Hauptstadt Sloweniens) und deren Sehenswürdigkeiten sowie eine Fahrt auf der Wocheiner Bahn vorgesehen gewesen. Mit dem dampfbetriebenen Museumszug sollte zwischen Jesenice und Nova Gorica der landschaftlich reizvollste Strecken­abschnitt befahren werden. Aber leider hat sich dies für heuer zerschlagen, weil hier die Museumszüge nur zu bestimmten Zeiten verkehren.

Der zweite Vorschlag, im Großraum St. Veit an der Glan in Kärnten einige der vielen Attraktionen wie die Burg Hochosterwitz zu besichtigen und so nebenbei - nach 2013 bereits zum zweiten Mal - auch noch den 659. Wiesenmarkt zu besuchen, wurde sofort angenommen. Bereits im Frühsommer 2019 mussten dafür das Hotel gesucht und die notwendigen Übernachtungszimmer reserviert werden, da zu dieser Marktveranstaltung die Beherbergungsbetriebe immer frühzeitig ausgebucht sind. Das Besichtigungsprogramm wurde ebenfalls zusammengestellt und schon im Herbst 2019 die erforderlichen Gruppenreservierungen sowie Führungen voravisiert. Auf das Einladungsschreiben hin haben sich insgesamt 42 RPP’ler bis Ende Februar 2020 fristgerecht für diesen Mehrtagesausflug angemeldet. Dann kam von Mitte März bis Mitte Juni die Corona-Pandemie mit einem "Lockdown" (= Ausgangssperre) und den damit verbundenen massiven Einschränkungen in allen persönlichen und öffentlichen Lebensbereichen. Danach gab es eine Lockerungsverordnung und somit ein langsames "Hochfahren" des gesamten gesellschaftlichen Lebens. Aber leider nicht in allen Bereichen, denn das im Programm vorgesehene Heinrich-Harrer-Museum in Hüttenberg ließ die Pforten wegen vorgezogener Renovierungsarbeiten gleich für das restliche Jahr zu und so musste kurzfristig wieder ein Ersatz dafür gefunden werden. Schließlich kam es wegen steigender Infektionszahlen knapp vor dem Veranstaltungstermin neuerlich zu einer COVID-19-Maßnahmenverschärfung durch das Gesundheitsministerium, welche unter anderem eine Absage von insgesamt neun Teilnehmern und auch die des traditionellen Wiesenmarktes in St. Veit an der Glan einbrachte. Die verbliebenen 33 Sonder-RPP’ler starteten trotzdem den Mehrtagesausflug nach Kärnten und hielten sich sehr diszipliniert an die vorgegebenen behördlichen Auflagen.

Dienstag, 29.09.2020

Um mit dem Zug gemeinsam nach St. Veit an der Glan zu kommen, ist für viele ein dreimaliges Umsteigen notwendig. Ab dem Innsbrucker Hbf. hat sich der Speisewagen des RJX 765 langsam gefüllt, da einige Sonder-RPP-Teilnehmer unbedingt ein zweites Frühstück zu sich nehmen wollten. Von Salzburg Hbf. ging es mit dem RJ 111 über die Tauernstrecke nach Klagenfurt weiter zum nächsten Umsteigebahnhof. Obwohl bis zum Tauernscheitel ca. 10 Minuten Verspätung "eingefahren" wurden, kam der Zug pünktlich in seinem Endbahnhof an. Von hier nach St. Veit an der Glan begeisterte die Bahnfahrt mit ihren beeindruckenden Landschaftsbildern entlang des faszinierenden Wörthersees. Auch das Wetter spielte bei dieser mehrtägigen Reise mit, denn die Teilnehmer sind im Westen bei nasskalter Witterung in den Zug eingestiegen. Über den Hohen Tauern lösten sich die Regenwolken allmählich auf und je weiter die Bahnfahrt in Richtung Süden fort schritt, setzte sich die Sonne immer mehr durch.

Am Bahnhofsvorplatz von St. Veit an der Glan empfingen Drolle Gerd, Ing. Doppler Alois und Weiss Wilfried die Gruppe, weil sie bereits mit dem eigenen Auto angereist waren. Alle fuhren dann gemeinsam mit dem für zwei Tage angemieteten Sonderbus zum Gasthaus "Sonnhof" zu einem etwas verspäteten Mittagstisch. Dort in einer großen Extra-Stube untergebracht, gab es für die Teilnehmer ein bereits im Vorfeld ausgewähltes, vorzügliches und flott serviertes Mittagessen. Die Wirtsleute verabschiedeten die eilenden RPP’ler mit einem zünftigen Schnapserl, denn der Kastellan der Burg Hochosterwitz erinnerte telefonisch an den vereinbarten Führungsbeginn um 16:00 Uhr. Obwohl bis zum Kärntner Wahrzeichen nur neun Kilometer zu fahren waren, kam es trotzdem zu einer fünfzehnminütigen Verspätung.

Die bereits von weitem sichtbare und imponierende Burg liegt östlich von St. Veit an der Glan im Gemeindegebiet von St. Georgen am Längsee. Diese Festungsanlage wurde in den Jahren 1570 bis 1586 über einem viel älteren Kern in der gegenwärtigen Gestalt auf einem befestigten, 150 Meter hohen Kalksteinfelsen erbaut, auf dessen Spitze sich die eigentliche Zentralburg befindet. Die Sonder-RPP’ler wurden am Kassengebäude vom Burgkastellan schon erwartet. Gemeinsam fuhr man mit der "Fürst-Max"-Schrägbahn fast senkrecht hinauf zur Besichtigung. Im Burginnenhof gab es eine überblicksmäßige Darstellung der Historie von Hochosterwitz und auch zu dessen Schaustücken in den Museumsräumlichkeiten. Der Kerker, die Rüstkammer, die Waffensammlung und die interessante Bildergalerie aus der Renaissancezeit zeugen von der Bedeutung dieser einmaligen Wehranlage.

Im Mittelalter diente die Burg Hochosterwitz als Schutz für die Bevölkerung. Die geniale Architektur machte das Bollwerk uneinnehmbar. Die Gegner mussten jedes der 14 Burgtore einzeln erobern, was sie dadurch angreifbar und verletzlich machte. Die Bewohner waren Selbstversorger. Es gab eine Zimmerei, eine Tischlerei, eine Mühle, eine Schmiede, Bäckerei, einen Buchdruck sowie Wein-, Gemüse- und Obstbau. In der Burg wird mittelalterliche Handwerkskunst heute noch gepflegt.

Bevor es für die meisten der Teilnehmer zu Fuß zurück ins Tal zum Ausgangspunkt zurückging, wurde von oben der einzigartige, traumhafte Ausblick genossen. Am Rückweg konnten dabei die Gebäude, die Gartenanlage, die kleine Burgkirche und auch die vierzehn verschiedenen Burgtore noch genauer inspiziert werden. Danach trat die Gruppe die Rückfahrt mit dem Sonderbus zum Kunsthotel "Fuchspalast" nach St. Veit an der Glan an, wobei beim Gasthof "Maultasch" der kleine, durstgeplagte Rest noch zustieg. Um ca. 18:30 Uhr gab es ein rasches "Einchecken" im Vier-Sterne-Hotel, welches nur wenige Schritte vom historischen Stadtkern entfernt liegt. Die RPP‘ler suchten in der Altstadt nach einem gemütlichen Gastlokal, um den langen, ersten Reisetag entspannt ausklingen zu lassen. Die meisten haben sich hier im Restaurant "Hirter Bierstüberl" wieder getroffen, zu Abend gegessen, auf einen informativen Tag angestoßen und geplaudert. Schließlich wurde dieser noch von einigen mit einem finalen Absacker - Corona bedingt - vom Getränkeautomaten im Hotel-Eingangsbereich abgeschlossen.

Mittwoch, 30.09.2020

Nach einem guten und ausreichenden Frühstück wurde um 09:15 Uhr ohne Hast in das Programm des zweiten Tages gestartet. Der Sonderbus stand pünktlich vor dem Hotel, um die Sonder-RPP-Truppe zur vormittäglichen Besichtigung des ehemaligen Benediktinerinnenstiftes nach St. Georgen am Längsee zu bringen. Zum vereinbarten Führungsbeginn standen die Teilnehmer im Innenhof des Klosters zeitgerecht parat. Diese wurden in zwei Gruppen aufgeteilt und die Führung alternierend mit jeweils einer Gruppe durchgeführt. Die wartende Gruppe konnte sich in der Mensa oder beim Erkunden der Umgebung die Zeit vertreiben. Die Geschichte und Sehenswürdigkeiten des Stiftes wurden von einer sehr kompetenten Ordensschwester erklärt.

Das Kloster wurde zwischen 1002 und 1008 von der Gräfin Wichburg, der Gattin des Grafen Ottwin von Sonnenburg (Pustertal), gegründet. In den Jahren 1654 bis 1658 wurde die Klosteranlage durch den Baumeister Pietro Francesco Carlone im barocken Stil umgestaltet. Teile der ursprünglichen Bauten und auch die Renaissance-Arkaden im nördlichen Hof sind noch erhalten geblieben. 1783 wurde durch Kaiser Joseph II. das Kloster aufgehoben. Im Zuge dessen kam es 1788 zur Versteigerung. Maximilian Thaddäus von Egger erhielt den Zuschlag um einen Kaufschilling von 163.100 Gulden und begründete den Stiftskomplex zum neuen Stammsitz der Grafen von Egger. Zwischen 1909 und 1959 änderten sich insgesamt noch fünfmal die Besitzverhältnisse. Heute gehört das ehemalige Benediktinerinnenstift dem Bistum Gurk und wird als Bildungshaus und Seminarhotel geführt.

Während der Großteil die Wartezeit bis zur zweiten Führung bzw. nach der ersten in der Mensa mit Gesprächen und Getränken verbrachte, nutzten einige die Gelegenheit den nahen See zu erkunden oder den Wahrheitsgehalt der Legende zur Otwinshöhle zu überprüfen. Laut Erzählung der Ordensschwester "soll der um 951 geborene Graf Ottwin zu einer Wallfahrt nach Rom und Palästina aufgebrochen und als Einsiedler an den Längsee zurückgekehrt sein, wo er sieben Jahre in einer Höhle des Porthenerberges hauste und im Frühling 996 dort tot aufgefunden wurde. Ein weißer Rabe unterrichtete seine Gemahlin, die während seiner langen Abwesenheit ins Kloster eintrat, von seinem Tod. Von ihr nun erkannt, wurden seine letzten Überreste angeblich in der Klosterkirche beigesetzt." Diese dem Stift naheliegende Höhle wollten Ehrbach Manfred, Habicher Alois und Pregenzer Kurt finden und erkunden. Nach kurzem Suchen wurde die im Gestrüpp verborgene Otwinshöhle entdeckt, aber aufgrund von Fledermausaktivitäten von einer "Erforschung" Abstand genommen.

Vor der Abfahrt zumMittagessen gab es für ein Gruppenfoto mit allen Teilnehmern noch ein längeres "Fotoshooting". Danach ging es ca. 23 km über die "Dörferlinie" durch eine wunderschöne, gepflegte Landschaft zum Gasthof "Zum Dorfschmied" nach Klein Sankt Paul. Diese zurzeit geschlossene und mehrfach ausgezeichnete Gaststätte (Gault Millau, A La Carte und Falstaff) wurde extra für die Sonder-RPP’ler aufgesperrt. Das auch hier bereits im Vorfeld ausgewählte Mittagessen mundete natürlich vorzüglich und die Wirtsleute verabschiedete die Truppe ebenfalls mit einem sehr guten Destillat.

Am Nachmittag stand der Besuch der Burg Taggenbrunn auf dem Programm und um dort hinzugelangen, mussten ca. 25 km wieder in Richtung St. Veit an der Glan zurückgelegt werden. Der Busfahrer zeigte dabei seine ganzen Fahrkünste bei der Bewältigung der schmalen Zufahrtsstraßen nach Taggenbrunn. Auch hier wurden die RPP’ler bereits von der Marketingleiterin zur Führung durch die gesamte Anlage erwartet.

Im Jahr 2011 erwarb der bekannte Kärntner Unternehmer Franz Riedl den Burgberg mit der Ruine und den historischen Nebengebäuden. Der Gründer und Inhaber des Uhrenkonzerns "Jacques Lemans" ließ 2014 den Waldbewuchs auf dem Burgberg entfernen und nach aufwändiger Bodenbearbeitung auf zwölf Hektar 60.000 Weinstöcke pflanzen. Durch diesen Weinberg wanderten die Teilnehmer hinauf zur Ruine, die weithin erkennbar zu einem neuen Wahrzeichen in der Region geworden ist. Die Arbeiten auf der Burgruine sind noch im Gang, in den alten Mauern soll unter anderem ein Uhrenmuseum entstehen. Nach jahrelangen Sanierungsarbeiten konnte im November 2019 ein weiteres, ambitioniertes Projekt mit dem neu errichteten Konzertsaal im überdachten Innenhof und einem Fassungsvermögen von über 650 Zuschauern verwirklicht werden. Die Bühne und auch die Akustik wurden bei einem Spontanauftritt von Sonnweber Josef mit seinem Deklamieren "Des Sängers Fluch" im Tiroler Dialekt überprüft und für sehr gut befunden.

Das ehemalige Marhaus, der große Stall aus 1803 und weitere Bauten strahlen im neuen Glanz und der über 500 Jahre alten Getreidespeicher wurde ebenfalls restauriert. Dort gibt es zwei Veranstaltungsräume und im Kreuzgewölbe lagern Weinfässer. Die "Weinresidenz" mit 40 Zimmern und Suiten und der Heurige wurden schon im Sommer 2017 eröffnet. In der Nähe ist ein zwei Hektar großer Skulpturenpark geplant. Der Künstler André Heller entwarf die 15 Meter hohe Figur "Zeitgöttin". Abgeschlossen wurde der Besuch mit einer Weinverkostung und einer sehr reichhaltigen Brettl-Jause, die schließlich für den Ausfall des Abendessens verantwortlich war. Und unverhofft kommt oft, denn vor der Busabfahrt gab es noch ein musikalisches Abschiedsständchen eines Sängerquartetts des Arnoldsteiner Grenzlandchores.

Die meisten Teilnehmer wollten den aufschlussreichen Tag wieder im "Hirter Bierstüberl" gemütlich beenden. Dort wurde gemeinsam getrunken, diskutiert und Karten gespielt. Wobei Hörtnagl Georg für die Kartenspielerei ein Blitzturnier mit acht Einzelspieleren organisierte und dabei auch noch als Turniersieger hervorging. Je nach Müdigkeit verabschiedeten sich die RPP’ler einzeln oder in Kleingruppen in Richtung Hotelzimmer.
Donnerstag, 1.10.2020

Da die Rückreise von St. Veit an der Glan mit RJ 131 erst um 10:08 Uhr gestartet wurde, war genug Zeit für ein ausreichendes Frühstück der RPP‘ler. Vom Hotel ging es mit einem 10-minütigen Fußmarsch zum Bahnhof. Einige der Teilnehmer fuhren mit der S-Bahn jedoch schon früher nach Klagenfurt, um bereits dort und nicht erst in Villach Hbf. in den Anschlusszug EC 112 einsteigen zu können. In Schwarzach/St. Veit musste noch einmal in den EC 164 umgestiegen werden, um über das Brixental nach Hause zu kommen. Alle Teilnehmer erreichten pünktlich ihren Zielbahnhof. Ein ganz besonderer Dank gebührt unserem RPP-Kollegen Drolle Gerd für die tolle und vorbildliche Organisation sowie für den reibungslosen Ablauf der gesamten Veranstaltung! Damit das alles problemlos funktionieren konnte, war Drolle Gerd mehrmals vor Ort in Kärnten und löste die wegen der COVID-19-Pandemie aufgetretenen Herausforderungen zur vollen Zufriedenheit aller Teilnehmer.

Organisation: Drolle Gerd

RPP 10-2020: Besichtigung der Festung Kufstein

Die Rahmenbedingungen für dieses Treffen waren suboptimal: Wegen des Corona-Virus zuerst die Absage der Fa. Doppelmayr in Wolfurt, darauffolgend die Suche nach einer Ersatzveranstaltung und schlussendlich auch noch eine Verschärfung der COVID-19-Maßnahmenverordnung durch die Bundesregierung mit maximal 6 Personen in Innenräumen und 12 Personen im Freien. Mit dem ganztägigen, leichten Dauerregen passte das Wetter also genau zu dieser Situation.

Als Alternative wurde kurzfristig die Besichtigung der Festung Kufstein in das Veranstaltungsprogramm aufgenommen, obwohl die RPP’ler schon im ersten „Bestandsjahr“ am 25.11.2010 hier zu Besuch waren. Dieser liegt folglich zehn Jahre zurück und in dem Zeitraum hat sich sicherlich manches verändert, um neues entdecken zu können. Bevor es jedoch auf die Burg ging, spazierten die 14 Teilnehmer vom Bahnhof zum Restaurant „Purlepaus“ am Unteren Stadtplatz. Auf der kurzen Wegstrecke zur Gaststätte erzählte „Reiseleiter“ Nairz Wilfried schon einiges über die Historie von Kufstein. Im „Purlepaus“ mundeten sowohl das Mittagessen als auch die begleitenden Getränke ausgezeichnet. Danach ging es zum Festungsneuhof mit dem Führungsstart durch das gesamte Areal.

Als unübersehbares Wahrzeichen thront die Festung Kufstein auf einem 90 Meter hohen Felsen über der Tiroler Bezirkshauptstadt Kufstein und bezeugt die turbulente Vergangenheit Kufsteins als Grenzort zwischen Tirol und Bayern. Urkundlich erwähnt wurde sie zum ersten Mal 1205 n.Chr., als sie im Besitz der Bischöfe von Regensburg war. Im Laufe der Jahrhunderte wurde der Bau zu einer mächtigen Anlage erweitert und ist seit 1924 im Besitz der Stadt Kufstein. Eine Besonderheit ist die Heldenorgel im Bürgerturm als größte Freiorgel der Welt. Sie umfasst 4.307 Pfeifen, 46 Register und 4 manuelle Spielhilfen. Ihr Spiel erklingt täglich in Erinnerung aller Opfer kriegerischer Auseinandersetzungen und mahnt zum Frieden auf Erden. Die RPP’ler besichtigten bei ihrem individuellen Rundgang nicht nur das beeindruckende Freiareal mit den so typischen Befestigungsanlagen wie die Elisabeth-Batterie mit den Kanonen-Geschützen, das Schlossrondell, den zirka 60 Meter „Tiefen Brunnen“ oder den unterirdischen Felsengang, der unter der Burg zur Festspielarena führt, sondern auch den ehemaligen Gefängnisturm (Staatsgefängnis im Kaiserturm), den Bürgerturm mit der Heldenorgel und dem Museum mit seiner Sammlung an Exponaten der Tiroler Kaiserjäger und der Tiroler Schützen sowie das Festungs- und Heimatmuseum und ebenso die Sonderausstellung zu „Kaiser Maximilian“.

Nach der mehr als zweistündigen Besichtigungstour wurde noch einmal das Gasthaus „Purlepaus“ aufgesucht, um den Tagesausflug in Kufstein gemütlich ausklingen zu lassen.

Organisation: Nairz Wilfried
RPP 11-2020 und RPP 12-2020:

Aufgrund des Bundesgesetzes betreffend der Maßnahmen zur Verhinderung der Verbreitung von COVID-19 (COVID-19-Maßnahmengesetz) und den damit zusammenhängenden Verordnungen von Bundes-, Landes und Bezirksverwaltungsbehörden mußten die RPP-Veranstaltungen im November und Dezember 2020 abgesagt werden.

RPP-Aktivitäten 2020 - geprägt vom COVID-19-Virus

Ein überaus turbulentes Jahr 2020 ging zu Ende und die meisten von uns werden froh sein, dass es vorbei ist. Obwohl "turbulent" nicht unbedingt für unsere heurigen RPP-Ausflüge galt, denn diese wurden durch die Corona-Pandemie fast halbiert. Für sechs Veranstaltungen (= RPP 3, 4, 5, 11, 12 und Veteranentreffen) setzte es deshalb nur Absagen. Sehr schmerzlich für alle, weil damit auch das Dezember-Treffen betroffen war. Somit gab es für 2020 leider keinen traditionellen Jahresabschluss bei Weißwurst, Brezen und Bier im bayrischen Mittenwald.

Nach den Zeiten des Stillstandes - wie Veranstaltungsverbote, Ausgangssperren und andere vielseitige Einschränkungen in öffentlichen und persönlichen Lebensbereichen - hoffen wir alle auf eine rasche Möglichkeit zur Rückkehr in ein etwas "normaleres" Alltagsleben als es in diesem Jahr durchführbar war. Das Weihnachtsfest durften wir ja auch dank der "Großzügigkeit" unserer regierenden Politiker mit der eigenen Familie gemeinsam verbringen. Das Wichtigste jedoch ist und bleibt für uns alle nach wie vor, GESUND zu BLEIBEN oder gesund zu werden!

So wie in all den Jahren zuvor, haben wir zum Jahresende die Planungen für das neue RPP-Veranstaltungsprogramm bereits abgeschlossen und daher für 2021 fertig in der "Schublade" liegen. Aber das COVID-19-"Gespenst" macht uns hier noch immer einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Deshalb müssen wir das vorbereitete Programm unserer RPP-Aktivitäten laufend an die aktuellen Entwicklungen anpassen und demzufolge uns auf den behördlich wiedererlaubten Start des gemeinschaftlichen Soziallebens gedulden. Also lassen wir nun das Jahr 2020 einfach hinter uns und warten ab, was uns das neue Jahr an gesellschaftlichen Freiheiten zurückbringen wird …

Abschließend gehört es sich jedenfalls noch, ein ganz großes DANKESCHÖN an alle aktiven RPP-Organisatoren und an die Homepage-Verantwortlichen für ihre gelungenen Anstrengungen auszusprechen. Aus all den RPP-Fotografen sollen mit Hanika Dietmar und Weber Karl die zwei "Hauptverantwortlichen" besonders erwähnt werden, denn sie haben hier den größten Teil zu den Bilddokumentationen beigetragen. Schlussendlich ist für die zahlreichen Teilnahmen an unseren gemeinsamen Treffen auch allen RPP’lern ein besonders herzlicher DANK geschuldet.
2019
Die Weisheit des Alters

Was machen Ältere im Umgang mit ihrem Leben richtig? Warum geht es ihnen subjektiv besser, obwohl ihr Zukunftshorizont objektiv gesehen enger wird? Die Antwort hat mehrere Facetten, aber sie passt in ein Wort: Weisheit. Etwa der Sinn für das Wesentliche. Wir haben gelernt, uns nicht mehr so sehr mit Kleinigkeiten aufzuhalten – und eine Menge Dinge, die früher groß und wichtig waren, werden im Alter kleiner. Verglichen mit jüngeren Erwachsenen haben wir Älteren weniger mit negativen Gefühlen zu kämpfen. Wir lassen uns von ungünstigen Lebensumständen nicht mehr so leicht aus dem Gleichgewicht bringen, sondern verstehen es, damit umzugehen. Lebensweisheit kann man auch dazu sagen.

Man ist so alt, wie man sich fühlt, heißt es schönfärberisch, aber das ist leider nicht so. Nein, man ist so alt, wie man alt ist. Aber das heißt nicht, dass man sich schlecht fühlen muss! Körperliche Veränderungen können wir nur bedingt verhindern, indem wir immer wieder Phasen der Entspannung einbauen, in denen wir unsere Batterien aufladen können. Entspannung, Fröhlichkeit und Spaß an gemeinsamen Aktivitäten mit Gleichgesinnten sind die einfachen Voraussetzungen dafür. So viel Zeit ist seit den ersten Ideen schon vergangen, viel Engagement und viele Kollegen haben die Veranstaltungen der RPP-West ermöglicht und getragen. 10 Jahre lang ist uns das gut gelungen - und so werden wir auch in diesem Jahr wieder etwas älter, vielleicht auch ein bisschen weiser. Auf jeden Fall werden wir mit Freude uns und unser 10-Jahres-Jubiläum feiern!

RPP 01-2019 - Rodelausflug Maria Waldrast bei Matrei am Brenner

Heuer gab es wieder einen Winter wie „in der guaten, alten Zeit“. Der Schneefall setzte bereits in der Weihnachtszeit ein und auch die Temperaturen entsprachen der Jahreszeit, sodass die „weiße Pracht“ nach wie vor in vollen Zügen genossen werden kann. Einfach herrlich, wenn im ganzen Land ausreichend Schnee für die Wintersportfreuden zur Verfügung steht. Ein traumhaft schönes Wetter, hohe Schneewände, eine bestens präparierte Bahn waren die Attribute für einen herrlichen und vergnüglichen RPP-Rodeltag im Tiroler Wipptal.

Wie im Vorjahr konnten die 31 Teilnehmer in vier unterschiedlichen Varianten die Berg- und Talstrecke zwischen dem Bf. Matrei am Brenner und dem Klostergasthof Maria Waldrast bewältigen. In der Gaststätte gab es ein gutes Mittagessen, das mit zwei von Pitschmann Manfred und Weiss Wilfried gesponserten Getränkerunden aufgepeppt wurde. Danach erfolgte die Startnummernausgabe an die 25 Rodelsportler. Als Richtzeit für den Sieger wurde die zwölfte Fahrzeit festgelegt. Aufgrund der letztjährigen „Irrfahrten“ gab es noch einmal einen Hinweis, nur die rechtsseitige „Direttissima“-Strecke (links „Sightseeing“-Strecke) zu befahren. Die Naturbahn präsentierte sich - wie immer - von ihrer besten Seite und die neuen Sportgeräte trugen ebenfalls dazu bei, dass trotz so manchem, glimpflichen Rodelsturz ein sehr flottes Rennen zustande kam. Für den Organisator Hörtnagl Georg war jedoch am wichtigsten, dass die Winterveranstaltung ohne Verletzungen beendet werden konnte.

Bei der Siegerehrung im Parkhotel Matrei waren viele überrascht, als die Ergebnisliste verlautbart und den drei Erstplatzierten die Ehrenpreise übergeben wurden:

1. Biechl Andreas 05:39:69 (+00:00:00)
2. Habicher Alois 05:38:64 (-00:01:05)
3. Fritz Franz 05:38:50 (-00:01:19)

Nach der Preisverteilung ging es mit dem Wettbewerb im „Ladinisch“-Watten weiter. Verbissen wurde um die RPP-Monatskrone der „Watter-Könige“ gerungen. Die Kartenpartner Außerhofer Thomas und Weiss Wilfried konnten dieses Mal gegen die Wipptaler Lokalmatadoren Hörtnagl Georg und Tschenett Klaus reüssieren.

Organisation: Hörtnagl Georg
RPP 02-2019 - Besuch des Biermuseums Mohrenbräu in Dornbirn

Im Oktober 2014 hatte die RPP-Truppe mit der Biererlebniswelt Starkenberg in Tarrenz zwar schon ein gleichlautendes Besichtigungsthema am Programm, aber im Biermuseum der Mohrenbrauerei (eröffnet am 21. Oktober 2016) in Dornbirn wird die Geschichte des Genussnahrungsmittels in einer anderen Form und natürlich auch moderner präsentiert. Im Museum erfahren die 41 Teilnehmer auf über 700 m2 und vier Etagen interaktiv und multimedial die Geschichte der Braukultur. Dabei konnten sie zahlreiche Exponate aus der Sammlung der Eigentümerfamilie Huber besichtigen. Das Juwel der Ausstellung ist die historische Brauanlage der Satteinser Gasthausbrauerei Schäfle. Sie stammt aus dem 19. Jahrhundert und war bis 1917 in Betrieb. 1989 erwarb Geschäftsführer Heinz Huber diese Anlage. Für das neue Museum wurde sie in liebevoller Kleinarbeit betriebsfähig restauriert.

Für die große RPP-Truppe konnte im Stadtzentrum keine passende Gaststätte gefunden werdenund so musste man vor dem Museumsbesuch zum Mittagessen im Lokal „Stuonobach“ mit dem Dornbirner Stadtbus in den Ortsteil Steinebach fahren. Das Servicepersonal war hier freundlich und aufmerksam und auch die Speisen mundeten ausgezeichnet. Danach ging es wieder zurück zum Museum. In zwei Gruppen wurde die Besichtigung durchgeführt, wobei eine Gruppe am Beginn mit einer Verkostung von verschiedenen Biersorten startete und die zweite am Ende die Führung damit abschloss. Hier ging es schließlich fließend in die Nachbesprechung über, denn alle Lokale in der Umgebung waren am „Unsinnigen Donnerstag“ mit den „Faschingsnarren“ bis auf den letzten Platz gefüllt.

Von der Museumsführung besonders im Gedächtnis geblieben ist der Hinweis, dass schon in Babylon im Gilgamesch-Epos (1800 bis 1595 v. Chr.) das Bierbrauen beschrieben wird. Ebenfalls erwähnt wurde dabei die älteste Bierschankordnung der Welt, die etwa 1700 v. Chr. im Codex Hammurapi zu finden ist. Hier wird unter anderem die Todesstrafe für Bierpantscher festgeschrieben, außerdem auch die Verteilung von Bier - einem schon damals wichtigen Grundnahrungsmittel - geregelt: Arbeiter und Angestellte erhalten 2 Liter täglich, Verwalter und mittlere Beamte 3 Liter, Provinzverwalter und Oberpriester 5 Liter, weibliches Personal bei Hofe und in den Tempeln 3 Liter süßes Bier.

Organisation: Ehrbach Manfred
RPP 03-2019 - Besuch der Fa. ADLER-Lacke in Schwaz

Dieses Mal traf sich die 34 Teilnehmer starke RPP-Truppe am Bahnhof Schwaz zur Betriebsbesichtigung der Firma ADLER Lacke. Zuvor ging es jedoch mit dem City-Bus 1 zum Restaurant „Knappenkuchl“, um hier gepflegt Mittag zu essen. Auch die Kommunikation kam dabei nicht zu kurz, denn es konnte ein reger Meinungsaustausch beobachtet und dieser mit einer Getränkerunde von den „Geburtstagskindern“ Beer Heinz, Dravetz Siegfried und Rainer Walter im übertragenen Wortsinn flüssig gehalten werden. Nach dem Mittagessen spazierten die RPP’ler einen knappen Kilometer zum ADLER-Firmengelände zurück.

Bereits am Eingangstor wurde die Gruppe von der Firmenchefin Claudia Berghofer empfangen und die ersten Eckdaten zur Firmengeschichte präsentiert. ADLER ist Österreichs führender Hersteller von Lacken, Farben und Holzschutzmitteln. 1934 von Johann Berghofer gegründet, wird das Familienunternehmen heute in der dritten Generation geführt. Mitrund 620 Mitarbeitern werden zurzeit jährlich 17.800 Tonnen Lack produziert und damit ein Jahresumsatz von 115 Millionen Euro erzielt. 61 Prozent der Erzeugnisse werden in über 25 Ländern exportiert Für die Forschung und Entwicklung stehen in Schwaz 110 Mitarbeiter zur Verfügung. Das Unternehmen stiftet bzw. finanziert deshalb auch einen Lehrstuhl für Chemieingenieurwesen und Materialprozesstechnik an der Universität Innsbruck. Ab Wintersemester 2019/20 können an dem neuen Institut bis zu 20 Studenten einem Masterstudium nachgehen.

Die Teilnehmer lernten beim Besichtigungsrundgang die Abteilungen Forschung & Entwicklung, Anwendungstechnik, die Produktion und Logistik kennen. Nicht fehlen durfte natürlich mit der modernsten Wasserlackfabrik Europas (2017) sowie dem innovativen Logistikzentrum mit vollautomatischem Hochregallager (2018) die jüngsten Meilensteine des Unternehmens. Dabei konnte erfahren werden, wie viel Technologie und Handarbeit zugleich in den Qualitätsprodukten von ADLER stecken und hinter wie vielen perfekten Oberflächen im Alltag sich Lacke des Tiroler Herstellers verbergen. Abgeschlossen wurde die zweistündige Betriebsbesichtigung in der Firmenkantine mit einer Einladung an die RPP’ler zu Kaffee und Kuchen.

Organisation: Habicher Alois, Nairz Wilfried
RPP 04-2019 - Besichtigung der Kronburg in Zams

Zwischen Zams und Schönweis ragt mitten im Inntal ein kühner „Felszahn“ auf, auf dem seit dem Mittelalter die Kronburg auf 1.066 m thront. Die Burg ist wahrscheinlich um 1380 entstanden, allerdings soll es auf dem Schlossberg schon eine prähistorische Siedlung gegeben haben. Auch in der Römerzeit spielte der strategische Platz eine wichtige Rolle. Mit der Wallfahrtskirche, dem Gasthaus und dem Frauenkloster im Sattel unterhalb der Ruine bildet die Kronburg ein idyllisches, weithin sichtbares Ensemble, das im Besitz der Barmherzigen Schwestern von Zams ist. Die Kronburg ist nicht nur für Wallfahrer und Wanderer sondern auch für die RPP‘ler ein begehrtes Ziel, denn es gibt wunderschöne Ausblicke auf den Landecker Talkessel und das Inntal und zudem eine geschätzte Einkehr im Gasthaus Kronburg.

Die 32 Teilnehmer trafen sich bei diesem Tagesausflug am Bf. Landeck-Zams, um mit dem gemieteten Sonderbus über Schönwies zur Kronburg zu gelangen. Empfangen wurde die Gruppe von der Ordensfrau „Schwester Barbara“, die bei der Führung durch das Kloster auch die privaten Räumlichkeiten der Bewohnerinnen zeigte und auf die vielen Fragen der RPP’ler kompetent und offen antwortete. Die Besichtigung der Wallfahrtskirche endete mit dem von Schwester Barbara angestimmten und gemeinsam gesungenen „Vater unser“. Der abschließende Höhepunkt war die Präsentation der Weihnachtskrippe mit den wertvollen Terrakottafiguren der sizilianischen Künstlerin Angela Tripi durch den ehemaligen ÖBB-Kollegen und Krippenbaumeister Zangerl Arnold.

Anschließend ging es zum wohlverdienten Mittagessen ins gegenüberliegende Gasthaus. Die (Ex-) Geburtstagskinder Biechl Andreas, Seebacher Walter und Sonnweber Josef luden zu zwei Getränkerunden ein und Ganahl Norbert, Habicher Alois sowie Radis Wilhelm übernahmen die Buskosten der Sonderfahrt. Nach dem Essen wanderten einige der Teilnehmer zur Kronburg-Ruine hinauf. In rund 20 Minuten wurde auf historischem Weg die Burganlage erreicht und dabei der Rundumblick auf die großartige Landschaft genossen. Die strategische Bedeutung wird einem bei der Besichtigung der Anlage erst so richtig bewusst. Überraschend ist, welche Dimension die Burg hat.

Davon zurückgekehrt, wurde die Wartezeit auf den Bus im Gastgarten mit angeregten Gesprächen verkürzt. Die Rückfahrt nach Landeck verlief wie im Flug und die Heimfahrzüge konnten problemlos erreicht werden. Einige hatten jedoch noch immer nicht genug, denn sie mussten in den Räumlichkeiten der ESV-Kegelbahn Landeck „unbedingt“ ihre Nachbesprechung weiter fortsetzen.

Organisation: Zöhrer Erwin
RPP 05-2019 - Besuch des Textilmuseums Mittelweiherburg in Hard

Bei dieser Veranstaltung stand in Vorarlberg wieder einmal ein kleines - aber feines - Museum im Mittelpunkt des Interesses. Nach der Ankunft in Bregenz ging es für die 36 Teilnehmer mit dem Landbus nach Hard zum Mittagessen im Gasthaus „Käth‘r“. Die (Ex-) Geburtstagskinder Depaoli Heinz, Gantner Adolf, Hanika Dietmar, Margreiter Walter, Müller Herbert, Reich Anton und Riemer Herbert haben hier die gesamten Getränke dazu gesponsert. Danach erfolgte erneut eine Busfahrt zur Museumsführung im Harder Wasserturm. Dort konnten wir in die Geschichte und Anfänge der Industrialisierung Vorarlbergs eintauchen. Das um 1570 erbaute Wasserschlösschen Mittelweiherburg im Quellgebiet des Harder Dorfbachs war nach vielen Besitzerwechseln seit 1794 die Wiege der Textilindustrie. 1880 erfolgt die Schließung wegen des Dorfbach-Wasserstreits „Hell gegen Trüb“. Von 1957 bis 1962 gab es eine Sanierung samt der Errichtung eines Heimatmuseums. Seit 1997 ist es ein Textildruckmuseum mit den Schwerpunkten: Formstechen - textiler Handdruck und Sozialgeschichte der Industrialisierung bis in die 1930er Jahre.

Alle Techniken des Formstechens und Druckens werden im Museum gezeigt und ausführlich erklärt. Darüber hinaus geht es aber auch um die gesellschaftspolitischen Veränderungen, um Macht und Reichtum. Es geht um Löhne und Lohngefälle, um die Kinderarbeit und den ersten großen ökologischen Konflikt, den Vorarlberg erlebte. Das Museum informiert auch über allgemeine Veränderungen in Vorarlberg, wie zum Beispiel die Arbeitszuwanderung und die Gründung von sozialistischen und katholischen Arbeitervereinen. Nach der beeindruckenden Führung wanderten die RPP’ler vom Museum zur Haltestelle Hard-Fußach und fuhren mit dem Zug nach Bregenz zurück, um im Gastgarten der Bahnhofrestauration mit einer Nachbesprechung die Wartezeit auf die Heimfahrzüge zu verkürzen.

Organisation: Ehrbach Manfred
RPP 06-2019 - Besuch des Tiroler Bergbau- und Hüttenmuseums in Brixlegg

Obwohl viele der RPP’ler bereits in den Urlaub gefahren sind, haben sich trotzdem 23 Teilnehmer in Brixlegg getroffen, um dem dortigen Bergbaumuseum einen Besuch abzustatten. Vom Bahnhofvorplatz ging es zuerst mit dem ÖBB-Postbus nach Reith im Alpachtal, um im Gasthaus „Dorfwirt“ Mittag zu essen. Die servierten Speisen mundeten ausgezeichnet und wurden zudem mit der „Getränkespende“ von den (Ex-) Geburtstagskindern Dablander, Eller, Gremer, Grießenböck, Schabus und Strobl veredelt. Danach musste mit dem Bus wieder eine Haltestelle zurück gefahren werden, um zum Tiroler Bergbau- und Hüttenmuseum zu kommen.

Dieses befindet sich mitten in der Marktgemeinde von Brixlegg, im Gebäude der alten Volksschule von 1876. Auf einer Ausstellungsfläche von 400 m² werden hier die historischen Bergbau- und Schmelztechniken dokumentiert und veranschaulicht und bieten außerdem die Möglichkeit, einen wesentlichen Teil der Montangeschichte Tirols kennenzulernen.Ur- und frühgeschichtliche Funde lassen auf eine alte Bergbausiedlung im Raume Brixlegg schließen. Sie ergeben einen weiteren wesentlichen Schwerpunkt der Ausstellung. Einzigartige Fundstücke und Relikte aus längst vergangenen Zeiten, die über 6000 Jahre zurückreichen, weisen auf eine lange Entwicklungsgeschichte des Montanwesens in Tirol hin.Die Funde können den komplexen Zusammenhang von Besiedlung, Bergbau und Verhüttung über Jahrtausende belegen. Das Berg- und Hüttenwesen in Tirol erlebte im 15. und 16 Jahrhundert eine Hochblüte. Zu dieser Zeit waren der Bergbau und eine Schmelzhütte bereits einvöllig durchorganisiertes Unternehmen. Abbildungen aus dem Schwazer Bergbuch von 1556 und Zeichnungen von "Georgius Agricola" zeigen anschauliche Beispiele von der Organisation und dokumentieren auch die schwere Arbeit im Montanbereich. Davon zeugen mit dem „Geleucht“ und „Gezähe“ sowie viele andere Bergbauutensilien wie z.B. Steigbäume, Erztröge, Meißel, Keile, Holzschemel, etc. in mannigfacher Zahl und Ausführung aus den verschiedensten Jahrhunderten.

Nach der interessanten Führung durch die lange Tiroler Bergbaugeschichte musste im schattigen Gastgarten des am Weg zum Bahnhof liegenden Cafè Restaurant „Pasticcio“ unbedingt noch eine Nachbesprechung durchgeführt werden. Die Teilnehmer kamen trotzdem zeitgerecht nach Hause.

Organisation: Nairz Wilfried
RPP 07-2019 - Besuch des Pfänderbahn-Museums und des Pfänders in Bregenz

Die RPP’ler haben im Rahmen ihrer vielen Ausflüge schon einige beeindruckende Aussichtspunkte in Tirol, Vorarlberg, Oberösterreich und Bayern besucht. Dieses Mal trafen sich insgesamt 41 Teilnehmer in Bregenz, um mit der Pfänderbahn auf den 1.064 m hohen Hausberg zu gelangen. Von der Bergstation aus genossen sie bei herrlichem Wetter den grandiosen Ausblick über das gesamte Alpenpanorama von 240 Berggipfeln, den Bregenzerwald, das Rheintal und Oberschwaben, über den Untersee des Bodensees bis hin zu den Ausläufern des Schwarzwalds. Nicht nur Schauen sondern auch Essen und Trinken im Panoramagasthaus standen am weiteren Programm. Die Juli-Geburtstagskinder Feichtner Robert, Nairz Wilfried und Ramella Raymond spendierten hier eine Getränkerunde zum guten Mittagessen. Bevor es wieder ins Tal zurückging, gab es noch ein Gruppenfoto zur Dokumentation der „Gipfelerstürmung“.

Als Draufgabe bzw. Abrundung des Treffens wurde in der Talstation das kleine - aber sehr interessante - Pfänderbahn-Museum besucht. Der Geschäftsführer und der Technische Betriebsleiter gaben einen Einblick in die Pionierzeit des Bergbahnbaus. Um 1900 waren dampfbetriebene und elektrische Zahnradbahnen auf den Pfänder geplant, ehe 1926/27 eine Seilschwebebahn gebaut wurde. Zahlreiche Fotos vermitteln die Entstehung und weitere Entwicklung der Pfänderbahn bis zum heutigen Tag. Auch die wechselvolle Bedeutung des Bregenzer Hausbergs wird dokumentiert. So etwa die Anfänge des Skisports, die Veranstaltung von Motorradrennen und Segelflug- Veranstaltungen. Zum Abschluss wurde noch die aktuelle Seilbahntechnik der Bahn präsentiert und eindrucksvoll erklärt. Nach dem imponierenden Panoramablick und der exzellenten Führung musste in einem schattigen Gastgarten in Haltestellen-Nähe von Bregenz-Hafen unbedingt noch eine gemütliche Nachbesprechung abgehalten werden. Die Teilnehmer erreichten trotzdem alle ihre vorgesehenen Heimfahrzüge.

Organisation: Ehrbach Manfred
RPP 08-2019 - Wanderung durch die Tiefenbachklamm bei Kramsach

Die Tiefenbachklamm, die vor Jahrtausenden von der Brandenberger Ache zwischen Kramsach und Brandenberg geformt wurde, lockt mit traumhaften Ausblicken auf Naturschauspiele, die der Wildbach bietet: schäumende Gischt, Felsen, die Strudel verursachen und moosbewachsene, unerreichbare Ufer. Durch diese Klamm wurde bis 1966 über Jahrhunderte das Holz aus dem waldreichen Brandenberg ins Inntal getriftet. Aus dem schmalen Triftsteig entlang der Brandenberger Ache ist ein Wandersteig gewordenund ermöglicht damit einen spannenden Ausflug durch dieses Naturdenkmal.

Überraschend viele RPP’ler wollten bei der August-Veranstaltung mit dabei sein. Insgesamt 36 Teilnehmer trafen sich in Brixlegg, um mit dem angemieteten Autobus nach Kramsach zum Einstieg in die Klamm zu kommen. Nach ca. 1,5 km gelangt man an eine tolle Aussichtsplattform, von der sich die enge Schlucht besonders gut überblicken lässt. Und nach den rund vier Schlucht-Kilometern flussaufwärts sowie einer Gehzeit von einer guten Stunde öffnet sich die enge Klamm zu einer Ebene mit der Einkehrmöglichkeit zum gemütlichen Verweilen in der Jausenstation "Tiefenbachklamm". Hier wurde von den RPP‘lern gut gespeist und von den Geburtstagskindern Drolle Gerd, Fritz Konrad, Pittracher Hubert und Zöhrer Erwin zu zwei Getränkerunden eingeladen. Als geborener "Brandenberger" erklärte Mühlegger Otto anschließend "seine" Heimatregion und die gefährliche und mühevolle Arbeit der historischen Holztrifft. Am frühen Nachmittag wurde wieder der Rückweg durch die Klamm angetreten, wo am Endpunkt der Bus bereits auf die Wanderer wartete und zum Bf. Brixlegg brachte.

Der überwiegende Teil der Teilnehmer fuhr mit ihren Heimfahrzügen sofort weiter. Einige wenige mussten "unbedingt" eine Nachbesprechung im nahegelegenen Lokal "Alpenhof" durchführen, um die imposanten Eindrücke von der Wanderung noch einmal Revue passieren lassen zu können.

Organisation: Nairz Wilfried

Sonder-RPP 2019 - Eisenbahn-Nostalgie in Ostösterreich

Mit der Suche nach einem Motto für den mehrtägigen Sonder-RPP im Jahr 2019 konnte mit der "Eisenbahn-Nostalgie in Ostösterreich" genau der Geschmack aller 55 Teilnehmer getroffen werden. Zudem hatte sich unser Wiener RPP-Kollege Haslinger Alfred sofort bereit erklärt, die Gesamtorganisation für die Veranstaltung zu übernehmen, ohne dabei jedoch zu erahnen, wie groß diese Besuchertruppe eigentlich sein wird. Es ist ihm trotzdem gelungen, alle diesbezüglich auftretenden Probleme zur Zufriedenheit aller zu lösen. Jedenfalls ließ das von ihm erstellte Programm und dessen Abwicklung für Eisenbahn-Nostalgiker keinerlei Wünsche offen …
Dienstag, 10.09.2019

Wie bei solchen Veranstaltungen meistens üblich, hieß es für die an der „Peripherie“ wohnenden Vorarlberger Kollegen wieder einmal sehr früh aufstehen, um mit dem festgelegten Zug RJX 765 (Bregenz ab 05:48 Uhr) nach Wien Meidling anreisen zu können. Dort wurden die RPP’ler bereits am Bahnsteig vom „Reiseleiter“ Haslinger Alfred erwartet und zum ca. 150 m entfernten Sonderreisebus begleitet, der die Gruppe zum ****Hotel „Hilton Garden Inn Vienna South“ (Hertha-Firnberg-Straße 5) am Wienerberg brachte. Nach der Anmeldung und dem Zimmerbezug wurde der Hunger und Durst an einem guten Mittagsbuffet im Hotelrestaurant gestillt.

Der Sonderbus, der übrigens während des gesamten Wien-Aufenthalts zur Verfügung stand, holte die RPP-Truppe pünktlich vor dem Hotel ab und brachte sie zum Technischen Museum zur nachmittäglichen Führung. Diese erfolgte in zwei Gruppen und nacheinander. Aus den angeregten Diskussionen konnte man immer wieder heraushören, dass die meisten bereits Museum waren, aber das vor vielen Jahren oder gar Jahrzehnten. Das Technische Museum zeigt auf einer Fläche von 22.000 m² Exponate und Modelle aus der Geschichte der Technik unter besonderer Berücksichtigung des österreichischen Anteils an der technologischen Entwicklung. Es verfügt über zahlreiche, zum Teil recht große historische Demonstrationsmodelle, etwa aus dem Bereich der Eisenbahn, des Schiffbaus, der Luftfahrt und der Industrie. Herausragend sind dabei die funktionsfähigen Dampfmaschinen. Weiters ist hier eine der größten Sammlungen historischer Musikinstrumente in Österreich untergebracht.

Den Schwerpunkt in der Führung bildete die Eisenbahnsammlung mit über 60 Großobjekten, teilweise über 150 Jahre alte Originale. Von all diesen Exponaten faszinierten die Fahrzeuge am meisten. Um die große Mittelhalle sind sechs der wertvollsten Fahrzeuge aufgestellt. Thematisch sind sie nicht nur Teil der Ausstellung „Verkehr“, sie gehören genauso zu den Bereichen „Schwerindustrie“ und „Energie“. Kohle und Stahl aus Mähren wurden auf der Kaiser-Ferdinand-Nordbahn transportiert. Die Dampflokomotive „Ajax“ dieser Bahnlinie ist ein Zeuge der Zeit. Gleichzeitig steht sie auch als Beispiel für ein Endprodukt der Schwerindustrie. Strom aus Wasserkraft war nach dem Ende der Monarchie der Weg, um die Eisenbahn in Österreich mit heimischer Energie zu versorgen. Die Lokomotive 1060.001 von 1912 steht im Museum unweit eines Turbinensatzes des Ruetz-Kraftwerkes. Beide wurden für die Mittenwaldbahn erbaut. Der elektrische Antrieb ist heute für die Eisenbahn ebenso dominierend, wie es zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Dampfkraft war. So steht neben der 1060.001 eine Dampflokomotive, die auch den Bezug zum Bereich „Energie“ herstellt. Diese besondere Dampflokomotive - die 1.20 der k.k. Österreichischen Staatsbahnen - ist sogar in Bewegung zu bewundern. Aufgeschnitten lässt sich ein Blick in das Innere der Lokomotive werfen und während der Vorführung konnte man die Arbeit von Zylinder und Gestänge verfolgen.

Nicht nur die Eisenbahn-Abteilung beeindruckte bei der Führung, sondern auch die restlichen Themenfelder im Museum waren hervorragend aufbereitet und hinterließen bei den Teilnehmern staunende Gesichter. Dass nach einem rund zwei Stunden dauernden Aufenthalt im Technischen Museum eine Nachbesprechung unbedingt erforderlich war, stritt niemand ab. Deshalb wurde die Truppe mit dem Sonderbus zum Restaurant „Müller Bräu“ gebracht, wo im Rahmen des Meinungsaustausches so nebenbei das Abendessen eingenommen und auch der „aufgestaute“ Durst gelindert werden konnte. Das Lokal befand sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite des Hotels und somit war für jeden der Heimweg leicht bewältigbar. Viele nutzten zudem noch die Hotelbar für einen finalen Absacker zum Abschluss des ersten Programmtages.

Mittwoch, 11.09.2019

Am Morgen galt der erste Blick aus dem Zimmerfenster nach dem Wetter, denn am zweiten Tag standen viele Freiluftaktivitäten am Programm. Nach dem ausgezeichneten Frühstücksbuffet wurde vor dem Hotel bis zur Ankunft des Busses noch einiges besprochen, wie z.B. die Erlebnisse des Vortages oder die Erwartungen des heutigen Tages. Pünktlich zur vereinbarten Zeit wurde die Fahrt nach Strasshof-Silberwald gestartet. Es ging über die Autobahn A23 inklusive Südost-Tangente und die B8 durch das Marchfeld zum vormittäglichen Besuch des Eisenbahnmuseums. Während der Fahrt konnten die Teilnehmer beobachten, wie die Stadt Wien langsam mit dem ländlichen Umland verschmolz und für manchen war es überraschend, wie schnell eigentlich die landwirtschaftlichen Äcker und Felder von der Großstadt aus zu erreichen sind. Auch die Erdölpumpstationen der OMV sowie die vielen Windräder-Parks tauchten immer wieder auf. Jedenfalls auf der ca. 45-minütigen Busfahrt konnte so manches Interessante beobachtet und auch erfahren werden, denn auf der Fahrt gab es vom „Reiseleiter“ Haslinger Alfred bereits die ersten Informationen zur Historie des Museumsgeländes. Einige sogenannten „Selbstversorger“ (private Unterkunft) fuhren auf der Nordbahn mit der S1 nach Strasshof und erwarteten dort vor dem Museumseingang den Bus der Sonder-RPP-Truppe.

Das Eisenbahnmuseum ist auf dem Gelände der ehemaligen Zugförderung Strasshof untergebracht. Die Anlage wurde zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs in den Jahren 1939 bis 1947 für den Betrieb durch die ÖBB errichtet. Nach dem endgültigen Aus im Jahre 1976 ging sie an den V1. Österreichischen Straßenbahn und Eisenbahn Klub) über, der sie in ein Museum umwandelte. 1999 wurden die Eisenbahnexponate des Technischen Museums Wien nach Strasshof in Betreuung übergeben. Die Fahrzeugsammlung umfasst Dampf-, Diesel- und Elektroloks, wobei die Dampflokomotiven das Herzstück der Sammlung darstellen. Über 40 Lokomotiven aus der Zeit von 1851 bis 1965 sind zu bewundern. Aber auch die Diesellokomotiven haben hier einen besonderen Stellenwert. Sie sind es, die noch immer den nötigen Verschub im täglichen Betrieb meistern.

Neben der zehngleisigen Fahrzeughalle, dem eigentlichen „Heizhaus“ mit seinen rußigen Wänden und dem typischen Geruch nach Kohle und Öl, sind im Eisenbahnmuseum Strasshof noch alle Nebenanlagen, die zum Betrieb von Dampflokomotiven nötig sind, vorhanden. Am Gelände befinden sich eine Drehscheibe mit 23 m Durchmesser, eine Wasseranlage mit Brunnen, Wasserturm und Wasserkränen zum Befüllen der Lokomotiven sowie eine Bekohlungsanlage. Einen Schlackenkran hat man nach Originalplänen wieder errichtet. Am 14 ha umfassenden und 1,2 km langen Gelände sind insgesamt an die 14 km Gleis verlegt. Mittels einer Brücke können diese Gleise gefahrlos überquert werden. Von dort oben gibt es einen imponierenden, gesamthaften Überblick über die Gleisanlagen. Bei den zahlreich ausgestellten Loks, Waggons und Zügen konnte man teilweise hineinschauen oder hinaufklettern, um das „Innenleben“ der Fahrzeuge näher zu betrachten. Ein Eldorado für Eisenbahnenthusiasten, wo die Zeit für die etwas über zwei Stunden dauernde Besichtigung wie im Flug verging.

Die Führung über das gesamte Museumsgelände - natürlich in zwei Gruppen - war nicht nur überaus beeindruckend, sondern gleichzeitig auch ernüchternd, wenn man bei der Fahrt mit dem Schienenbus 5081 die Gleise abfuhr und sehen musste, wie diese mit vielen historischen Fahrzeugen (Lokomotiven, Waggons) zugestellt sind und ein Teil dieser Eisenbahngeschichte leider zum „Verrosten“ verdammt sein wird. Trotz allem Einsatz der sehr aktiven und ambitionierten Mitglieder des Museumsvereins werden ihre finanziellen Mittel und Arbeitsleistungen bei weitem nicht ausreichen, um dies alles restaurieren bzw. konservieren oder gar fahrtüchtig erhalten zu wollen.

Nach einigen „Ermahnungen“ gelang es, die Teilnehmer vom Museumsgelände in den Bus zur Weiterfahrt nach Schrick zum Wirtshaus „Zum goldenen Igel“ zu bewegen. Aufgrund eines größeren Staus auf der A5 und einiger Baustellen auf der Bundesstraße ging es über die „Dörferlinie“ bzw. Landesstraße zum Gasthaus. Aber diese Streckenänderung hatte auch etwas Gutes, denn so konnten viele schöne landschaftliche Eindrücke mitgenommen werden. Das Mittagsbuffet mundete den RPP’lern ausgezeichnet und hier war es auch möglich, den aufgestauten Durst endlich zu löschen. Leider blieb dazu nicht allzu viel Zeit, weil die nächste Veranstaltung schon wieder anstand: „Mit der Weinviertel-Draisine von Ernstbrunn über Grafensulz nach Asparn an der Zaya“.

Nach einer ca. 40-minütigen Busfahrt wurde der Starplatz Ernstbrunn-Thomasl zeitgerecht erreicht. Als erstes musste für jede Draisine eine Art Verhaltenskodex (Spielregeln) unterschreiben werden, anschließend gab es eine kurze Einschulung von einem Instruktor. Das Augenmerk lag hier vor allem bei den Sicherheitsbremsvorrichtungen vor Straßen- und Wegekreuzungen. Alle Draisinen sind einheitlich mit zwei Fahrradsattel-Sitzen für die „Pedalritter“ und zwei bequemen Mittelsitzen für die „Mitfahrer“ ausgestattet. Durch die identischen Fahrzeuge war somit jederzeit ein Tauschen beim Überholen mühelos möglich.

Die historische und landschaftlich vielfältige Strecke weist von Ernstbrunn nach Grafensulz eine leichte Steigung auf, bietet bei Grafensulz einen traumhaften Ausblick auf die Weinviertler Hügellandschaft und mündet in einer rauschenden Talfahrt hinunter ins Zayatal. In der Labstation Grafensulz, nahe dem höchsten Punkt (298 m) der Bahn, wurde eine wohlverdiente, kurze Trinkpause eingelegt. Danach gab es eine ca. 4 km lange, entspannende Abfahrt ins Zayatal nach Asparn mit bis zu 30 km/h Höchstgeschwindigkeit. Die Gesamtstrecke von 12,7 km mit einer maximalen Steigung von 27 Promille wurde inklusive eines längeren Bedarfshalts in etwas weniger als zwei Stunden bewältigt. Nach den schweißtreibenden „Höchstleistungen“ mussten die Erlebnisse und Beobachtungen im Gastgarten der Bahnhofsrestauration Asparn besprochen werden, mit dem Fazit: „Zwei Alte treten und zwei Junge sitzen“. Ein weiteres Thema war natürlich die organisatorische Meisterleistung von Haslinger Alfred, die Fahrtrichtung der Draisinenstrecke an diesem Nachmittag umzudrehen. Im Normalbetrieb wird ja am Vormittag von Ernstbrunn nach Asparn und am Nachmittag in die Gegenrichtung gefahren.

Von Asparn nach Mistelbach wurde zum vereinbarten Zeitpunkt die Weiterfahrt mit dem Schienentaxi angetreten. Die Fahrzeuge sind ehemalige, ausgemusterte ÖBB-Motorbahnwagen für die Streckenwartungsarbeiten. Für die RPP’ler war das der krönende eisenbahnspezifische Abschluss des sportlichen Nachmittags. Von der Endstelle der Strecke - Mistelbach Interspar - musste noch ein zehnminütiger Fußmarsch zurückgelegt werden, um den bereitstehenden Bus zu erreichen. Dieser brachte die Gruppe wieder zurück nach Wien, wo im Heurigenlokal „Weinlaube Oberlaa“ gemeinsam zu Abend gegessen wurde. Danach konnte jeder nach seinem Gutdünken in sein Übernachtungsquartier zurückkehren, wobei sich an der Hotelbar die meisten wieder zu einem Schlummertrunk trafen.

Donnerstag, 12.09.2019

Nach dem Frühstück wurde an der Hotelrezeption der digitale Zimmerschlüssel zurückgegeben und das Gepäck im wartenden Bus verstaut. Vor der Abfahrt zum Straßenbahnmuseum gab es noch ein Gruppenfoto zur Erinnerung. Pünktlich zum vereinbarten Zeitpunkt waren die Sonder-RPP’ler zur ca. zwei Stunden dauernden Führung gestellt. Wiederum in zwei Gruppen aufgeteilt, wurde die Geschichte des Öffentlichen Verkehrs der Stadt Wien erkundet.

In der ehemaligen Remise Erdberg ist 2014 das neue Verkehrsmuseum der Wiener Linien entstanden (bis 2012 Wiener Straßenbahnmuseum). Es zeigt historische und moderne Fahrzeuge und bietet interaktive Einblicke in den öffentlichen Verkehr Wiens. Das Gelände des neuen Verkehrsmuseums war bis 1990 noch ein Betriebsbahnhof für Straßenbahnen und wurde um 1900 errichtet. Gezeigt werden viele historische Exponate - vor allem Straßenbahnen und Busse. Im Vordergrund stehen jedoch die vielfältige Geschichte der Exponate und ein Blick hinter die Kulissen des täglichen „Öffi“-Betriebes. Insgesamt 14 unterschiedliche Themeninseln ermöglichen eine spannende Zeitreise durch die Geschichte des öffentlichen Verkehrs in Wien. Von der Pferdetramway aus der Kaiserzeit über die Eröffnung der Wiener U-Bahn 1978 wird der Bogen bis heute gespannt. Eine umgebaute "Silberpfeil"-Garnitur mit verglasten Schaufenstern erlaubt einen Blick in die Fahrzeugtechnik. Und ein multimedialer U-Bahn-Simulator ermöglicht es den Besuchern, die Strecken der fünf U-Bahn-Linien aus Sicht des Fahrers zu erleben oder sie können in die Rolle eines Schaffners schlüpfen. Alle Themeninseln beinhalten interaktive und multimediale Inhalte, die zum Mitmachen einladen. Auch der Bus, der 1976 beim Einsturz der Reichsbrücke in die Donau stürzte, ist im Verkehrsmuseum ausgestellt. Das Netz der Wiener Linien umfasst neben den fünf U-Bahn-Linien auch 29 Bim- und 145 Bus-Linien, die täglich auf einem Streckennetz von mehr als 1.000 Kilometern verkehren.

Nach der sehr informativen und interessanten Führung wurden die Teilnehmer vom Sonderbus wieder abgeholt und zum Schweizer Garten hingebracht, um im Restaurant „Klein Steiermark“ Mittag zu essen. Der überwiegende Teil der Vorarlberger wollte jedoch auf das Mittagsmenü verzichten und gleich mit dem nächstmöglichen Zug nach Hause fahren. Der Busfahrer nahm die Heimfahrer bis zum Wiener Hauptbahnhof mit und der verbliebene „Rest“ ließ sich im Restaurant das Essen und die Getränke schmecken. So nebenbei wurde unter anderem auch noch das absolvierte Programm der dreitägigen Veranstaltung besprochen, sehr positiv bewertet und auf den erfolgreichen Verlauf mit einem guten Bier angestoßen.

Organisation: Haslinger Alfred

RPP 09-2019 - Besichtigung des Archäologischen Museums in Fließ

Insgesamt 22 Teilnehmer haben sich entschieden, bei diesem kulturgeschichtlichen Ausflug (Museum, Kirche, Dorfzentrum) ins Tiroler Oberland dabei zu sein. Am Landecker Bahnhofsvorplatz wartete bereits der Sonderbus der Fa. Kogoj, um die RPP’ler nach Fließ zu bringen. Während der Fahrt wurden einige interessante Informationen zur Geschichte, Wirtschaft und Politik dieser Gemeinde vermittelt. Das Archäologische Museum ist in zwei Gebäuden untergebracht. Das eine befindet sich in einem der ältesten, das andere in einem der modernsten Häuser von Fließ. Und dennoch haben beide Museen etwas gemeinsam: Sie liegen an der 2.000 Jahre alten Römerstraße „Via Claudia Augusta“ und beherbergen besondere Schätze aus vergangenen Zeiten. Während im archäologischen Museum Funde vom prähistorischen Brandopferplatz am Gachen Blick (1991) sowie ein bronzezeitlicher Schatzfund vom Moosbruckschrofen (2001) und der hallstattzeitliche Bronzehort von Fließ (1990) ausgestellt sind, wird im Dokumentationszentrum Via Claudia Augusta die römische Kaiserstraße dokumentiert. In den Vitrinen konnten die RPP‘ler nicht nur Funde von der Via Claudia Augusta inklusive einer Kopie der „Tabula Peutingeriana“ (einzige erhaltene römische Straßenkarte), sondern auch Opfergaben, Waffen, Schmuck, Gebrauchsgegenstände und einiges mehr bewundern.

Anschließend stand die Besichtigung der alten Pfarrkirche „Mariae Himmelfahrt“ - auch „Maaßkirche“ genannt - auf dem Programm. Sie weist eine Baugeschichte auf, die man bis ins sechste Jahrhundert zurückverfolgen kann. Die freigelegten Reste konnten in der Krypta bestaunt werden. In dieser befinden sich unter anderem das Grab des Pfarrers Alois Maaß, sowie die Gedenktafel vom 1996 seliggesprochenen Pfarrer Otto Neururer und von Franz Flür, Missionar in Nord-Borneo(beide in Fließ geboren). Danach wurde im nahegelegenen Gasthof „Traube“ sehr gut zu Mittag gegessen. Das Ex-Geburtstagskind Fessler Herbert spendierte dazu die erste Getränkerunde. Nach der Labung gab es einen Empfang beim Fließer Bürgermeister Ing. Hans Peter Bock, der über die wirtschaftliche und politische Konstellation der Gemeinde referierte und die Teilnehmer mit seinen Ausführungen fesselte. Für die Errichtung eines neuen Dorfzentrums im Jahre 2016 hat die Kommune den „Europäischen Dorferneuerungspreis“ erhalten. Die Rückfahrt nach Landeck war viel zu kurz, um die vielen Eindrücke richtig erörtern zu können. Einige wollten deshalb ihre Nachbesprechung in den Räumlichkeiten der ESV-Kegelbahn Landeck "unbedingt" noch fortsetzen. Ein Großteil der Teilnehmer fuhr jedoch mit den nächstmöglichen Heimfahrzügen sofort weiter.

Organisation: Zöhrer Erwin

RPP 10-2019 - Besuch des Grammophonicum in Frastanz

Eigentlich wäre laut dem RPP-Jahreskalender 2019 im Oktober in Vorarlberg der Besuch des Schmiedemuseums in Röthis geplant gewesen. Aber wegen unvorhergesehener Renovierungsarbeiten war dies leider nicht möglich. Anstelle dessen wurde nun in der Vorarlberger Museumswelt in Frastanz das im Februar 2018 neu eröffnete "Grammophonicum" besichtigt. Damit wurde von den RPP’lern bereits zum fünften Mal (seit 2012) ein Themenmuseum dieser Institution angesehen.

Vom Bahnhof Frastanz ging es für die 23 Teilnehmer mit einem zehnminütigen Fußmarsch zum Gasthaus „Kreuz“, wo fast schon traditionsgemäß ein sehr gutes Mittagessen eingenommen wurde. Mit Oktober-Geburtstagskind Föger Erich und Pregenzer Kurt gab es zwei Sponsoren für eine dazu passende Getränkerunde.Danach spazierten alle gemeinsam zum wenige Minuten entfernten Ganahl-Areal.

Der Besuch startete im neuen Museumskino mit einem Image-Film zur Vorarlberger Museumswelt. Danach wurde das "Grammophonicum" aufgesucht, welches mit der rondellartigen Form überraschte und begeisterte. Die Art der Führung weckte ein reges Interesse für diese spannende Pionierzeit, denn Tonaufzeichnungen sind heute ganz selbstverständlich, immer und überall verfügbar. Als 1877 der legendäre Erfinder Thomas Alva Edison erstmals seinen Zinnfolienphonographen präsentierte, erregte er mit diesem Wunderwerk nicht nur großes Aufsehen. Er setzte damit eine Entwicklung in Gang, welche die Gesellschaft veränderte. Im "Grammophonicum" in der Vorarlberger Museumswelt erhielt die RPP-Truppe einen spannenden Einblick in die Geburtsstunde der Tontechnik. Der Frastanzer Sammler Reinhard Häfele präsentierte mit 75 Ausstellungsstücken einen Teil seiner im Laufe von mehr als vier Jahrzehnten erworbenen Grammophone und Phonographen. Launig erzählte er von den technischen Feinheiten, der Geschichte der verschiedenen Geräte, aber auch von den gesellschaftlichen Auswirkungen der einzelnen Erfindungen. Die verschiedenen Apparaturen sind nicht nur optisch zu bewundern, sondern jedes einzelne Ausstellungsstück kann auch akustisch eindrucksvoll erlebt werden, wie z.B. die Stimme von Enrico Caruso oder die Gesänge nordamerikanischer Indianerstämme auf Original-Tonträgern von damals. Die Schau ist chronologisch geordnet und man kann genau nachvollziehen, wie sich die Tontechnik in den ersten Jahrzehnten entwickelt hat. Nach der erstklassigen, kurzweiligen und über zweieinhalb Stunden dauernden Führung mussten die gewonnenen Eindrücke anschließend noch im Museumscafè richtig verarbeitet werden.

Organisation: Ehrbach Manfred, Drolle Gerd

RPP 11-2019 - Besuch des Krampusmuseums in Kitzbühel

Bei der Erstellung des Jahresprogramms ist man dem Jahresrhythmus entsprechend auf die nahenden, adventlichen Ereignisse eingegangen. Mit dem Besuch des Krampusmuseums in Kitzbühel konnten sich die 29 Teilnehmer mit der Geschichte dieses Brauchtums auseinandersetzen. Die Anreise in das Brixenthal erfolgte - eigentlich wie immer - mit der Eisenbahn. Von der Haltestelle Kitzbühel-Hahnenkamm ging es ca. einen Kilometer „auf Schusters Rappen“ zur Sportarena, in der sowohl das Museum als auch das Restaurant für das gemeinsame Mittagessen untergebracht sind. Dort wurde gut gespeist und mit einer von den November-Geburtstagskindern Mairhofer Peter, Schöpf Peter und Weiss Wilfried gesponserten Getränkerunde auf deren Wohl angestoßen. Beim anschließenden Museumsbesuch gab es einen Empfang mit viel (Theater-)Nebel und „Höllenmusik“. Bei der Führung durch die Räumlichkeiten konnten nicht nur mehr als 150 unterschiedliche Masken, eine Vielzahl an Gewändern und Utensilien betrachtet werden, sondern es gab auch die Historie und die Geschichten dazu erklärt, sowie einen Blick in die aktive Schnitzer-Werkstatt.

Der „Krampus“ ist im Alpenraum eine Figur der Adventszeit und der Begleiter des heiligen Nikolaus. In manchen Regionen hat sich die Figur des Krampus mit jener der „Percht“ vermischt. Die ersten Perchten sind in Tirol im 17. Jahrhundert nachweisbar, Krampusse bzw. Kleibeife in den Nikolausspielen des 18. Jahrhunderts. Die Deutung, dass die Perchten die bösen Wintergeister vertreiben, gibt es erst seit dem späten 19. Jahrhundert. Je nach Region existieren bis heute unterschiedliche Formen beim Ausüben des Brauchs. In Tirol spricht man von Teufeln, Perchten, Krampal oder Kleibeifen. Krampusläufe haben heutzutage vielerorts einen gewissen Show-Charakter und sind bei Groß und Klein beliebt.

Nach der Besichtigung kehrte ein Großteil der RPP’ler in das Restaurant zu einer „notwendigen“ Nachbesprechung zurück, um das monatliche Treffen gemütlich ausklingen zu lassen. Einige der Teilnehmer erkundeten stattdessen die Stadt Kitzbühel oder fuhren mit den nächstmöglichen Heimfahrzügen nach Hause.

Organisation: Nairz Wilfried

RPP 12-2019 Jahresausklang bei Weißwurst und Bier im Gasthof Stern - Mittenwald

Wenn die Fahrt nach Mittenwald zu Weißwurst und Bier im Gasthof Stern ansteht, dann wissen alle RPP’ler, dass sich ein ereignisreiches Jahr dem Ende zu neigt. Und dieses Mal ist es auch noch ein Jubiläumsjahr, weil es die RPP West schon seit zehn Jahren gibt. Insgesamt 40 Teilnehmer wollten sich die Bilanz-Präsentation vom März 2010 bis zum Dezember 2019 nicht entgehen lassen.

Das Ziel der monatlichen Treffen ist - wie im Jahrbuch 2011 beschrieben - nach wie vor dasselbe geblieben: "…, dass wir auch in der "Zeit danach" am Weiterbestand der sozialen Kontakte, die sich aus dem gemeinsamen Arbeiten ergeben haben, nach wie vor interessiert sind. ..." Fünfzehn "Gründungsmitglieder" trafen sich zur Startveranstaltung am 25.03.2010 und zehn Jahre später ergeht das monatliche Einladungsschreiben an derzeit 180 RPP’ler.

Bei der Zehnjahresbilanz können ebenfalls hervorragende Eckdaten präsentiert werden: In dem Zeitraum wurden insgesamt 118 RPP- und acht dreitägige Sonder-RPP-Veranstaltungen organisiert, die mit 3.632 Teilnahmen - davon 296 bei den Sonder-RPP’s - statistisch zu Buche stehen. Bei allen Treffen wurde fotografiert und diese mit 32.219 Bildern dokumentiert, wobei 8.717 Fotos von den Sonder-RPP’s sind. Alle Aktivitäten können in neun Jahrbüchern und seit 13.02.2014 auch im Internet in einer "allumfassenden" RPP-Homepage nachgelesen werden.

Organisation: Habicher Luis
2018
Der Zug des Lebens

Das Leben ist wie eine Zugfahrt mit all den Haltestellen, Umwegen und Unglücken. Wir steigen ein, treffen unsere Eltern und denken, dass sie immer mit uns reisen, aber an irgendeiner Haltestelle werden sie aussteigen und wir müssen unsere Reise ohne sie fortsetzen. Doch es werden viele Passagiere in den Zug steigen, unsere Geschwister, Cousins, Freunde, sogar die Liebe unsres Lebens. Viele werden aussteigen und eine große Leere hinterlassen. Bei anderen werden wir gar nicht merken, dass sie ausgestiegen sind. Es ist eine Reise voller Freuden, Leid, Begrüßungen und Abschied. Der Erfolg besteht darin, zu jedem eine gute Beziehung zu haben und das große Rätsel ist, wir wissen nie an welcher Haltestelle wir aussteigen müssen.

Deshalb müssen wir leben, lieben, verzeihen und immer das Beste geben! Denn wenn der Moment gekommen ist, wo wir aussteigen müssen und unser Platz leer ist, sollen nur schöne Gedanken an uns bleiben und für immer im Zug des Lebens weiter reisen. Es ist uns zu wünschen, dass unsere Reise jeden Tag schöner wird, wir immer Liebe, Gesundheit, Erfolg und Geld im Gepäck haben. Vielen Dank an alle Passagiere, im Zug unseres Lebens!

RPP 01-2018 - Rodelausflug Maria Waldrast bei Matrei am Brenner

Kann ein RPP-Jahr besser gestartet werden, als mit einer tollen Rodelpartie bei strahlendem Sonnenschein und mit einer ausreichenden Menge an Schnee? Nach 2012 hatte der Winter wieder einmal ein Einsehen und zauberte am Wochenende vor der Veranstaltung mit einem intensiven Schneefall (Schneehöhe ca. 140 cm) eine traumhaft zu fahrende Rodelstrecke in die Landschaft. Auch der kurzzeitig einsetzende Föhn konnte der bestens präparierten Bahn nichts anhaben. In diesem Jahr standen den 30 Teilnehmern vier unterschiedliche Varianten zur Bewältigung der Berg- und Talstrecke zur Auswahl. Erstmals war eine Variante 4 - Taxifahrt vom Bf. Matrei a.Br. zum Klostergasthof und zurück - dabei, die es auch vier „Diwan“-Sportlern ermöglichte, zumindest als begeisterte Rodelfans dabei sein zu können. Nach einem guten Mittagessen und einer von Mairhofer Peter gesponserten „Ehrenrunde“ auf ein unfallfreies Rennen wurden die 26 Startnummern ausgegeben und die mittlere - dreizehnte - Fahrzeit als Richtzeit für den Sieger festgelegt.

Die Naturbahn präsentierte sich - wie immer - von ihrer besten Seite und so manchem Teilnehmer ist in den letzten Jahren nie aufgefallen, dass in etwa ab der Bahnhälfte zwei verschieden Wege zum Ziel führen. Einige RPP’ler hatten sich beim Rodelrennen nicht für die „Direttissima“ sondern für die „Sightseeing“-Strecke entschieden und waren überrascht, dass Kollegen mit höheren Startnummern ohne Überholmanöver vor ihnen ins Ziel gefahren sind. Damit war im Zielgelände natürlich für Gaudium gesorgt. Für den Organisator Hörtnagl Georg war jedoch am wichtigsten, dass auch heuer wieder das Rennen ohne Zwischenfälle beendet werden konnte.

Bei der Siegerehrung im Parkhotel Matrei war wie immer das Staunen groß, als die Reihungen verlautbart und den drei Erstplatzierten die Ehrenpreise übergeben wurden. Alle Ergebnisse sind auf der Hompage-Seite "Statistik" für die Ewigkeit dokumentiert. Der Drittplatzierte Silly Karl war von seinem erzielten Ergebnis so angetan, dass er sofort eine „Schnaps“-Runde für alle Teilnehmer spendierte. Nach der Preisverteilung ging es für einige (Außerhofer, Hörtnagl, Waldner, Weiss) mit dem Wettbewerb im „Ladinisch“-Watten weiter. Unbestätigten Meldungen zufolge kämpfen sie noch immer sehr verbissen um den „Watter-König“ der RPP-Truppe.

Organisation: Hörtnagl Georg
RPP 02-2018 - Besichtigung des Zisterzienser Klosters Mehrerau

Bei wie vielen Denkmälern und Kulturgütern im eigenen Land geht man meistens gedankenlos vorbei und kann sich nur noch dunkel daran erinnern, in der Schulzeit und dort im „Heimatkunde“-Unterricht etwas darüber gehört zu haben ? Aber man hat sich nie wirklich die Zeit oder Muse dazu genommen, hier genauer nachzuschauen.

Westlich des Stadtzentrums der vorarlbergischen Landeshauptstadt Bregenz, nur wenige hundert Meter vom Ufer des Bodensees entfernt, liegt das Kloster Mehrerau. Seit dem Jahr 1090 ist Bregenz der Standort eines Klosters. Es durchlebte in den folgenden Jahrhunderten eine von Zerstörungen, Wiederaufbau, Erweiterungen und zeitweisen Schließungen gekennzeichnete Geschichte. Mitte des 18. Jahrhunderts wurde die Klosterkirche nach Plänen des Architekten Franz Anton Beer erbaut und Ende des 18. Jahrhunderts der mit Barockstuck geschmückte Bibliotheksaal errichtet. Die Büchersammlung hat durch seine historischen Bestände (ca. 125.000 Bände, 225 Inkunabeln, 300 Frühdrucke und einige Handschriften) überregionale Bekanntheit erreicht. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde das Kloster kurzzeitig geschlossen und geplündert, bis es 1854 durch Zisterziensermönche erneut besiedelt wurde. Das Kloster Mehrerau nimmt heute eine Fläche von etwa 1 km² ein. Neben dem Sanatorium werden unter anderem ein Gymnasium mit Internat (Collegium Bernardi), eine Klostergärtnerei und eine Zimmerei betrieben. Das Zisterzienserkloster besitzt eine Sonderstellung als Territorialabtei und wird von einem Abt geführt, der auch Mitglied der österreichischen Bischofskonferenz ist.

Insgesamt 35 RPP’ler wollten bei dieser Führung unbedingt dabei sein. Bevor es zur Besichtigung ging, gab es jedoch im Klosternahen Restaurant „K9“ ein hervorragendes Mittagessen, das mit zwei Getränkerunden von den Februar-Geburtstagskindern Biechl Andreas, Fritz Franz, Jammer Herbert, Muigg Josef und Zangerl Ernst unterstützt wurde. Auch die Nachbesprechung zur Verarbeitung des Gesehenen und Gehörten wurde im „K9“ durchgeführt, die mit einer von den Geburtstagskindern noch einmal gesponserten Getränkerunde schließlich ihren Abschluss fand.

Organisation: Ehrbach Manfred

RPP 03-2018 - Besichtigung der SWARCO TRAFFIC WORLD in Wattens

Die RPP’ler mussten sich in ihrer Aktivzeit bei den ÖBB in ihren jeweiligen Berufssparten immer wieder mit Eisenbahntechnologien auseinandersetzen. Um auch einmal die „Gegen- oder Konkurrenzseite“ kennen zu lernen, wurde im März der „SWARCO TRAFFIC World“ in Wattens ein Besuch abgestattet. Die Anreise erfolgte mit dem Zug bis Hall i.T., weiter mit dem ÖBB-Postbus nach Wattens und einem Zwischenstopp in Volders. Dort wurde im Restaurant „s‘Aschach“ ausgezeichnet zu Mittag gegessen und alle Dinge besprochen, die den 38 Teilnehmern wichtig erschienen. Danach ging es zu Fuß oder mit dem Linienbus eine Station weiter zur Firmenbesichtigung.

Die SWARCO AG des Tiroler Unternehmers Manfred Swarovski ist die Dachorganisation der Verkehrstechnologiegruppe SWARCO und lenkt vom Konzernsitz in Wattens aus über achtzig Firmen mit rund 3.600 Beschäftigten in fünfundzwanzig Ländern. SWARCO unterstützt das steigende Mobilitätsbedürfnis der Gesellschaft mit Produkten, Systemen, Services und Komplettlösungen für Straßenmarkierungen, inner- und außerstädtisches Verkehrsmanagement, Parken, öffentlichen Nahverkehr, Infomobilität und LED-basierte Signal- und Beleuchtungstechnik. Fahrzeug-zu-Infrastruktur-Kommunikation, Elektromobilität und integrierte Softwarelösungen für die Smart City sind zukunftsweisende Geschäftsfelder der Firma, die 2017 mit Präsenz in 70 Ländern einen Umsatz von rund 650 Mio. € erzielte. Seit Mitte 2014 wird die Gesamtkompetenz in der Konzernzentrale mit einem großen Präsentationsraum erlebbar gemacht.

Nach der sehr interessanten und kompetenten Führung durch die Ausstellungsräume, bei der die derzeitigen innovativen Technologien und auch die zukünftigen Entwicklungen im Straßenverkehrsmanagement vorgestellt wurden, gab es für die RPP’ler zum Abschluss noch eine Einladung zu Kaffee und Kuchen. Danach ging es mit dem Postbus zurück nach Hall i.T.. Am Bahnhofsvorplatz wurde in der „Bürgerstube“ noch die obligate Nachbesprechung durchgeführt, die mit einer Getränkerunde der (Ex-) Geburtstagskinder Ing. Sellemond Fritz und Ing. Linger Peter eingeleitet wurde.

Organisation: Nairz Wilfried
RPP 04-2018 - Besichtigung der Schausennerei im Sonnental - Großes Walsertal

Im Februar 2016 wurde im Großen Walsertal dem Lawinendokumentationszentrum zum ersten Mal ein RPP-Besuch abgestattet. In diesem Jahr stand wieder eine Veranstaltung mit der Besichtigung der Erlebnissennerei „Walserstolz“ in der Ortschaft Sonntag-Boden im schönen Seitental des Vorarlberger Walgaus an. Die Zubringerzüge kamen pünktlich am vereinbarten Treffpunkt am Bf. Bludenz an. Von hier ging es anschließend mit einem gecharterten Sonderbus weiter nach Raggal zum Mittagessen im Gasthof „Wallis“. Bereits die Fahrt dorthin war sehr spannend, denn die Straße ist sehr schmal und das Gefährt dafür fast zu groß. Die Speisen mundeten allen 33 Teilnehmern ausgezeichnet, ebenfalls die zwei Getränkerunden der Geburtstagskinder Margreiter Walter, Radis Wilhelm und Seebacher Walter. Zudem wurden die Buskosten von Ganahl Norbert und Habicher Alois mit einem Beitrag für die RPP’ler verringert. Danach ging es wenige Minuten mit dem Bus zum „Biosphärenpark-Haus“ zur Führung. Es gab Informationen über die Region, Gemeinden, Kultur und Menschen sowie über das Biosphärenparkkonzept. Biosphärenparke (international: Biosphärenreservate) sind Modellregionen für nachhaltiges Leben und Wirtschaften und werden von der UNESCO ausgezeichnet. Das Konzept ist ein internationales Schutz- und Entwicklungsinstrument für Regionen mit außergewöhnlicher Natur- und Kulturlandschaft. Die Menschen in der Region spielen dabei eine zentrale Rolle. Sie sind eingeladen, am Schutz und an der Entwicklung ihres Lebensraums aktiv mitzuwirken.

Der Walserstolz-Bergkäse wird auf acht Sennalpen und in zwei Winterbetrieben ausschließlich im Biosphärenpark Großes Walsertal erzeugt. 39 Bergbauernbetriebe aus Sonntag und Fontanella liefern jährlich rund 1,5 Millionen Liter Milch in der Sennerei ab, wo gut 140 Tonnen der regionalen Bergkäsespezialität „Walserstolz“ hergestellt werden. Die Reifung erfolgt in den Kellern der Firma Emmi Österreich in Nüziders. Etwa 20 Tonnen Walserstolz gehen danach wieder zurück in die Sennerei, um dort direkt vermarktet zu werden. Die RPP’ler nutzten natürlich die Gelegenheit und nahmen viele der angebotenen Spezialitäten mit nach Hause mit. Bei der Rückfahrt zum Bf. Bludenz gab es noch einen Zwischenstopp beim Gasthaus „Kohldampf“ (ehemals „Fohrenburg“) zur Einkehr für die notwendigen Nachbesprechung der Veranstaltung. Einige nutzten natürlich die Gelegenheit und traten mit etwas späteren Zügen die Heimreise an.

Organisation: Wlcek Franz
RPP 05-2018 - Wanderung in die Zammer Lochputz-Klamm

Bevor die RPP-Teilnehmer die "kräfteraubende" (?) Wanderung starteten, wurde im Hotel-Restaurant "Enzian" gut zu Mittag gegessen. Auch bei diesem Ausflug haben sich mit Ebster Karl und Riemer Herbert zwei "Geburtstagskinder" bereit erklärt, die ersten beiden Getränkerunden zu übernehmen. Danach ging es mit einem gecharterten Sonderbus von Landeck nach Zams, wo bereits die ehemaligen ÖBB-Kollegen Moser Gerhard und Zangerl Arnold die Truppe zur Führung durch die sagenumwobene Klamm erwarteten. Jahrhundertelang hat die Urgewalt des Wassers in Zams eine Klamm geformt, den sogenannten Zammer Lochputz. Früher fuhren Kutschen die Ausflügler bis zum Eingang der Klamm, erkundet werden konnte sie damals aber nur mit Seilen und viel Mut. Heute hingegen können die 26 RPP’ler den Zammer Lochputz auf einem Wasser-Erlebnissteig durchwandern. Der Weg beginnt am Kraftwerk Zams, einem der ältesten Kraftwerke Tirols. Dieses Schaukraftwerk zeigt, wie die wilden Wasser des Lötzbaches - oder Lochbach, wie er auch lokal genannt wird - wirtschaftlich genutzt werden.

Der Weg führt an einer Hängebrücke vorbei zu einer alten verlassenen Schmiede, um die sich eine Sage rankt. Denn hier lebte einst ein verwitweter Schmied, zu dem eine wunderschöne Nymphe zog. Als sich der Hirte der Lochalm nach mehreren schier unmöglichen Proben ihre Hand verdiente, schnitt der alte Schmied die Hängebrücke an, und der Hirte fand in der Klamm den Tod. Ein Stierkopf - der "Zammer Lochputz" - und ein schöner Mädchenkopf im Fels sollen heute noch an der schmalsten und steilsten Stelle der Klamm zu sehen sein, als bleibende Erinnerungen an die Nymphe und den Hirten und an ihre unerfüllte Liebe. An dieser Stelle stürzt auch der Lötzer Wasserfall in die Tiefe, teils mit 2.000 Liter Wasser pro Sekunde - beeindruckend! Die Sage wird im alten Römerturm dann in Form einer Mutlimedia-Show erzählt.

Nach der Rückfahrt von der Zammer Klamm zum Bf. Landeck wurde in der ESV-Kegelbahn noch einmal eingekehrt, um über die gewonnenen Eindrücke diskutieren zu können. Die unterstützenden Getränke zu diesen "wichtigen" Gesprächen wurden ebenfalls von einem Geburtstagskind - Müller Herbert - gesponsert. Die Quintessenz zu diesem Ausflug war die Feststellung, dass wir in einem wunderschönen Land mit sehr vielen interessanten Orten und Sehenswürdigkeiten leben.

Organisation: Zöhrer Erwin

RPP 06-2018 - Besuch des Ötztaler Freilicht- und Heimatmuseum in Längenfeld

28 Teilnehmer absolvierten die hundertste RPP-Veranstaltung im schönen Ötztal. Treffpunkt war der Vorplatz vom Bf. Ötztal, von wo es mit dem gecharterten Sonderbus der Fa. Thurner nach Längenfeld ging. Als erstes stand der vormittägliche Museumsbesuch an. In Lehn bei Längenfeld erwachen die alten Zeiten wieder zu neuem Leben. Dort wurde nämlich das Ötztaler Heimat- und Freilichtmuseum eingerichtet, das die RPP’ler auf eine Zeitreise in vergangene Jahrhunderte mitnahm. Aber es zeigt nicht nur Exponate bis in die 1950er-Jahre, sondern auch die Arbeit und Lebensweise der Bauern im Tal und wird somit zu einem bäuerlich-sozialkundlichen Museum.

Das Zentrum des Museums bildet ein Paar-Hof - die am meisten verbreitete Hof-Form im Ötztal - mit einem Vorrats-Speicher und landwirtschaftlichen Anlagen, die durch die Wasserkraft des nahen Lehnbaches angetrieben werden. Neben dem Paar-Hof sind ein Seitenflurhaus aus der Mitte des 17. Jahrhunderts, eine Säge, eine Stockmühle aus der Zeit um 1700, sowie eine Schwinghütte zu bewundern, in der früher Flachs verarbeitet wurde. Übrigens die Ötztaler Mundart ist im Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes in Österreich eingetragen. 2005 konnte das neben dem Museum stehende „Schmiedlas Haus“, das unter Ensemble-Schutz steht, erworben werden. Spätgotische Elemente kamen zum Vorschein, als es saniert und schließlich für das Projekt „Gedächtnisspeicher Ötztal“ angepasst wurde. Auf drei Geschossen können hier Bereiche wie „Hausgeschichten Lehn 23b“ oder „Ötztal lesen, hören und sehen“ erkundet werden. Auch wechselnde Ausstellungen und Veranstaltungen finden im Dachgeschoss immer wieder statt.

Nach der sehr interessanten Führung ging es zum Hotel-Restaurant „Zum Hirschen“ in Längenfeld. Dort wurde das wohlverdiente Mittagessen eingenommen. Die Speisen mundeten ausgezeichnet und alle durstlöschenden Getränke dazu wurden von den „Geburtstagskindern“ Dablander, Gantner, Gatt, Schabus, Strobl, Weber und Wlcek gesponsert. Vor der Heimfahrt musste noch einmal ein Zwischenstopp in Ötztal-Bahnhof eingelegt werden, um die „unbedingt notwendige“ Nachbesprechung durchführen zu können.

Organisation: Zöhrer Erwin
RPP 07-2018 - Besichtigung Stoffels Säge-Mühle in Hohenems

Bei dieser Veranstaltung ging es wieder um das Aufspüren eines verborgenen Kleinods in Vorarlberg. 28 RPP’ler trafen sich in Hohenems, um sich über die mehr als 2000jährige Mühlentechnik und die technische Weiterentwicklung der Mühlen und Sägen bis in die Neuzeit zu informieren. Zuvor wurde jedoch im Gastgarten des Gasthofs „Hirschen“ sehr gut zu Mittag gegessen und dieses mit zwei Getränkerunden der (Ex-) Geburtstagskinder Eller Christian, Feichtner Robert, Fessler Herbert und Jammer Herbert veredelt. Danach ging es quer durch die Altstadt zum Museum.

Am Weg vorbei am Palast zur Bergparzelle Reute (am Salzbach) liegt das historische Kerngebiet der Hohenemser Wirtschaft. Hier zwischen Schlossberg und Einfirst - das alte Rathaus steht ebenfalls dort - entwickelte sich ein ansehnliches Gewerbegebiet, das die Kraft des Wassers nutzte. Im Laufe der Zeit (seit 1549) wurden insgesamt vier Mühlen, acht Sägen, Werg-, Hanf- und Lohestampfen vom Salzbach angetrieben. „Stoffels Säge-Mühle“ ist der letzte Rest davon und es lässt sich seit damals der ununterbrochene Betrieb als Säge und ab 1878 als Mühle nachweisen. Die Anlage, die immer mit zwei Wasserrädern angetrieben wurde, ist seit 1835 im Besitz der Familie Kick-Amann mit Hausnamen „Stoffels“. Im Jahre 1956 wurde der Mühlebetrieb und im Jahre 1979 der Sägebetrieb eingestellt. Das Museum wurde 1987 auf Privatinitiative der Familie Alois Amann errichtet und 1999 erweitert. Insgesamt 35 Müllereimaschinen ab 1880, Mühlentechnik zwischen 1920 und 1955 bis hin zu modernen computergesteuerten Mühlen von 1990 zeigen die komplette Weiterentwicklung der Mühlentechnik in vielseitigster Weise auf. Diverse Schautafeln über Weizenkorn, Getreideschädlinge, Unkrautsamen, die vier Hauptprozesse für die Mehlerzeugung, Aufbau einer Mühle von 1950 mit einer Mahlleistung von 24 t am Tag sowie die Darstellung und Modelle von Mühlen von 1990 mit einer Mahlleistung von 300 t und 880 t am Tag konnten bewundert werden.

Vom Gesehenen und Gehörten schwer beeindruckt, musste dieses unbedingt verarbeitet und noch einmal besprochen werden. Das gelang in einem in Bahnhofsnähe gelegenen Gastlokal, von dem die diversen Heimfahrzüge schnell zu erreichen waren.

Organisation: Ehrbach Manfred

RPP 08-2018 - Besichtigung der Blauen Quelle und des Tiroler Festspielhauses in Erl

Am Bf. Kufstein trafen sich insgesamt 31 RPP’ler, um sich über eines der ältesten Tiroler Naturdenkmäler und über die ältesten Passionsspiele Österreichs zu informieren. Von hier ging es mit dem ÖBB-Postbus und einem Umsteigen in Niederndorf weiter nach Erl. Vor dem Mittagessen stand noch die Besichtigung der „Blauen Quelle“ auf dem Programm. Organisator Nairz Wilfried erläuterte die Sage und die Eckdaten zum ältesten Naturdenkmal Tirols: „Es lebt ein Wassermann, irgendwo versteckt am Grund des türkisblauen Wassers im Quellteich. Wenn man Sorgen hat, dann soll man ans Ufer kommen, einem weißen Kiesel all die eigenen Probleme erzählen und den Stein dann ins kühle Nass werfen. Der Wassermann wird ihn in einer Truhe auf ewig verwahren, sodass man erleichtert und befreit seiner Wege gehen kann“ ... Die Fakten zur Quelle: 1926 wurde die Karstquelle zum Naturdenkmal erklärt. Der sandige Boden ist mit Armleuchteralgen bewachsen. Das mittlere Wasservolumen beträgt 751 l/s, das Minimum 291 l/s und das Maximum 2.132 l/s. Auffällig ist im Gegensatz dazu die geringe Schwankung der Wassertemperatur um nur 0,2 °C, sie beträgt nahezu konstant 8,1 °C.

Im Anschluss gab es im Gasthaus „Blaue Quelle“ ein hervorragendes Mittagessen mit einer gesponserten Getränkerunde der (Ex-)Geburtstagskinder Fritz Konrad und Nairz Wilfried. Danach wurde mit einem kurzen „Verdauungsspaziergang“ der nächste Höhepunkt des Ausflugs anvisiert - das Passionsspielhaus Erl. Hier kam es zu einer kompetenten und fesselnden Führung durch das geschichtsträchtige Haus und seiner mehr als 400 Jahre alten Tradition, das Leben und Sterben Jesu Christi auf die Theaterbühne zu bringen. Mit Erl (seit 1613) und Thiersee (seit 1799) kann Tirol die zwei ältesten Passionsspielorte Österreichs vorweisen. Alternierend werden die Aufführungen im Sechsjahresrhythmus - Erl 2019 und Thiersee 2022 - präsentiert. An die 600 Laiendarsteller der 1.450 Einwohner zählenden Gemeinde Erl beteiligen sich aktiv an dem Passionsspiel. Ausgangspunkt dafür waren die Glaubenskämpfe der Reformationszeit des 16. Jahrhunderts und sind aus Dankbarkeit für Gottes Schutz und Hilfe vor Krankheit, Pest und Kriegsgefahr ins Leben gerufen worden.

Dass diese sehr informative Führung durch und über das Passionsspielhaus, die Geschichte und das Theaterleben ein gesteigertes Interesse bei den Teilnehmern für die Passionsspiele 2019 in Erl geweckt hat, muss nicht sonderlich erwähnt werden. Jedenfalls wurde bei der Nachbesprechung im „Purlepaus“ in Kufstein über das Thema eingehend diskutiert.

Organisation: Nairz Wilfried
Sonder-RPP 2018 - Auf den Spuren des Kaisers im Salzkammergut

"Nicht leicht findet man irgendwo das Erhabene, Kolossale mit dem Lieblich-Idyllischen so innig und rührend verschmolzen als hier ..." schrieb Helmine von Chezy bereits 1833 in ihrem "Ausführlichen Handbuch für Alpenwanderer und Reisende durch das Hochland in Österreich ob der Enns". Man kann eigentlich nicht besser die Einleitung für einen Reisebericht über das Salzkammergut beginnen.

Für den mehrtägigen Sonder-RPP in diesem Jahr wurde das Motto "Auf den Spuren des Kaisers" gewählt. Dazu hat sich natürlich mit Bad Ischl und dem Salzkammergut eine Region angeboten, die das ausgegeben Thema genau traf und die Organisation für die Veranstaltung die Salzburg-"Leihgabe" aus Tirol - Thalhammer Hans-Peter - zu übernehmen bereit war. Denn von 1849 bis 1914 war Ischl die Sommerresidenz von Kaiser Franz Joseph I. und erlebte eine gesellschaftliche und kulturelle Blütezeit. 1853 verlobte er sich im Seeauer-Haus, dem heutigen Museum der Stadt Bad Ischl, mit seiner Sisi (Elisabeth). Als Hochzeitsgeschenk bekam das Paar eine Sommervilla - die spätere Kaiservilla. Am 28. Juli 1914 wurde in Bad Ischl Weltgeschichte geschrieben. Kaiser Franz Joseph verfasste hier das Manifest "An meine Völker", in dem er dem Königreich Serbien den Krieg erklärte. Dies sollte leider der Beginn des Ersten Weltkriegs werden.

Dienstag, 18.09.2018

Die Anreisezüge aus Ost und West waren pünktlich, um den gemeinsamen Anschlusszug in Attnang-Puchheim erreichen zu können. Von hier ging es um 12:11 Uhr mit REX 3416 nach Bad Ischl weiter. An dieser Stelle gehört noch ein witziges Bonmot erwähnt: Einige RPP’ler werden sich sicherlich noch an den Sonder-RPP 2016 und an die "Koffer-Verwechslungsgeschichte" von Ing. Sellemond Fritz und Grabmeier Günter erinnern. Es ist kaum zu glauben, dass es diesmal nach der Ankunft am Bf. Bad Ischl zur selben Situation kam. Der Koffer von Ing. Sellemond stand am Bahnsteig unmittelbar neben ihm und er war gerade dabei, ein E-Mail zu beantworten. Als er damit fertig war, wollte er nach seinem Gepäckstück greifen, doch der Griff ging ins Leere. Ein gleich aussehender, leichterer Koffer stand ca. 5m hinter ihm und er dachte an einen Scherz von mitfahrenden RPP’lern. Er nahm diesen mit und es stellte sich heraus, dass Grabmeier Günter von der Toilette kommend sich seinen vermeintlichen Koffer am Bahnsteig schnappte, um auf dem Bf.-Vorplatz nach einem Taxi zu suchen. Es begann wieder das "Kofferbesitzer"-Suchspiel, das diesmal von den Protagonisten selbst gelöst werden konnte. Wie heißt es so schön: "Und täglich grüßt das Murmeltier" …

Am Bf. Bad Ischl um 13:02 Uhr pünktlich angekommen, ging es für die 34 Teilnehmer ca. 10 Minuten zu Fuß zum Hotel "Stadt Salzburg". Nach dem Quartierbezug spazierte die Truppe wieder zurück in die Altstadt, um gemütlich Mittag zu essen. Im Anschluss daran wurde die berühmte Kaiservilla besichtigt. Das Bauwerk ist im eigentlichen Sinne kein Prunkschloss oder Repräsentationsgebäude, sondern eine luxuriöse Villa. Das Jagdschloss entstammte der Biedermeierzeit und wurde in klassizistischer Form 1855/56 ausgebaut und für das Kaiserpaar und seine Familie adaptiert. Man spürt auf Schritt und Tritt die Geschichte und das Leben der Monarchen, die hier sehr gerne ihre Sommerzeit verbrachten. Zahlreiche gekrönte Häupter dieser Zeit waren einmal zu Gast in der Kaiservilla und beinahe jedes Jahr feierte Franz Joseph I. dort am 18. August seinen Geburtstag - eine Tradition die auch heute noch gepflegt wird. In 14 Zimmern sieht man private und offizielle Räume, die mit wertvollem Inventar und interessanten Jagdtrophäen ausgestattet und weitgehend unberührt geblieben sind. Das stimmungsvolle Ambiente des Parks und seiner Bauten trägt dazu bei, sich wie im 19. Jahrhundert zu fühlen. Nach der Besichtigung wartete schon der ehemalige Arbeitskollege Laimer Urban auf die RPP‘ler, um ihnen die weiteren, wichtigen Sehenswürdigkeiten seiner Heimatstadt Bad Ischl zeigen zu können.

Der Weg ins historische Zentrum führte über den Bahnhofsvorplatz, wo man einen kurzen Zwischenhalt bei den noch vorhandenen "Überresten" der Salzkammergut-Lokalbahn für ein Gruppenfoto einlegte. Weiter ging es zu den architektonischen Sehenswürdigkeiten, wie das Kongress- und Theaterhaus, die Sophiens Esplanade, die Lehár-Villa und die Trinkhalle Ischl. Nicht fehlen durfte beim Stadtrundgang die katholische Stadtpfarrkirche St. Nikolaus mit ihrem 72 m hohen Turm. Im Inneren fallen die Fresken, die Altarbilder, die Mosaike, der geschnitzte Kreuzweg und vor allem die in Österreich einzigartige, 1888 gebaute "Kaiser-Jubiläums-Orgel" besonders ins Auge. Bevor die Besichtigungstour beendet wurde, wies er noch darauf hin, dass es rund um Bad Ischl zahlreiche weitere lohnenswerte und interessante Ausflugsziele wie die Aussichtsberge Katrin, Elferkogel und Hainzen zu erkunden gibt. Danach stand den Teilnehmern der Abend zur freien Verfügung, wobei einige sofort in die ehemalige k.&k. Hofzuckerbäckerei Zauner (gegr. 1832) zum größten Mehlspeisenbuffet Österreichs auf Kaffee und Kuchen gingen. Um ca. 22:00 Uhr waren die meisten RPP’ler wieder an der Hotelbar anzutreffen, wo sie den ersten Reisetag gemütlich ausklingen ließen.

Mittwoch, 19.09.2018

Am Morgen galt der erste Blick aus dem Fenster nach dem Wetter, denn in der Nacht ist fast unbemerkt ein wolkenbruchartiger Regen niedergegangen. Hinter den Wolken und Nebelschwaden blinzelte schon wieder zaghaft die Sonne hervor. Nach dem Frühstück ging es zum Bahnhof Bad Ischl, um mit Zug und Schiff nach Hallstatt zu gelangen. Die Fahrt mit beiden Verkehrsmitteln gestaltete sich sehr kurzweilig, weil es viel zu sehen, zu staunen und auch zu diskutieren gab. An der Schiffsanlegestelle Hallstatt Markt wurden die RPP‘ler von einer Fremdenführerin bereits erwartet. In einem fast zweistündigen Rundgang konnte sie der Truppe eindrucksvoll die Vergangenheit und Gegenwart der UNESCO-Welterbestätte näherbringen.

Eingehüllt in ein Flair von 7.000-jähriger Geschichte liegt Hallstatt ruhig am Westufer des Hallstätter Sees mitten im Salzkammergut. Die alten Häuser, die wie Schwalbennester in den Berg gebaut sind, vermitteln ein besonders interessantes Bild. Der Anblick von Hallstatt vom See aus verzaubert Besucher wie Einheimische. Die knapp 800 Einwohner leben hier im Einklang mit ihrer langen Geschichte. Das sieht man besonders an der liebevollen Pflege und Erhaltung ihrer alten Häuser. Als gesellschaftlicher Treffpunkt gilt für alle der Marktplatz. In seinem Zentrum steht die mächtige Dreifaltigkeitssäule, die sechs Jahre nach ihrer Entstehung eine der größten Katastrophen von Hallstatt miterleben musste. Am 20. September 1750 ging vom Haus des "Keferbäcks", dem jetzigen Café Derbl eine Feuerbrunst aus, die den größten Teil des Marktes in Schutt und Asche legte. 35 Häuser im Ortszentrum gingen in Flammen auf und vier Menschen starben dabei. Vom Marktplatz führten schmale Wege, Stiegen und Durchlässe zur höher gelegenen katholischen Pfarrkirche und dem weltberühmten Beinhaus. Beim Anstieg wurden immer wieder Zwischenstopps eingelegt, um über die Geschichte von damals zum heute aufgeklärt zu werden. Gemeinsam mit dem Beinhaus und dem beschaulichen Bergfriedhof ist die historische Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt (1500-1505) einer der Besuchermagneten in Hallstatt. Weit über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt ist auch der spätgotische Flügelaltar (1510-1520) von Meister Leonhard Astl, der als Stiftung der Bergknappen gilt und eine kunsthistorische Besonderheit darstellt. Das daneben stehende, aus dem 12. Jahrhundert stammende Beinhaus in der Michaels Kapelle beherbergt eine außergewöhnliche Sammlung von über 600 kunstvoll bemalten Schädeln. Einige wurden schon Ende des 18. Jahrhunderts bemalt, manche stammen aber auch noch aus dem 20. Jahrhundert. Der Friedhof wurde auf Felsterrassen um die Pfarrkirche angelegt. Der Teil vor dem Beinhaus ist den evangelischen Christen zugeteilt. Nach der Friedhofsordnung gibt es keine Familiengräber. Nach zehn Jahren kann ein Grab neu belegt werden. Danach wurde noch der grandiose Rundblick genossen und der Rückweg in Richtung Seeufer und Mittagspause angetreten. Die Fremdenführerin hatte noch viele interessante weitere Details genannt, die im Bericht eigentlich aufgezählt werden müssten. Der RPP-Truppe stand bis zum nächsten Höhepunkt nur eine kurze Verschnaufpause zur Verfügung, die in einem urigen Gastgarten direkt am Hallstätter See zum Essen und Trinken genutzt wurde. Anschließend war der Besuch des ältesten Salzbergwerks der Welt auf dem Besichtigungsprogramm.

Die Standseilbahn brachte die Teilnehmer in nur wenigen Minuten hinauf auf 838 Meter ins Hallstätter Hochtal. Hier befindet sich auch jenes berühmte Gräberfeld, das einer ganzen Epoche (ältere Eisenzeit, 800 - 400 vor Chr.) den Namen "Hallstattkultur" gab. Von der Bergstation wanderten sie auf den Spuren der prähistorischen Siedler den mit Schautafeln und Exponaten gespickten Weg entlang, an originalgetreu nachgebauten Hütten und aktuellen archäologischen Arbeitsstätten vorbei zum Schaubergwerk. Dort gab es eine traditionelle Bergmannsbegrüßung mit Brot, Salz und Schnaps und die erste Einführung über die lange und weltberühmte Geschichte des Salzabbaus in Hallstatt. Per pedes ging es schließlich in die Stollen auf Entdeckungsreise, zurück zu den Anfängen vor 7000 Jahren, und dem Vermitteln der Geschichte des bronzezeitlichen Bergbaus, der heute dank modernster Multimediatechnik in einem "Bronzezeit"-Kino 400 Meter unter Tage spannend erzählt wurde. Beim Durchwandern der Stollen konnte man mit der Hand über die grob behauenen Steinwände streichen, den mystischen Salzsee bewundern und über die 64 Meter lange hölzerne Rutsche der Bergmänner in die Tiefe (mit Geschwindigkeitsmessung) sausen, bevor man mit der Grubenbahn wieder an den Ausgangspunkt zurückkehrte. Ehe es von hier wieder ins Tal zurückging, wurde auch noch der "Rudolfsturm" (Wehrturm, erbaut 1282 - 1284 vom Habsburger Herzog Albrecht I.) und die darunter befindliche Aussichtsplattform "Welterbeblick" erklommen. Der Panoramblick war überwältigend. Am Seeufer wurde die Wartezeit auf die Rückfahrt mit Schiff und Bahn nach Bad Ischl in einem Gastgarten verkürzt. Der Abend konnte von den RPP'lern individuell gestaltet werden, wobei der Tagesausklang wieder gemeinsam an der Hotelbar gefeiert wurde.
Donnerstag, 20.09.2018

Nach dem Frühstück wurde um 08:30 Uhr der bereitstehende Charter-Bus mit dem Gepäck beladen und die Fahrt nach St. Wolfgang zur Schafbergbahn angetreten. Von dort führt eine meterspurige Zahnradbahn zum Schafberg hinauf. Die 5,85 km lange, nicht elektrifizierte Strecke (1893 eröffnet) überwindet bei einer maximalen Steigung von 25,5% einen Höhenunterschied von 1.190 Metern. Dampflokomotiven und Dieseltriebwagen bringen die Gäste in ca. 40 Minuten bis zur Bergstation Schafbergspitze auf 1.732 m. Die RPP-Truppe hatte mit einem wolkenlosen Himmel wieder einmal das Wetterglück auf seiner Seite, um für eine Stunde den traumhaften Ausblick bis zum weit entfernten Chiemsee genießen zu können. Danach ging es wieder zur Talstation zurück.

Ein ca. 2 km langer "Hatscher" zum Gasthaus "Zum weißen Hirschen" hat so manchem RPP’ler die Schweißperlen auf die Stirn getrieben. Aber mit einem hervorragenden Mittagessen im Gastgarten unter Kastanienbäumen und direkt am Ufer des Wolfgangsees wurde diese Kraftanstrengung mehr als entschädigt. Der abschließende Höhepunkt des Heimfahrtages, die Schifffahrt von St. Wolfgang nach St. Gilgen, wurde von allen so richtig genossen. Die anschließende Busfahrt nach Salzburg zum Hauptbahnhof verlief ohne Probleme und dem Fahrer gelang es sogar, in der Stadt dem großen EU-Gipfel-Verkehrsstau perfekt auszuweichen. Die Teilnehmer konnten ihre vorgesehenen Heimfahrzüge rechtzeitig und stressfrei erreichen.

Organisation: Thalhammer Hans-Peter
RPP 09-2018 - Besichtigung von Schloss und Museum Mariastein

Weitab von der Betriebsamkeit des Inntals liegt im Tiroler Unterland auf dem Mittelgebirgsrücken des Angerbergs die kleine Ortschaft Mariastein. Insgesamt 29 RPP’ler reisten mit den „Öffis“ (Bahn und Bus) an, um dort das berühmte Kleinod zu entdecken. Nach der Ankunft ging es jedoch zuerst zum Hotel „Mariasteinerhof“ zum Mittagstisch. Das Essen mundete hervorragend, denn es wurde mit einer Getränkerunde der „Geburtstagskinder“ Erhart Werner und Föger Erich entsprechend veredelt. Anschließend stand die Besichtigung auf dem Programm.

Mariastein ist mit der bekannten Wallfahrtskirche das Ziel zahlreicher Pilger. Die Burg mit ihrem rund 42 m hohen Bergfried diente ehemals der Sicherung der alten Römerstraße, als diese noch am linken Innufer entlangführte. Die Kirche im Turm ist über 142 Stufen erreichbar. Der auf einem Felsen stehende Wohnturm (42 m) aus dem 14. Jahrhundert wurde nach einem Marienwunder im 18. Jahrhundert zum Wallfahrtsort. In der Burg sind der „Fürstensaal“ mit reich geschnitzter Kassettendecke, ein Museum mit dem Tiroler Erzherzogshut und die ursprünglich gotische Gnadenkapelle (Umbau 1682-1685) mit Gnadenmuttergottes (um 1450) und Rokoko-Altar aus dem 18. Jahrhundert. In der Burg wurden zwei Kapellen übereinanderliegend gebaut, wobei die obere die Gnadenkapelle „Unserer Lieben Frau von Mariastein“ und die untere die Kapelle „Zum Heiligen Kreuz“ ist. Das Gnadenbild ist eine liebliche gotische Madonna mit dem Jesukind, die ein unbekannter Meister aus dem salzburgisch-bayrischen Raum geschaffen hat. In der Heiligkreuzkapelle findet sich ein sogenanntes „Prager Christkindl“. In der Burg wurde auch ein zwölfseitiges Pergament aufbewahrt, das früher für eine Handschrift des heiligen Hieronymus gehalten wurde. Graf Paris von Cloz ließ die Handschrift untersuchen, die als ein Kodex in glagolitischer Kirchenschrift identifiziert und 1834 unter dem Titel „Glagolitia Clozianus“ veröffentlicht wurde. Im Museum werden die Tiroler Landesinsignien mit einem Erzherzogshut und dem Zepter, gestiftet vom Landesfürsten Maximilian III. (1558-1618), aufbewahrt. In der Wallfahrtskirche wurde die sehr interessante Führung mit einem gemeinsamen Gebet und dem Segen von Hochwürden Mag. Matthias Oberascher beendet. Die Teilnehmer verkürzten sich danach die Wartezeit auf den Heimfahrbus noch mit durstlöschenden Getränken und regem Meinungsaustausch auf der Terrasse des Hotels „Mariasteinerhof“.

Organisation: Nairz Wilfried
RPP 10-2018 - Besichtigung des Renaissance-Palastes in Hohenems

Es gibt immer wieder Sehenswürdigkeiten, die zwar allgemein bekannt aber trotzdem erst noch so richtig zu entdecken sind. Hohenems, die jüngste Stadt in Vorarlberg (seit 1983 anlässlich des 650-Jahre-Jubiläums) ist so ein Ort, wo viel Interessantes von einst und heute erfahren werden kann. Das historische Zentrum mit Palast und Schlossplatz liegt auf 433 m, malerisch zwischen Rhein und Berg. Von der „Christengasse“ bis zur „Judengasse“ findet man unglaubliche historische Schätze, die an jene Zeiten erinnern, als hier noch Ritter und Grafen regierten, oder an die Zeit des bürgerlichen Aufbruchs als in der jüdischen Gemeinde nicht nur das erste Kaffeehaus, sondern auch die erste Bank und die erste Versicherung des Landes gegründet wurde.

Nach dem Jüdischen Museum (02-2013) und dem Museum „Stoffels Säge-Mühle“ (07-2018) stand nun die Besichtigung des Hohenemser Palastes auf dem RPP-Programm. Errichtet in den Jahren 1562-1610 nach Plänen von Martino Longo, einst der Sitz der Emser Grafen, ist er heute einer der schönsten Renaissancebauten im Bodenseeraum. Das rechteckige Gebäude verfügt über einen schönen Innenhof mit Blendfassade und einen großen Rittersaal mit einer kunstvoll gearbeiteten Kassettendecke. Bauherr war Kardinal Markus Sitticus III. von Hohenems, dem späteren päpstlichen Legaten am Wiener Hof und Bischof von Konstanz. Anfang des 17. Jahrhunderts wurde der Palast erweitert, unter dem Grafen Kaspar von Hohenems - in dessen Regentschaft auch die Ansiedlung der jüdischen Gemeinde in Hohenems fiel, wie auch die Gründung der ersten Latein- und Musikschule, das erste Bankhaus und die erste Buchdruckerei. Die herrschaftliche Anlage, in der auch die Nibelungenhandschriften A und C gefunden wurden, befindet sich heute im Besitz der gräflichen Familie Waldburg-Zeil und wird auch von ihr bewohnt.

Insgesamt 28 Teilnehmer wollten sich diese Veranstaltung nicht entgehen lassen und trafen sich am Bf. Hohenems, um von hier per pedes zum Gräflichen Palast zu gelangen. Vor der Besichtigung wurde in der am Schlossplatz liegenden „Schokoladenmanufaktur Fenkart“ mit dem Rindsgulasch ein hier eher „exotisch“ anmutendes Mittagessen eingenommen. Danach ging es zur Führung, die sehr viel Historisches, aber auch Aktuelles und Interessantes in 16 Räumlichkeiten zu bieten hatte. Vor der Heimfahrt wurde schließlich noch einmal die Schokoladenmanufaktur aufgesucht, um die nächsten möglichen Sehenswürdigkeiten von Hohenems (Ruine Alt-Ems, Schloss Glopper, Nibelungenbrunnen, Museen der Schubertiade, Schokoladenerzeugung Fenkart) zu besprechen.

Organisation: Ehrbach Manfred


RPP 11-2018 - Besuch des Glockenmuseums der Fa. Grassmayr in Innsbruck

Eigentlich war im November im RPP-Jahresprogramm die Besichtigung von Schloss Ambras in Innsbruck vorgesehen. Bei der Planung wurde leider übersehen, dass das Museum den gesamten Monat geschlossen hat. Aber mit der Besichtigung des Glockenmuseums in Wilten wurde mehr als nur eine Ersatz gefunden. Treffpunkt war diesmal der Innsbrucker Hbf., von dem die meisten der 48 Teilnehmer ca. 15 Minuten zu Fuß zum denkmalgeschützten Gasthaus „Riese Haymon“ spazierten. Dort wurde nicht nur sehr gut gespeist, sondern auch die anwesenden November-Geburtstagskinder Ehrbach, Grabmeier, Hörtnagl, Kiechl, Kneringer, Krajic, DI Musyl und Schöpf Peter gefeiert, die zum Dank zwei Getränkerunden spendierten. Danach ging es kurzerhand über die Straße zum Glockenmuseum.

Auf über 400 Jahre Erfahrung, Tradition und Geschichte kann die Glockengießerei Grassmayr zurückblicken. Im Jahre 1599 goss Bartlme Grassmayr seine erste Glocke, und seit damals werden das Fachwissen und das Geheimnis seiner Glockenkonstruktionen sorgfältig gehütet. Noch heute werden nach alter Handwerkskunst in der Gussstube Glocken gegossen. In ca. 100 Ländern weltweit erklingen die Kunstwerke, die hier entstanden sind. In der Tiroler Glockengießerei wird aber nicht nur hergestellt, sondern auch restauriert. Und weil das Museum direkt an den Betrieb der Glockengießerei angeschlossen ist, konnten über die historischen Bezüge hinaus bei der Führung direkte Einblicke in das handwerkliche Geschehen gewonnen werden.

Als „Draufgabe“ gab es vor der obligaten Nachbesprechung im Gasthaus „Riese Haymon“ noch eine kurze, geführte Besichtigung der nahen Wiltener Basilkia. Das Gotteshaus wurde auf Resten einer Vorgängerkirche aus dem 5. Jahrhundert errichtet. Im Laufe der Geschichte erfuhr die bestehende Kirche mehrere Umbauten. Ihre heutige Form erhielt die Wiltener Basilika 1756 von Franz de Paula Penz im spätbarocken Stil. Das Innere der Basilika ist ein Rausch zartester Farben, vermischt mit festlichem Gold und zierlichem Rokokostuck. Die prachtvollen Deckengemälde zeigen Szenen aus dem Leben Mariens. Prachtvoll ist auch der Hochaltar mit den vier Säulen. Sie umgeben den Altaraufbau, der von einer Riesenkrone überdacht wird. Darunter im Strahlenkranz das Gnadenbild, eine etwa 90 cm hohe Muttergottesstatue mit Kind aus Sandstein - im Stil hochgotisch - aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Die Wiltener Basilika wurde 1957 von Papst Pius XII. zur päpstlichen „Basilica minor“ erhöht.

Organisation: Habicher Alois
RPP 12-2018 - Jahresausklang bei Weißwurst und Bier, Gasthof Stern Mittenwald

„Alle Jahre wieder“ - so beginnt nicht nur ein beliebtes Weihnachtslied, auch die Tradition unserer RPP-Jahresabschlussfeier könnte man so beschreiben. Denn was soll man nach all den Jahren noch neu berichten ?? Also 2018 gab es viele Jubiläen zu feiern, wie z.B. „650 Jahre Österreichische Nationalbibliothek“, „200 Jahre Stille Nacht“, „120 Jahre Linzer Pöstlingbergbahn“, „100 Jahre Ende des ersten Weltkriegs“ bzw. „100 Jahre Gründung Erste Republik Österreich“, „1968 - 50 Jahre Studentenproteste“, „40 Jahre Volksabstimmung AKW Zwentendorf“, „40 Jahre Wiener U-Bahn“ oder die für Österreich legendäre Fußball-WM „40 Jahre Cordoba“. Das ist natürlich nur ein kleiner Ausschnitt von mehr oder weniger großen Jahrestagen. Aber auch die 100. RPP-Veranstaltung im Juni 2018 sollte hier bei den - persönlichen - Jubiläen nicht unerwähnt bleiben.

Und bei der RPP-Jahresbilanz 2018 können ebenfalls hervorragende Eckdaten präsentiert werden: 98 Kollegen haben zumindest einmal an einer der 13 RPP-Veranstaltungen teilgenommen. Insgesamt 433 Kollegen und 13 Gäste haben das Programmangebot konsumiert, das sind im Durchschnitt rund 33 RPP‘ler. Die meisten Teilnehmer wurden im November (48) und die wenigsten im Mai (26) gezählt. Die Abschlussveranstaltung war inklusive der Gäste mit 57 Teilnehmern (45/12) natürlich das meistbesuchte Treffen des Jahres.

Was bietet das Jahr 2019 wieder so an besonderen Gedenk- und Ehrentagen ?? Es gibt derer sehr, sehr viele und da wären z.B. „825 Jahre Münze Wien“, „500. Todestag Kaiser Maximilian“, „500. Todestag Leonardo da Vinci“, „350 Jahre Universität Innsbruck“, „150 Jahre Wiener Staatsoper“, „80 Jahre Beginn des Zweiten Weltkriegs“, „50 Jahre Mondlandung“, „30 Jahre Mauerfall in Berlin“ …. Für die Regionale Pensionistenplattform (RPP) in der Region West beginnt im März 2019 bereits das zehnte Bestandsjahr, ebenfalls ein guter Grund zu feiern und mit Stolz auf viele weitere Jahre anzustoßen.
Zum Jahresabschluss gehört es sich jedenfalls, ein großes DANKESCHÖN an alle Kollegenauszusprechen, die zur Organisation der RPP-Veranstaltungen 2018 beigetragen haben und natürlich mit der BITTE verbunden, weiterhin die RPP zu unterstützen! Ebenfalls ein herzliches DANKESCHÖN an alle Kollegen, für die gelungenen Bilddokumentationen unserer RPP-Events!

Organisation: Habicher Alois
2017
Google, Facebook, Twitter, WhatsApp …
… wenn man sich in den elektronischen Medien umsieht und auf das Thema „Pensionisten“ oder „Senioren“ nachschlägt, bekommt man die unterschiedlichsten, mehr oder weniger hilfreichen Antworten und Ratschläge. Versicherungs- und Konsumententipps, Arbeitsangebote für Pensionisten, Seniorenreisen, Seniorenturnen, Seniorendiät und, und, und …
Auch ein neuer Trend wird angepriesen: verlegen Deinen Wohnsitz ins Ausland! Eine Seniorenresidenz im Süden: mildes Klima, gutes Essen, feiner Wein, südländisches Lebensgefühl. Mit der österreichischen Rente im Ausland leben und nicht mehr über unsere Politiker raunzen (lieber über andere), also: Vollpension statt nur Pension.
Die Sache hat nur einen Haken: das kostet Geld, viel Geld. Gegen die Fadheit des Pensionisten-Alltags empfehlen wir die billigere Variante: ab und zu ein Vogelhäuschen basteln (zu diesem Thema gibt’s ein ausführliches, wenn auch nicht ganz ernst gemeintes Tagebuch) und einmal im Monat an einer RPP-Veranstaltung teilnehmen – und alles ist gut.